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Panzer.
auf der äußeren Seite mit metallenen Schuppen ver-sehene Hausschuhe wurden P-haudschuhe, ausdünnen °Lrahlriugen zusammengesetzte Kleidungs-stücke P-Hemde n.P-schürzen genannt. 2) DaszurBeklcidnngvonVertheidignngswcrkenausMauer-werk benutzte Eisenmaterial, welches die ZerstörungLurch Artilleriefener verhindern soll. Die Panzerungin der Front heißt Stirn-P., die an dm SeitenSeiten-P. P-bauten werden an solchen Punktender Land- und Küstenbefestigung angewandt, derendauernde Vertheidignng von ganz besonderer Wich-tigkeit ist, z. B. zur Sicherung von beherrschendenHöheupnnklen im Vortcrrain einer Festung, zurVertheidignng wichtiger Flußmündungen und fürLandungen günstig gelegener Kllstenpnnkte. P-ban-ten bürgerten sich wegen der Kostspieligkeit des Ma-terials erst allmählich in der Fortification ein. An-fänglich wandte inan nur einfache P-schilde znr Be-kleidung der inneren Brnstwehrböschung in offenenErdbalterien an, od. panzerte die Scharten in kase-mattirten Geschützständcn. Später wurde der ganzevordere Theil der Kasematten aus Eisen hergestetl!und in weitercrEntwickelung, besonders in England,ganze P-batterien und P-forts (Thnrmforts)erbant, deren Kern ans Manerwerk, ans allen Sei-ten mit Eisen gepanzert ist. Die Werke erhieltenmeist eine völlig geschlossene kreisrunde oder ovaleGrnndrißform und wurden in zwei Stockwerken er-baut, ans deren Plattform ein oder mehrere kleinedrehbareP-thürme Aufstellung fanden, um auf demmeist sehr kostspieligen Unterbau von kleiner Grund-fläche möglichst viel Geschütze placiren zu können.Die Panzerung besteht meist ans 3—4 gewalztenEisenplatten von ca. 13 vm Stärke, welche durchHolzsntrer 13—15 ein entfernt von einander gehaltenund in dieser Lage durch starke eiserne Bolzen mitanfzeschranbten, kugelförmigen Köpfen befestigt wer-den. Der vom HolzfutternichtansgesüllteZwischen-raum wird mit Beton od. Eisenconcret ausgegossen.Die ans die Weise gebildeten 0,^—1 in starken P-schilde lehnen sich entweder an starke, mit Eisenblechumhüllte Betonpsciler, wie bei dem Fort lsto man'slauä aus der Rhede von Spithead bei PortSmonth,oder werden durch besondere, sich ans den innerenManerkern stützende Eisenconstrnctionen in senkrech-ter Stellung erhalten. Die eiserne, mit Betonüber-manernug versehene Decke der Forts ruht feindwärtsisolirt von dcrP-wand ans besonderen eisernen Säu-len oder Betonpseilern, während sie sich nach innenaus den Manerkern stützt. Unter den Batteris-ständen liegen die Mnnitionsrännie, ans denen Ge-schosse n. Cartonschen mittels Windevvrrichtiingen bisunmittelbar an die Geschütze gefördert werden. Wäh-rend man in England, Frankreich und anderen euro-päischen Staaten dem Walzeisen, das oben beschrie-bene englische (Lanürvieii) System allgemein adopti-rend, für Panzerungen den Borzug gab, und erst inneuester Zeit Bcrsuche mit Stahlplalten machte, od.Stahl- u. Walzcisenplatten combinirte, um das Ein-dringender Geschosse indas weiche Walzeiscnmaterialzu verhindern, hat man in Deutschland seit 1874das Hartgnßmatcrial sowol sür P-batterien wie fürP-drehthürme angenommen, welches durch ein eigen-thümlichcs Gnßverfahren, unter Anwendung vondes. qualificirtcn Rohstoffen (beides ein Gehcimnißder Hartgußfabrik vonGruson in Buckau beiMagde-
bnrg) die Härte des Stahls in den äußeren Theilender Platten mit der Zähigkeit des Walzeisens in deninneren Theilen derselben verbindet. Die Stärke dereinzelnen Hartgußplatten wechselt je nach dem zu er-wartenden Feuer u. dem Auftreffwinkel der Geschosse,
' bei den schwersten Thürmen erreicht sie in der Näheder Scharten ca. 80 em. P-drehthürme auSWalzeisen sind entweder konisch, wie derjenige imFort 3 beiAntwerpen, der älteste auf dem Continent,1863 nach dem Vorschläge des belgischen GeneralsBrialmont erbaut, od. cylindrisch (Fig. 1) mit flach-gewölbter od. horizontaler Decke aus dünnen Eisen-platten. Drehthürme ans Hartguß (Fig. 2) habeneine kuppelförmige Gestalt. Die Deckplatten derselbenbestehen bei den Thürmen der Landbefestigung ansWalzeisen, bei denjenigen der Küstenbefestigung ausHartguß. Dis P-thürme älterer Construction sindmeist um eine feste senkrechte Achse mittels Hand-kurbel od. Dampfbetrieb drehbar, wobei Rollen unterden Thnrmwändcn, die ans einem Nollkranz vonHaustein laufen, die Bewegung vermitteln. DerLrehmechanismns der neueren Lhürme besteht ge-wöhnlich in einer mittels Handspeichen zu drehendenverticalenWelle(Tninmelbaum),welchedurchWellcn-Transmissionen und Vorgelege ihre Bewegung ansein Zahnrad in der Thnrmgalerie überträgt, dasdirect in einen Zahnkranz an den Thnrmivändeneingreift. Durch Sprachrohrverbindnng vom InnerndesThnrmes zu dem dieDrchvorrichtnng enthalten-den Kasemattenranm des Untergeschosses wird dieDrehbewegung geregelt. Die Aufzüge sür Geschossen. Cartonschen aus den unter dem Thurm liegendenMagazinen münden meist in der Thnrmgalerie. DieThürme der Landbefestignng werden mit 2 15-em-Ringgeschützen, die der Küstenbefestigung entwedermit demselben Kaliber oder mit 1—2 2s-em-Ge-schützen in Minimalscharten-Lafetten armirt. Diebeiden Geschütze stehen parallel nebeneinander imThurm n. erhalten durch die Drehung des letzterenihre Seitenrichtnng. Znm Schutz der Geschützbe-dienung gegen einschlagende Sprengstücke werdendie Scharten durch verschiebbare Eiscnplatten undTaumäntel geschlossen. Nach jeder Lage von Schüssenwerden die Scharten vom Feinde abgedreht n. da-durch das Innere völlig gegen Zerstörung gesichert.Besondere Vorzüge der Hartgnßpanzcrnng gegenWalzcisenpanzernng sind: Die Geschosse zerschellenbeim Änftreffen, während sie in Walzcisenplattencindringcn. Der Ansban der Hartgußthürme geschiehtohne Bolzen und Niete, die bei Walzeiscnthürmen,schweren Geschossen gegenüber, leicht brechen n. diegrößeren Zerstörungen einlciten, endlich die Form-sähigkcit des Materials, die jede beliebige Vertheil-ung der Masse zuläßt. Die Preise beider Arten derPanzerung stellen sich bei annähernd gleicher Sicher-heit der Construction gegen seindliche'Zerstörnng u.bei gleicher Armirung ebenfalls zuGnnsten LesHart-gnßmaterials. Als Beispiel möge noch angeführtwerden, daß ein Thurm sür zwei 28 vm-Geschützeexcl. der Armirung u. des Mauerunterbaucs rund
450.000 LI, ein 28 em-Geschütz incl. Lafette etwa
150.000 LI kostet. 3) In neuester Zeit ist von derKruppschen Fabrik in Essen ein P-geschütz gefer-tigt, bei welchem die Mündung des Rohres derartmit einer verticalen eisernen Wand verbunden ist,daß letztere eine nur derRohrmündung entsprechende