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Parischer Marmor — Park.
(Men 3 oder 5 u. mehr) eirunden, glatten, an derSpitze des Stengels quirtförmig stehenden Blätternu. endständiger, grünlicher, eine schwarzblaue Beeretragender Blüthe. Beeren, Blätter n. Wurzel bewir-ken Magcuschmerzen, Erbrechen, Purgiren. Engter.
Parischcr Marmor, Marmor ans Paros ge-brochen; vgl. Paros u. Marmor.
Pariser Bibel, s. u. Polyglotte.
Pariser Blau (Pariser Blume), die reinste SorteBerliner Blau, s. d.
Pariser Bluthochzeit, so viel wie Bartholo.mäusnacht.
Pariser Congreß, Pariser Friede, s. Parisu. Kongreß.
Pariser Fuß, s. Fuß, S. 617.
Pariser Gelb, so v. w. Kasseler Gelb.
Pariser Gold ist ein blaßgelbes Blattgold.
Pariser Grün, so v. w. Schweinfurter Grün.
Pariser Lack, so v. w. Florentiner Lack.
Pariser Noth (Eisenroth), Eisenoxyde zu Far-ben angeweudet.
Pariser Weiß, gemahlener Kalkspath.
Parish-Alvars,Eli,bcriihmterHarfenvirtuos,aus einer jüdischen Familie, geb. 28. Febr. 1808 inLondon, erhielt den ersten Unterricht von Dixi, spä-ter von Labarre in Paris; bereiste dann Deutsch-land mit größtem Erfolge. Im Jahre 1831 besuchteer nach weiteren Studien Obcritalien, 1836 Wien,1838—12 Len Orient, wo er Melodien zu seinenCompofitionen aufzeichnete, dann wieder Deutsch-land, u. st. 25. Jan. 1819 in Wien. Sein Ton sollebenso klangvoll, sein Vortrag durchdacht, als seineTechnik vollendet gewesen sein. Er spielte Klavicr-werke von Spohr, Hummel, Beethoven,Chopin mitLeichtigkeit ans der Harfe; auch schrieb er viele eigeneComposttionen, z. B.: Großes Concert für Harsemit Orchester; Gonoerbo fllr.Harfe u.Orchester; 8on-venir äs I)on lürsguals, Duo für Harfe u. Piano rc.
Parisien(Fleuret), Stoßdegen mit kl. Stichblatt.
Parisienne, 1) (Pariser Hymne) Freiheitsliedauf LieJulirevolution von 1830, von Casimir Dela-vigne gedichtet, mit den Worten beginnend: ksnzäokrauygns, ysuplo äes braves. 2) (Schriftg.) so v. w.Nonpareille. 3) Der frühere Name fllr Fiacre, s. d.4) Kleingemnsterter, durch Tritte od. Kämmmaschinegefertigter Seidenstoff.
Parisii, Volk im Lngdunensischen Gallien, anderMarne u. Seine; Hauptstadt: Parisium (I-ntetia.karisiorum); jetzt Paris.
Parisins, Ludolf, Kreisrichter a. D., Schrift-steller, geb. 15. Ort. 1827 in Gardelegen in der Alt-mark; stndirte Mathematik, dann Jurisprudenz undwar 1858—64 Kreisrichter in Gardelegen, wurdeaber 1864 wegen politischer Agitationen Lurch DiS-ciplinarurtheil des Obertribunals seines Amtes ent-setzt und ist seitdem in Berlin politisch u. pnblicistischthätig. Seit 1861 war er Mitglied des preußischenAbgeordnetenhauses, 1867 des Norddeutschen n.seit1870—77 des Deutschen Reichstages u. ist MitglieddesCentralwahlcomitcs derFortschrittspartei, derenOrgan, Die Korrespondenz, er mit Engen Richterredigirt. 1865 begann er mit Schulze-Delitzsch dieHerausgabe der Blätter für Genossenschaftswesen,dann gab er das politisch-volkswirthschaftlrcheWochen-blatt Der Volksfreund heraus u.schr. namentlich überGenossenschaftswesen, social-politische Romane rc. L>
Parisyllabisch (griech.), gleichstlbig.
Parität (v.Lat.), Gleichheit; Gleichberechtigung,Gleichstellung verschiedener physischer u. moralischerPersonen. Die P. im kirchlichen Sinne ist entwederGleichstellung innerhalb des kirchlichen Gebietes, wennz. B. mehrere an einer Kirche angestellte Geistlichegleiche Rechte bezüglich der Seelsorge, Accidentien rc.haben; oder bei verschiedenen Confessions- od. Neli-gionsgenossen innerhalb desselben Territoriums,welche von Seiten deS Staates gleichen Schutz undgleicheVorrechtegenießen. Daher Paritätisch, einVerhältniß, woran verschiedene Religionsparteiengleichberechtigt theilnehnien.
Park, 1)(franz. yaro, angels. pearruo, abgeleitetvon dem deutschen dsrAsn od. dem lat. parsers, d. h.etwas schützendes), großer Lustgarten, welcher eineschöne idealisirte Landschaft darstellen (Landschaftsgar-ten) n. deshalb in freien, nicht regelmäßigen Formenangelegt seinsoll. Der P. muß mit der Größe ».Würdedes Gebäudes, welches er umgibt, im Berhältnißstehen; die Baumgrnppen müssen nicht zu kleinlichangelegt sein, sich frei entwickeln u. Lurch ihre Stell-ung gegen einander n. mit schön geformten, verein-zelt frei in gut gepflegten Rasenflächen stehendenBäumen, sowie durch die Schattirnng ihres Laub-werkes schöne landschaftliche Scenen bilden, mit wel-chen sich entfernte, außer den künstlich unsichtbar ge-machten Grenzen des P-s befindliche Gegenständeverbinden lassen. An geeigneten Stellen angebrachteGebäude, künstliche Ruinen, Felsen, Statuen rc. er-höhen die Anmnth des P-s, doch dürfen sie nicht zuhäufig angebracht sein; dasselbe gilt von Blumen,welche vorzugsweise mir zur Ausschmückung dernächsten Umgebung der Gebäude dienen od. auch inbesondererAbtheilnng vereinigt sein sollen (Blumen-P., engl, klsnsurs ^ronnä). Den größten Re!;pflegen schöne Wasserpartien,natürliche Seen, Teiche,Flüsse rc., verbunden mit sanften Erhebungen desBodens dem P. zu verleihen, wogegen die künstlichenWasseranlagen darin weniger am Platze sind. InEngland, wo man die ausgedehntesten P-anlagenfindet, sind oft größere Theile der die Landhäuser derreichen Grundbesitzer umgebenden Grundstücke mitihren Wäldern, Äckern u. Wiesen durch die Kunst inprächtige P-s umgeschaffen, welche häufig zugleichzur Hegnng von Wildpret dienen (Wild-P.); inDeutschland hat man sie den englischen, allerdingsmeist in verkleinertem Maßstabe, nachgcbildet (Eng-lische Gärten), wozu als die berühmtesten der zuWörlitz, Schwetzingen, Laxenburg, München, Nym-phenbnrg, Reinhardsbrnnn, Mnskan n. a. zu rech-nen sind, denen sich viele neuere anschließen. 2)(Milit.) die ordnungsmäßige Aufstellung von Ge-schützen, Wagen u. sonstigem Kriegsmaterial in La-gern u. Cantonnements sowie bei Belagerungen, derOrt dieser Aufstellung heißt P-platz, die zu dessenBewachung commandirte Trnppenabtheilnug P-wache (s. Artillerie-P. und Festnngskrieg). Fernerwerden häufig auch diejenigen Formationen als P-Sbezeichnet, welche den Transport von Armeebedlirs-nissen aller Art zwischen den Magazinen und demoperirenden Heere zu vermitteln haben wie die Muni-tions- n. Fnhr-P-s (s. Train). t) Wolde.
Park, Mungo, berühmter Afrikareisender, geb.10. Sept. 1771 zu Fowlshiels bei Selkirk in Schott-land, stndirte in ELinburg Medicin, war erst Wund-