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! Pud —
i durch die großartigsten Parkanlagen, verkaufte csaber 1845 an den Grafen Edmund von Hatzfeld (s.
, Mnskan 1 ). 1817 vermählte er sich mitLncieAnna,
' Tochter des preußischen Staatskanzlers Fürsten Har-
- denberg.verwittwetcnNcichsgräfinvonPappenhcim,ließ sich aber 1826 von ihr scheiden, ohne jedoch seinefreundschaftliche Verbindung mir ihr anfzugebcn (siest. 8 . Mai 1854). 1822 erhob ihn der König in denFürstcnstand; 1828 reiste er wieder nach England n,Frankreich, 1835 über Frankreich nach Algier undNAfrika n. 1837 nach Ägypten u. Griechenland, vonwo ans erst 1840 seine Rückkehr nach Deutschland er-folgte. 1863 ernannte ihn der König zum erblichenMitgliededesHcrrenhauses. P.wohnteznletztanfdemSchlosse Brauch bei Kottbus, welches er gleichfalls'mit großartigen Gartenanlagcn umgab u. starb hier4. Febr. 1871. Er schr.: Briese eines Verstorbenen,Münch, n.Stnttg. 1830 f., 4 Bdc.(Reisen inEngland,Wales,Irland, Frankreich, Deutschland u.Holland);Tntti Frutti, ebd. 1834, 5 Bde.; Andeutungen überLandschaftsgärtnerei, ebd. 1834; Semilassos vor-letzter Weltgang, ebd. 1835, 3 Bde.; Jngendwan-derungen,ebd. 1835; Semilasso in Asrika, ebd. 1836,5 Bde.; Der Vorläufer, ebd. 1838; SüdöstlicherBildersaal, ebd. 1840—41, 3 Bde.; Der Vergnüg-ling, ebd. 1840 ff., 2 Bde.; Ans Mehemed AlisReich, ebd. 1844, 3 Bde.; Die Rückkehr, Berl. 1846bis 1848, 3 Bde.; iLporyn mrr 1s. piantation äosxarea, Stnttg. 1847; Briefwechsel n. Tagebücher,heransgeg. von Ludmilla Assing, Berl. 1873 — 76,0 Bde. Vgl. A. Jäger, Leben des Fürsten P., Stnttg.1843; LudmillaAssiiig, Fürst Hermann v. P., Hamb.1876; Petzold, Fürst P. in seiner Bedeutung für dieGartenkunst, Lcipz. 1874; Jul. Schmidt in seinenPorträts, Berl. 1878. Lagai. G. Zimm-rm-mn.
Pud, russ. Gewicht, 16 , 2 ^ 1 -A.
Puddeln (Pnddling-Arbeit), 1) Frischen des Ei-sens in einem Flammenvscn; vgl. Eisen III. L. ov.3) Alethode der Stahlerzeugung im Puddelofen beiStcinkohlcnfcuernng od. in der Flamme eines Gas-gemenges; der so erzengteStahl heißt Pnddcl- od.Puddtingstahl. Er wird genau wie das ent-sprechende Stabeisen, jedoch bei langsamer gehenderCharge u. meist ans besseren Roheiscnsorten erhal-ten. Auch ist seineDarstellung schwieriger; vgl Stahl.Der Puddelofen od. Pnddlingofen (vgl. hierzudie Tasel Bd. 8 bei Flammofen) besitzt einen meist anseiner gußeisernen Platte (A) gebildeten Herd, welcherunten zur Kühlung von Lust nmspiilt wird, oben miteinem Bette aus Sand und Pnddclschlacke bedeckt ist.Die abziehendcn Gase werden in der 'Regel noch zurHeizung von Dampskesseln benutzt, welche den znmBetriebe der Dampjhämmer u,,Walzwerke der Hüttenöthigen Dampf liefern. Die Öfen werden meist mitSteinkohlen, selten mit Generatorgasen geheizt. Ge-wöhnlich sind die Öfen in einer od. mehreren Doppel-reihen angeordnet, in deren Mitte dann die Dampf-hämmer rc. liegen. Der rotirendePuddelosenistseiner Hauptsache nach ein liegendes, birnsörmigesGefäß, durch dessen Drehung das Eisen, ohne daßman darin zu rühren braucht, gefrischt wird. Jungck.
Puddingstein (Flintcouglomerat),Conglomerat,miß- bis faustgroße Concrelionen oder Gerölle vongelben, braunen od. schwarzen F-euersteingeschiebeu,welche durch ein Horn- od. scuersteinartiges Binde-mittel mit bcigemengtcn Qnarzkörnchen zu einem
PiererL Universal-CoiwersatioiiS-Lerito». 8. Aast, x:'
Puebla.
sehr harten u. festen Gestein verbunden sind. Kommtbes. in einigen Gegenden Englands, wie in Hcreford-jhire, in Schottland u. in der Gegend von Rennes vor.
Pudel, s. u. Hund.
Puder (v. franz. ponckro, Pulver), der gewöhn-liche P. war feinstes Weizen- od. Neisstärkcmehl, oftmit gepulverter Veilchcnwurzel versetzt u. mit ver-schiedenen Essenzen (Apfelsinen-, Bergamott-, Nelken-öl rc.) parsümirt. Für blondes Haar wurde er mitOcker, je nach der Nuance, verschieden stark gefärbt.Gold-P. ist fein zerriebenes (in der Regel un-ächtes)Blattgold. Dia man t-od. Brillant-P.,od.Diamant-, Brillantstaub ist fein zerstoßenesGlas, welches aber, da es allmählich in die Kopf-haut eindringt und dann heftige Schmerzen verur-sacht, durchaus zu verwerfcnist. DerP. mar bes. vom16. bis zum Anfang des 19. Jahrh. sehr allgemeinim Gebrauch. In neuerer Zeit (1860—70) wurdevon Paris aus der Gold- u. Brilla»t-P. als Modeeinzufllhren versucht, jedoch ohne dauernden Erfolg;jetztwirdoftweißeSchminkemitP.bezeichnet. Jungck.
Pudcwitz, Stadt im Kreise Schroda des preuß.Regbcz. Posen, Station der Öberschles. Eisenbahn;1875: 2043 Einw. — Dabei das Gut Polskawiesmit Ackerbauschnle.
?uäioitka, Keuschheit u. Schamhaftigkeit. In Nomwurde die ?. als Personification von den Frauender Patricier in einem Tempel auf dem ?orum bo-arium verehrt. Seit dem Ausschluß der Virginiaans dem Stande der Patricier wegen Verheirathungmit einem Plebejer, 297 v. Ehr., unterschied maneine ?. patrioia n. 1?. plodvja; Virginia gründetedas Hciligthum der plebejischen?., während die Pa-tricierinncn den Cultns in dem Tempel der patrici-schen?. fortfcierten, bis der Cultns der?, in derletzten Zeit der Republik bei der cinreißenden Sitten-verderbniß sich immer mehr verlor. Elchhoff.
Pndlcin, eine Zipser Kronstadt im Ungar. Co-mitat Zips, am Poprad; Schloß, schöne katholischePfarrkirche, Piaristencollegium, Wallfahrtskapelle,Leinölbcrcitnng, Hanfbau, Marmorbrüche; 1869:1650 Ew. Am 9. Juni 1873 große F-eucrsbrunst.
?uäor (lat.), Scham; Schamröthe.
Pudosh (Pndoja), kleine Kreisstadt im russ. Gouv.Olonez, au der Wosla; Glashütten; 1106 Ew.
Pndnkotta (Poodoocottah, so v. w. Neuburg),indobrit. Vasallenstaat, der Präsidentschaft Madraszugctheilt, im Inneren derselben am Abhang derOGHat, imS. dcs DistrictesTandschur gelegen, nurzum kleinsten Theil des Anbaues fähig, größtentheilsWalddickichtu. Fclscugruud; 3578 u. 316,695Einw. tamilischen Stammes. Gleichnam. Haupt-stadt am Vellaur, Residenz des Herrschers, der denTitel Tondaman führt, u. Sitz einer lnther. Mission.
Puebla, 1) Städte in Spanien: a) La P., Stadtauf der Insel Mallorca, an der Straße von Palmanach Alcudia; 3621 Ew. b) P. de Cazalla, inder Prov. Sevilla (Andalusien); 4946 Ew. In derNähe Silber-, Blei- und Eisenminen und Mineral-quellen. o) P. de Don Fadrique, Prov. Granada(Andalusien), eine vom Herzog Alba gegründete, gmgebaute Stadt; Wollen- u. Leinweberei, Weinbau,Handel; 4093 Einw. ci) P. de Guzman, Prov.Hnelva (Andalusien); mit Kupfergrnben und 3715Ew. o) P. de Sanabria, Prov. Zamora (Leon),im Thale des Tcra an der Straße nach Orcnse; mitr. Land. 4 g