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Piishtuu, Pushto — PUtcitivn.
scheu Elemente der Anglikanischen Kirche und alsReaction derselben gegen Len politischen u. kirchliche»Liberalismus der Jahre 1820—48 zu betrachten.Bereits 1833 vereinigten sich mehrereMitglicdcr derOxforder Universität, darunter bes. Newman u. P.,zur Besprechung über kirchliche Angelegenheiten,wobei bes. die apostolische Succession im englischenEpiskopat n. das Festhalten an der Liturgie betontwurde. Sie traten öffentlich hervor durch die Her-ausgabe der Zcittractaten (Praots kor klis timss),woher die Pnfeyitcn auch Tractarianer ('Irae-tariuus) und der Pnscyismns TractariauischeControvers (Hs trastarian eontrovers/, 4'rao-tariauism) heißt. Diese bis 1841 SO an Zahl her-ausgekommcncn Tracts waren Abhandlungen vonP., Palmer, Bowden, Newman, Ward, Oakley,Perceval, Thorndike, Keblc n. A., thcils Abdruckevon allgemein anerkannten Urkunden der Kirche,theils Auszüge u. Bearbeitungen von älteren Schrif-ten, welche sich über das ganze Gebiet der histori-schen, dogmatischen ».praktischenTheologie verbrei-teten, n. wurden 1841 in 5 Bdu. gesammelt. DiePuscyiten lehren darin die progressiv e Rcchtsertigung,setzen die Bedeutung der Predigt zu Gunsten einesmagischen Sacramentsbcgriffes herab, legen derOrdination, dem geistlichen Amte, der apostolischenSuccession der Bischöfe, der Einheit der Kirche imWidersprnchmit Len protestantischen Principien über-triebenes Gewicht bei n. idealisiren die röm. Kirche.Nur dem Lomrnon prazsr doolc schreiben sie Au-torität zu; die 39 Artikel, als zu kurz und mindergenau abgefaßt, wollen sie im katholischen Sinne er-gänzt wissen; z. B. wenn es heißt: der Papst hatkeinerlei Jurisdiction inEngland, so soll damit bloßdie factischc, nicht die Rechtsfrage entschieden sein.Die Puscyiten fanden sehr bald unter den Studentenin Oxford viele Anhänger u. ihren Hanptstützpunktunter der jüngeren Geistlichkeit. Dagegen war ihnendas Volk durchaus abgeneigt u. selbst die hochkirch-liche Partei, welche sie anfangs begünstigte, tratihnen später entschieden entgegen, bes. bekämpftendie Bischöfe diese Verfälschung der Lehre, namentlichalsP. in ciuerPredigt die'Transsubstantiation beimAbendmahl gelehrt hatte. Seine Lehre wurde 1843von einer durch die Universitätsbehörde in Oxfordniedergesctztcn Prllfuugscommission verdammt undihm selbst das Predigen im Bereiche der UniversitätOxford ans zwei Jahre untersagt. Schon jetzt, abermehr noch, nachdem Wards Buch von dem Idealder Kirche (worin derselbe die Lehre von der Recht-fertigung durch den Glauben eine verdammlicheKetzerei gescholten hatte) von der Universität ver-dammt worden war, traten viele Puseyiteu zur Ka-tholischen Kirche über, unter ihnen Ward, Oakley,Wingficld, Newman, Manning, Wilberforce; P.selbst that diesen Schritt nicht, ohne sich jedoch vondem Vorwurf des Kryptokatholicismus reinigen zukönnen. Nachdem sich so die Extreme ausgefchiedenhatten, wendeten sich die Puseyiten bes. der prakti-schen Wirksamkeit zu, um das niedere Volk zu ge-winnen, richteten aus der anderen Seite die äußerengottesdienstlichen Formen ganz nach katholischemRitus ein trotz des Verbotes von Seiten eines Aus-schusses des Geheimen Rathes 1868 und eines Ge-setzes von 1874 gegen die gottesdienstlichen Neuer-ungen der Ritualisten, wie sie nun genannt wur-
den, u. bemühten sich, die Kirche vom Staate ganzzu trennen. Vgl. Petri, Beiträge zur WürdigungdesPuseyismus, 1843; R.Weawer, DerP., 1844;Gladstone, Urs eimrolr okLnAiauä anä birs ritua-lisms. Lond. 1876. Löffler.'
Pushtun, Pushto, so v. w. Afghanen.
Pnsttlanimität (v. Lat.), Kleinmllthigkeit, Man-gel an Muth, selbst Feigheit.
tzusülus, klein.
Putzten, weite, bauinloseHeidestrecken im Ungar.
Ti cflande, bes.indenTheißgegendcn, worin steppen-artige Sandflächcn mit fruchtbaren Landstrichen ab-wcchseln. Es gibt darin fast gar keine Dörfer, aberzahlreiche einzelne Meiereien mit großen Viehherden.
Das Vieh bleibt das ganze Jahr auf den P. DieHirte» theilcn sich in verschiedene Kasten; der Kanasz(Schweinehirt) nimmt die unterste Stufe ein, darauffolgt der Czordas od. Gulyas (Rinderhirt), daraufder Jnhasz (Schafhirt) u. endlich der Czikos (Roß-hirt), letzterer der echte Sohn der P. und geborenerReiter. Die Vcrsammluugs- u. VergnügnngsortedieserHirten sind einzeln stehende Schenken (Czarda).
Die P., im Sommer von glühender Hitze, im Win-ter von strenger Kälte u. öfters von heftigen Stür-men hcimgesucht, sind häufig der Schauplatz derillata mor^aua, von den Ungarn Deli Bab (d. i. diesüdliche Fee) genannt.
Pusteln (v. lat. ikustulao), Bläschen mit eitri-gem Inhalt.
Pustcrthal, ein etwa 100 lcm langes Thal imöstl. Tirol, südlich von der Gruppe der ZillcrthalcrAlpen ».den Hohen Tauern, von diesen dicFassaner,Ampczzancr u. Karnischcn Alpen trennend; bestehtans den Thälern der Rienz und der oberen Drau,wclchednrch den niedcrenToblacher Sattel geschiedensind. Der wcstl. Theil wird das Ober-P. und der töstl. das Unter-P. genannt. Zu seinen zahlreichen ;Seitcnthälern gehören das Taufcrcr-, Antholzer-, 1Gsieser-, Villgraten-, Jscl- u. Möllthal im N., das >Enncberger-, Pragscr-, Höllensteiner- und Sexteu-thal rc. im S. Durch das Höllensteinerthal führteine Kunststraße in das berühmte, in neuester Zeitviel besuchte Ampezzothal. Das P. wird Kit 1871von der Linie Villach-Franzensfeste der Österreich.Südbahn durchzogen. Schon die Römer hatten eineStraße durch das P. angelegt. Zur Zeit Karls desGroßen stand das P. unter Gaugrascn, und nachdemspäter mehrmals der Besitz gewechselt hatte, fiel cs1500 an Österreich. 1809 kam es an Bayern und1814 wieder an Österreich. Nach ihm war einer dersieben Kreise Tirols (Hanptort Brunccken) genannt.1849 wurde es mit dem Brixener Kreise vereinigtu. seit 1868 ist es in die BezirkshauptmannschastenBruneckeu u. Lienz gctheilt. Vgl. No'e, Reisehand-buch für die deutschen Alpen, Lpz. 1877. H> Berns. )
tzustüls, Pusteln. ?. maliAna, s. Milzbrandcar- sbunkel. f
tzutamen (lat.), die harte, den Kern einer Nußeinschließende Schale.
Putatron (v. Lat.), die Meinung, das Dafür-halten. Putativ, vermeint. PutativeEhe, ver-meinte Ehe, wenn einer oder beide Ehegatten nichtwußten, daß der Eingehung ihrer Ehe ein gesetzlichesHinderniß cntgegenstaud. Diese Ehe gilt bis zurTrennung als gesetzliche u. die bis dahin erzeugtenKinder stehen den ehelichen gleich.