832 Metrorrhcxis
Mctrorrhexis,ZerreißungderGebärmntter, einbei schweren Entbindungen vorkommcndes Ereigniß.
lVIotrosiüoi'os Saertw., Pflanzengatt. aus derFam.der LI)rtaooao-I-spto8psrmsa.s (XII. 1.), Bäumeu. Sträncher mit großen, in 2—3theilige endständigeoder axilläre Trngdolden gestellten Blüthcn; Artenzahlreich, meist australisch, Zierpflanzen; LI. veraWaldbaum auf den Molukken, hatzweier-lei Holz, das äußercwcich, das innere hart n. schwer(Eisenholz), unvergänglich im Wasser wie in der Erde,deshalb von den Chinesen zur Fertigung von An-kern benutzt. Die bittere, herbe Rinde dient gegenDurchfall und Schleimflüsse. Engter.
Metröskop (v. Griech.), Mutterspiegel, Instru-ment zur Untersuchung des Uterus.
Metrötom (v. Griech.), 1) Instrument, Messerzur Verrichtnngdes Kaiserschnittes (Metrotomie); 2)Arzt, der ihn macht.
Metrum (v. Griech.), das Maß, bes. das Silben-oder Versmaß, s. n. Poetik.
Metsn, Gabriel, berühmter Holland. Gcnre-maler, geb. um 1630 inLeyden, st. 1669 in Amster-dam, der Sohn eines flamländischen Malers; trat1648 in die Leydener Malergilde, zog 1650 ansseiner Vaterstadt weg und erhielt 1659 das Amster-damer Bürgerrecht. Wer sein Lehrmeister war, istunbekannt, jedenfalls bildete er sich nach Tcrburgn. G. Dow, aber schon als Kabinetsmaler mußte erdem Licht u. Schatten sein volles Studium znwen-den u. somit auch von Rembrandt lernen. Auch anvan Dyck erinnert Manches. M. ist ein ausgespro-chener Jdyllenmaler; sein Hanptthcma das Heitere,Schlichte, Sinnige und doch Gewöhnliche im Lebenund Treiben der Menschen. Humor liegt ihm ferne.In seinen Bildern spiegelt sich das gemüthliche, zu-friedene, rein bürgerliche Holland seiner Zeit. Essind Conversationsbilder aller Art, aber sic zeigenauch Jagdhunde n. Wild, Fische n. Geflügel, ja seineWildpret- n. Gcflügelbnden zählen zum Besten, waser geschaffen. Auch Einzelsiguren in behaglicher Ruheliebt er zu malen. Das Leidenschaftliche hat keinenWerth für Nt. Dabei ist er Meister in der Charakte-ristik. Auch biblische Stoffe, Allegorien und lebens-große Figuren haben wir von ihm, aber er verließdamit sein Gebiet: das naive Genre. Dresden besitztmehrere seiner besten Bilder: Len Geflügelhändler;Len Handel um den Hasen; Die Spitzenklöpplerin;Kassel: Die verstimmte Laute rc.; die Eremitage inSt. Petersburg: Eine Mahlzeit; Eine krankeDame;Amsterdam in van der Hoops Sammlung: Das Ge-schenk des Jägers; den alten Trinker rc.; Berlin:des Künstlers Selbstbildnis) rc. Regnet.
Alett, vomFctrabgesondertes gehacktesSchweine-flcisch, wovon die Mettwurst gemacht wird.
Meltau, linker, etwa 70 Am langer Nebenflußder Elbe in Böhmen, entspringt im westl. Theile
— Mettenlcitcr.
des Glatzer Gebirges unweit Adersbach, nimmt denAlscherbach anf n. mündet gegenüber von Josephstadt.
Mette, entweder von Liatniinnin od. von Oau-tn8 Llotbonsis (nach der berühmten Singschnle inMetz), der Friihgottesdienst vor Aufgang der Sonne,dann der entsprechende längere Thcil im Brevier.Meist wird die M. am Abend vorher im Chor gesnn-gen od.von dcnPriestern still gebetet. Luther wollte M.wie Vesper anfangs beibehalten, doch kam sie überallin Abgang außer Lcr Christ-M. an manchen Orten.
Metten, Kirchdorf im Bez.-Amt Deggendorf desbayer.Regbez. Riederbayern, am Rande der Donau-ebene; Bierbrauerei,Steinbrüche; 1875: 2229EW.
— Dabei das von Karl d. Gr. 791 gestiftete, 1808aufgehobene und 1830 wieder hergestellte Benedic-tinerkloster mit Stndienanstalt (Gymnasinm n. Latein-schule mit einem Kloster- n. bischöflichen Seminar).Vgl. Mittermüller, Das Kloster M., Straub. 1857;Aichinger, Das KlosterM., Landsh. 1859.
Mcttenlcitcr, 1) Johann Michael, Maler,Hofkupferstecher n. königl. bayer.Stenerkataster-Jn-spector, geb. 1765 in Großküchen; erhielt, 10 Jahrealt, in Rom, wohin sein Bruder Jakob M. ihnmitgenommen, Len ersten Knnstnnterrichl, bildetesich unter diesem in Augsburg und von 1782 unterDorner in München fort n. widmete sich darauf demRadiren, worin er namentlich in seinen Blättern fürWestenrieders Geschichtswerk Chodowiccky glcichkam.Anch schmückte Al. das kurfürstliche Cabinet im Hirsch-garten beiNymphenbnrg mit Malereien n. arbeitetemit Westenricder an der Vervollkommnung der Li-thographie (vertieften Manier), was seinen Ruf nachWarschau zur Einrichtung einer lithographischen An-stalt für Las Obercommando zur Folge hatte. Erst. 19. März 1853 inPassan. 2)Johan» Georg,geb. 6. April 1812 zu St. Ullrich in Württemberg;bereitete sich zum Lehrfache vor, wurde 1837 Chor-regent in Oeftingen, 1839 Organist am Dom und1811 Chorregent an der Stiftskirche in Regensburg,wo er sich mit Canonicns Or. Proske um die kathol.Kirchenmusik große Verdienste erwarb. Von ihm istdas Werk Lrwlliridion (Regensb. 1852); er starb6. Oct. 1858. 3) D ominicus, Historiker, Bruderdes Vorigen, geb. 20. Mai 1822 in Thonhausen inWürttemberg; wurde nach vollendeten theologischenStudien 1816 Vicar n. Priester am Stift der altenKapelle zu Regensburg, gest. 2. Mai 1868. Er schr.:Geschichte des heil. Thomas von Agnina, Regensb.1857; Llusiea, Archiv für Wissenschaft, Geschichte,Ästhetik n. Literatur der heiligen u. profanen Ton-kunst, Brix. 1866; Musikgeschichte derStadt Regens-burg,Regensb. 1866; Musikgeschichte der Oberpfalz,Amberg 1867; Orlando di I-asso, Registratur fürdie Gesch. derMnsik in Bayern, Brix. 1868. Außer-dem pnblicirte M. noch mehrere asketische Schriften.
1) Regnet. 2) Siebenrock. 3) Beyer.
Berzeichnif; der Illustrationen zum zwölften Band.
F a r t c n:
London .
Mecklenburg.
Menschenracen.
Tase ln:
Landmirthschascliche Maschinen i-, n., III.. . . . .
Seite
320
783
Optik III. . .Mechanik VI. .MagnetismusMaschinenlehre I.
Linse ....Manometer Fig. 1.
Zm Lcrt:
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