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Pall-Mall
ß wollene, mit Kreuzen bezeichnet- Binde, welche^.MLcn Bischöfen in ihrer Amtstracht über Len Halsi M gxht und mit einem Ende über die Brust, mit demfl ^ andern über die Schulter hängt. Die Erlanbniß,^UdasP. zu tragen, muß den Bischösen ausdrücklichs ^ vom Papst bewilligt sein; die dafür zu entrichtendeni 7 Gelder, Palliengelder, betrugen bis zu 30,000f - Gulden.
Pall-Mall (engl.), 1) so v. w. Mail 1). 2)» - Große, mitAlleen von hohen Bäumen besetzte Stra-k/ ßen in England, den Niederlanden n. Niederdeutsch-s - land, so genannt, weil sie ehedem zu Maillebahnen( dienten; in London eine der bedeutendsten Straßen> / im feinsten Stadltheile.
! ' pallor (lat.), Blässe; den allegorischen Gottheiten> P. und Pavor (Furcht) gelobte Tullns Hostilius' einen Tempel, um seine Römerin! Kampfe mit denz t Fjdenaten zu stärken,s Palm , Maß, so v. w. Palme,i Palm, so v. w. Bnchsbaum, s. Luxus,s Palm, ein gegenwärtig in Württemberg und. Sachsen angesessenes, altes schweizerisches Geschlecht,aus welchem Rudolf als Theilnehmcr an der Er-l. mordung des Kaisers Albrecht I. vorionimt u. wel-iHches durch den schweizerischen Freiheitskrieg seineM dortigen Güter verlor und zur Zeit der ReformationM alsAnhänger derselben sich nach Schwaben wendete.H Mit Johann Heinrichs (geb. 1632, welcher Stadt-) Pfleger der vormaligen Reichsstadt Eßlingen war n.K 1681 starb) drei Söhnen: Johann David, JohannHeinrich n. Jonathan, theilte cs sich in drei Linien,die seit 1735 reichsfreiherrlich und 1738 in die vor-malige reichsnnmiltelbare Ritterschaft der deutschenReichskreise Schwaben, Franken u. am Rhein aus-genommen wurden. Die ältere, 1750znr Reichs-grafen- n. 1783 in die Reichsfürstenwürde erhobeneLinieP.-Gnnd elsing en stiftete Jo h annDav id,geb. 1657, war k. k Geheimer Referendar, Hof-kammerrath n. Generalkricgscommissariats-Direc-tor, leitete 1683 mit dem Grasen Rüdiger von Star-hemberg die Benheidignng Wiens gegen die Türkenund rettete dem Kaiser Leopold I. die ReichskroneUngarns. Er erhielt das Reichsindigenat Ungarnsund seine Nachkommen die Magnatcnwürde diesesLandes; er st. 21. Febr. 1721. Diese Linie erloschM mit Lessen Urenkel, dem Fürsten Karl, 14. Der. 1851.i Die mittlere Linie starb 1810 ans, so daß nur nochdie dritte freiherrliche blüht. Lagai.
^ Palm, JohannPyilipp, deutscher Märtyrer,Wgcb. 1766 in Schondorf; wurde Buchhändler undAM erwarb als Schwiegersohn des Buchhändlers SteinM UnNürnberg dieSteinscheBuchhandlung. I806verDO sandte er, ohne Len Inhalt der Schrift zu kennen,«Weine Flugschrift: Deutschland in seiner tiefsten Er-- niedrigung, die sehr bittere Bemerkungen über Na-poleon und über das Betragen der französischenTruppen in Bayern enthielt, an die Stagesche Buch-handlung in Augsburg. Die Lrochüre gerieth zu-fällig in die Hände französischer Offiziere, und derAugsburger Buchhändler wurde sogleich festgcnom-mcn, auch P. wurde von denGensdarmen ergriffenu. nach kurzem Verhör nach Ansbach zu BernaLolte,von da ohne Berhör weiter nach Braunau gebrachtlind dort nach kriegsgerichtlichem Spruch 26. A»g.erschossen. König Ludwig I. ließ an P-s Hans inNürnberg eine Gedenktafel anbringen u. in Braunem
i wurde ihm ein Standbild errichtet. A. Ringler n.L. Eckardt haben P. zum Helden von Trauerspielen.benutzt. V-rgl. Biographie Johann Philipp P-s,Münch. 1842. Henne-Am Rhyn.
Palma, 1) (Ciudad de las Palmas) feste Haupt-stadt der span. Prov. der Balearen, auf der Süd-westküste der Insel Mallorca, in reizender Lage aufeinem Hügel im Hintergründe der gleichnam. Bai,Station der Eisenbahn vonP.nachJnca, von einerLurch 13 Batterien verthcidigten Mauer mit 8 Tho-ren umgeben, mit regelmäßigen Straßen, stattlichenHäusern, schönen öffentlichen Plätzen und hübschenPromenaden. Unter Len hervorragenden Gebäudensind die merkwürdigsten: die Kathedrale, ein gothi-scher, unter Jakob I. von Aragonien begonnenerPrachtbau mit drei Schissen und dem marmornenGrabmal Jakobs II. von Aragonien; das Domini-canerkloster mit dem prächtigen Grabmale des Mar-quis de la Romana; das Börsengebäude (Lonja),ein großer gothischer Ban ans dem l5.Jahrh.; dasebenfalls gothische Stadthaus, mit der berühmtensogen, balearischen Uhr n. einerGemäldesammlung;der königliche Palast, ehemals die Residenz mauri-scher Fürsten, jetzt Sitz des Generalcapitauats unddes Obergerichts, ein großes, alterthümliches Ge-bäude mit schönen Gärten; ferner zahlreiche Palästereicher Adelsgeschlechter, manche mit werthvollenKunstsammlungen u. Bibliotheken. P. ist Sitz desGeneralcapitäns der Balearen, eines Bischofs undeines Obergerichts, hat 7 Kirchen, 11 Nonnen- und15 ehemalige Mönchsklöster, mehrere Hospitäler,Collegium (früher auch eine Universität), Seminar,Nautische Schule, Zeichnenakademie n. andere Un-terrichlsanstalten,zwci öffentliche Bibliotheken, Börse,Theater, Kasernen, Gefangenhäuser; Fabriken inLeinwand, Wollen- u. Seidenzengen, Hüten, starkeSchuhmacherei, Fischerei, Hafen, lebhafter Handel.(Anssuhrartikel: Wein, Oliven, Mandelöl, Süd-früchte, Branntwein, Liqueure, Käse, Häute, Pott-asche, Seife, Lederwaaren, irdene Waaren ec.; Ein-fuhrartikel: Colonial-u.Mannfactnrwaaren,Baum-wolle, Glas, Porzellan, Eisen, Holz, Steinkohlen,Petroleum, Getreide rc.); 1860: 42,910 Ew. Derauch großen Seeschiffen zugängliche Hafen von P.besitzt einen 1385 in langen Molo. 1874 liefenein 1260 Schiffe (meist unter spanischer Flagge) von88,742 Tonnen Gehalt. Der Leuchtthnrm steht beidem etwas wcstl. liegenden kleinen HafenortePuertoPy, welcher durch zwei Forts vertheibigt wird. 2)(P. del Rio) Stadt in der span. Prov. Cordova(Andalusien), an der Mündung des Jcnil in denGuadalquivir, Station der Eisenbahnlinie Manza-nares-Cordova-Sevilla; Kupferminen, Ölmühlen;5391 Ew. 8) (La P.) Stadt in der span. ProvinzHuelva (Andalusien), Station der EisenbahnlinieÄlbaccte-Cartagena pTheater, hübsche Promenaden;Ölmühlen, Branntweinbrennereien, Töpfereien,l Ziegelbrennercien, Wein- u. Ölbau und eine drei-tägige Messe (im Sept.); 4112 Ew. 4) Eine der^vcstl. Canarischen Inseln (WAfrika), ca. 650 Usicmgroß mit 1860: 31,405 Ew.; ist wie alle Canarischen' Inseln gebirgig, vulkanisch, einzelne Gipfel steigen bisi übcr 2000 in ans; die dicht bewaldeten Kuppen der! Berge sind einen Thcil des Jahres mit Schnee be-deckt, wodurch eine meist gute Bewässerung der Inselveranlaßt wird; der Boden besteht ans vulkanischem