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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Ouvirnnüru. — Lverbeck.

nicht allein jede Einleitung, sondern jeder selbständiggere Jnstrnmentalsatz bezeichnet wnrde. Lully ver-wendete bei seinen Opern eine znr nachfolgendenHandlung in gar keiner Beziehung stehende O., die>nit einem kurzen Grave anhob, worauf ein rascher(auch sugirter) Satz folgte, der nach einer weiterenlangjamen Einleitung wiederholt wnrde. Diese ArtO. spann Bach in seinen Orchestersuiten weiter auS,während Händel zu seinen Oratorien wesentlich be-deutsamere Einleitungen schuf. Ans dem Gebiete derOper componirtc zuerst Gluck eine ans zwei contrasti-rcudcnHanptmotivcncntwickelteO.,dieausdiedrama-tischeHandlnng genauen Bezug hatte; dieselbe wurdesodann von Mozart u. Beethoven zu einem ge-waltigen Orchcsterprolog ansgcbildet, der mit zwin-gendem Ausdruck in Situation und Stimmung derHandlung eiufnhrt. C. M. von Weber entnahmnicht allein einzelne Momente, sondern die Haupt-motive seiner O-n den betreffenden Opern, gab aberdadurch Veranlassung zu bloß potponrriemäßigcrZnsammenfngnngderO., währendRichard Wag-ner u. A. zum Theil auf das an keine bcstimintcForm gebundene Vorspiel zurückgingcu. Es gibtaußerdem noch dieConcert - O. (z. B. O. zur schö-nen Melusine, oder Meeresstille n. glückliche Fahrtvon Mendelssohn): ein selbständiges Jnstrnmcntal-werk, das keiner dramatischen Handlung vorausgeht,aber gewisse Stimmungen wiedcrzngcbcn sucht, dieLurch einen dramatischen Vorgang, ein Gedicht, ge-weckt wurden. Si-bcnro-k.

Ouviraoära ck->ek.27r., Pflanzcngatt.ans dcrFam.Xojacknesao, ausgezeichnet dadurch, daß in den läng-lichen Blattsprciten zwischen den Längsnerven u. denzahlreichen Quernerven Las Diachym nicht ent-wickelt ist, so daß das Blatt einem Gitter ähnlich ist,daher 0. ksuvstralis I^et. 2Vr. (Gitterplanze); Hci-math Madagascar. Engkr.

vuvrsge (fr.), Werk. In der Mehrzahl Ouvra^es,Festungswerke.

Ouvrisr (sr.), Arbeiter, Handwerker.

Oväda, Stadt in der ital. Prov.Alessandria, amEinfluß der Stura in die Orba; Wein- u. Seiden-bau, Weberei; 7058 Ew.

Ovaherrcro (Herero, Herrero), Negervolk derBnndasamilic im westl. Theile SAfrikas; der westl.Theil eines größeren Volkes, welches fälschlich Da-mara, Damra, Dama genannt wird n. sich im O.Ova-enbandschern nennt; wohnt zwischen 22° 58' u.19° 30' s. Br. und 14° 20' ö. L. bis westlich vomNgamisce; im SW. der Ovampo (s. d.). JhrLandist meist Hochland, welches sich bis etwa 6000 Fußerhebt, bewässert von dem Serakox u. Canna undderen oberen Zuflüssen. Die O. sind tief schwarz,von starkem Körperbau, sehr kräftig u. gewandt, zu-meist sind sie Nomaden und treiben ausgedehnteRindvieh- n. Schafzucht, doch bebauen sie auch denBoden n. wissen LieEisenerze ihresLandcs zu bear-beiten. Ihrer Sage nach sind sie von Sk. gekommenu. haben die Buschmänner vertrieben. Die Missio-nen daselbst sind erfolgreich. Jos. Hahn, Die O.,Zcitschr. für Erdkunde, Berl. 1868, S. 193, 493 u.1869, S. 226 u. 482. Der Missionar Hahn (s. d. 7)machte sich um die Erforschung ihrer Sprache ver-dient. Soymix.

Ovalan, eine der Fidschiinseln mit einem schönenHafen aus der Ostseite (Levuka).

Ovale, eine in sich selbst znrllcklaufende krumme sLinie, welche von jedem ihrer zwei ungleichen n. anf-einander senkrechten Hanptdnrchmesscr in zwei con- lgrncnte Theile gcthcilt wird. Jede Ellipse ist dahereine O., nur nicht umgekehrt jede O. eine Ellipse. >

Ovs marma, Vkccreicr, eine Art Echiniden von !Eiform. !

Ovampo (Ova-mpo, Ovambo), Negervolk auf lder Westküste SAfrikas, nordöstl. von den Ovahe- .rero; sic gehören znr Gruppe der Bautnneger, sind -ein seßhaftes Volk, treiben Acker- und Gartenbau,Eiscnfabrikation n. andere Industriezweige, u. ihre ^Hauptstadt Ondonga liegt in einer fruchtbaren, gutcnltivirteu Gegend. Galton, Bericht eines Forschersim trop. SAfrika, Lpz. 1854.

Ovar, Stadt im District Aveiro der portngies. >Prov.Beira, am nördl. Ufer des- gleichuam. Strand- lsces u. unweit des Atlantischen Meeres, Station derEisenbahn Lissabon-Oporto; Fischfang, lebhafter lHandel, regelmäßige Dampfschifssvcrbiudung mit iAveiro; 10,360 Ew.

Orarlum (lat.), 1) Eierstock. 2) (6grmsn), so v.w. Fruchtknoten, s. Bltithe, S. 574.

Lväry, Leopold, hervorragenderungar. Diplo-matiker u.Paläograph.geb. 1834 zu Vcßprim, machteseine Studien in seiner Vaterstadt, dann in Papa,Pest u. Wien, u. wandte sich hierauf der magyari-schen Publicistik zu. Die Thatcn Garibaldis veran-laßten ihn zum Eintritt in italienische Kriegsdienste(1860), wo er sich sehr auszcichnete n. mit der ita-lienischen Tapferkcitsmcdaille belohnt wnrde. Von1862 nahm er seinen Aufenthalt in Neapel, setzteseine unterbrochenen, bes. archivalischen Studien fortu. schrieb später über die Ergebnisse derselben in ita-lienische Blätter in so ausgezeichneter Weise, daß ihmn.A. eine Abhandlung über die Pergamente der An-jou-Dynastie n. die Docnmente des sarnesischcn Ar- ^chivs in Neapel (16. Jahrh.) die glänzendste Aner-kennung verschaffte n. ihm den italienischen Kronen- iordcn cinbrachte. Seit 1871 hatte ihn die Ungarische ;Akademie zu ihrem Bevollmächtigten in Italien er- inannt. Ans Vorschlag der Akademie beauftragte ihn i1876 die ungarische Regierung mit der Berichter- >stattnng über die ihm in nahezu lljähriger Thätig- jkeit genau bekannt gewordenen größeren Archive sItaliens n. mit der Ausarbeitung eines Organisa- ftionsentwurfes flir die königlich ungarischen Archive.

O. entledigte sich dieses ehrenvollen Auftrags mitsolcher Umsicht ».Geschick, daß ihn die Auftraggebern» izum zweiten ungarischen Staatsarchivar ernannte u. ^nach Bnda-Pcst berief, wo er, mit Sichtung seinerreichen Sammlungen n. den Obliegenheiten seinerneuen wichtigenStellung beschäftigt,weilt.Booch-Arkosst. j

Ovation, bei den alten Römern znr Zeit der Re- spublik Auszeichnung für den Feldherrn, wenn die iBedingungeu zum Triumphe fehlten, welche aber (diesem zunächst stand. j

vvstus, eiförmig, j. Blatt, S. 500. '

Overbeck, 1) Christian Adolf, deutscher Dich- iter, geb. in Lübeck 21. Aug. 1755; Obergerichts- -procurator in Lübeck, dann Syndicns des Domra-pitels, Consnlent der Bürgerschaft, Senator n. unter (der napoleonischen Herrschaft Vorstand einiger Ad- kministrativämter, nach 1814 Bürgermeister u. Prä- lfsident des Obergerichts; st. 9. Mürz 1821. Er sehr.: ;Sammlung vermischter Gedichte, Lüb. 1794; Ana- (