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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
Seite
791
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sßloiistminui — Lleutlin.

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nicht statt, da M. an jedem Tage des Monats vor-kommt. Die subjektiven Erschcinnngen, welche dieM. zn begleiten Pflegen, sind in einer Anzahl Fällegleich Null, in anderen bestehen mäßige, vom Kreuznach den Geschlechtstheilen drängende od. kolikähn-i liche schmerzen im Leibe, namentlich vor Durchbruchder Periode; in noch anderen Fällen unerträglicheSchmerzen, die erst mit dem Fließen des BlutesNachlassen. Diese Schmerzen beruhen meist in Lagc-umändernngen der Gebärmutter, in Entartungender Eierstöcke u. sonstigen krankhaften Veränderun-gen der Geschlechtsorgane. In physiologischerWeise verschwindet die M. mit Eintritt der Schwan-gerschaft n. stellt sich erst wieder mit dem Anfhörendes Säugegeschäfts ein; es gilt das plötzliche Weg-bleiben der M. bei gesunden Frauen als bestes Zei-^ chen eingetretener Schwangerschaft, u. nur in weni-gen Fällen haben Schwangere in den ersten Schwan-gerschastsmonaten noch die M. Selbstverständlichkann jedoch diesesZeichen nicht als ein absolut siche-res betrachtet werden, da es auch bei gesundenFrauen Berhältuisse gibt, die, ohne daß Schwanger-schaft eingetrctcn ist, eine Unterdrückung der M. zurFolge haben können. In solchen Verhältnissen letz-! terer Art Pflegen zwar zur gewohnten Zeit der M.die Vorläufer (Llolimina monstrnalia) der M., wieKrcnzschmerz, Ziehen im Unterlcibe, od. krankhafte,

! durch Zurückhaltung der gewohnten Blntansschcid-^ ung bedingte Erscheinungen, wie Schwere in denGliedern, Kopfschmerz, Störung des Gesammtbcfin-dens, nicht zn fehlen, allein auch diese Kriterien sindunsicher. Nicht selten kehrt bald nach der Geburttrotz des Stillens die M. mehr oder weniger regel-mäßig wieder, n. es entsteht die Frage: hat dadurchder Säugling oder die Mutter Nachtheil u. muß dasStillen eingestellt werden? Die Erfahrung lehrt,daß eine sonst kräftige Mutter ruhig weiter stillenkann u. dein Säugling kein Schaden zugefügt wird;nur schwächliche Mütter müssen entwöhnen, da dasStillen zn stärkerer Menstrualblutung anrcgt u. letz-tere, sowie die Milchabgabe, die Schwäche der Muttersteigert. Selbstverständlich taugt unter solchen Um-ständen auch die Milch für den Säugling nichts.In krankhafter Weise bleibt Plötzlich oder all-mählich die M. aus (Llonostaso) in blutleeren Zn-i ständen nach erschöpfenden Krankheiten, bei Bleich-sucht, nach Schreck, nach plötzlichen Erkältungen na-mentlich der Fuße, z. B. häufig nach Waten in kühlemWasser bei gerade fließender M., bei gewissen Krank-' heiten der Gebärorgane rc. Bisweilen kommt es in, anderen Organen, namentl. im Magen n. in den Lun-gen, zn periodischen Blutungen, während sie in denGeschlechtsorganen fehlen (vicarirende M.). Kunze.

^ Monstrnum (lat.), ein Anflösungsmittel.

Mensur (v. Lat.), so v. w. Maß; in der Tanz-kunst die gehörige Entfernung, in welcher die Füßen. Hände beim Tanzen von einander und vom Kör-per gehalten werden müssen, auch dis Entfernung,in welcher sich die tanzenden Personen von einanderhalten müssen; in der Fechtkunst sowol die Stelle, wobeide Klingen beim Stoßfechten einander berühren,als auch der äußerste Raum ans dem Kampfplatze,auf welchen sich Duellanten bewegen; daher Ai. alsStudentenausdrnck gleichbedeutend mit Duell selbst.In der Musik Werth der verschiedenen Arten vonNoten; die Eintheilung verschiedener Noten zn einem

Tact(franz.1a mosnro, der Tack); das Tempo, nachwelchem die verschiedenen Noten gespielt werden; dieeigenthiimliche Dicke od. Größe der Orgelpfeifen nachBeschaffenheit der Register und des Materials, z. B.Zinn od. Holz; man spricht daher von einer Princi-pal-, Flöten- nnd Trompeten-M., von Pfeifwerk vonenger od. weiter M., daher auch mensnriren, diePfeife hinsichtlich der M. einrichten; beim Klavieru. bei anderen Saiteninstrumenten die richtige Länge,Stärke u. Spannung der Saiten; davon hängt dassogenannte gute Stehen in der Stimmung ab; un-richtig inensnrirte Instrumente halten die Stimmungnicht, oder die Saiten reißen. Flnssigkeitsmaß vonZinn, Steingut, Porzellan mit vortretenden vertief-ten Theilstrichen im Inneren. In der Bildhauer-kunst das Maß, nach welchem die Theile des Mo-dells auf dem Blocke mit Zirkel und Bleiloth aufge«tragen werden.

Mensurabel (v. Lat.), meßbar.

Mensnralmnsik, Mensnralgssang, Fignral-mnsik (eanto misurato), die Musik, bei welcher dieNoten verschiedenen Zeitwerth besitzen, zum Unter-schied von dem Choralgesang (mnsiea xlona, ean-tus olioralis), wo jeder Ton gleich lang ausgehaltenwird. Die verschieden gearteten Noten des hebräi-schen u. griechischen Gesanges wurden lediglich durchdie Prosodie der Sprache bedingt n. dienten auch beidem an und für sich ans gleichartigen Tönen zusam-mengesetzten Gregorianischen Gesang nur zum Her-vorhcben der Zeilenschlllsse. Als Notenschrift wur-den die Nummern gebraucht; erst im 12. Jahrh.,mit dem Aufblühen der Mehrstimmigkeit, entstanddie Mensuralnotenschrift, indem man für das Zeichender Länge die Longa für das Zeichen der Kürzedie Brevis » festsetzten, durch Theilung u. Verläng-erung derselben mehr u. mehr Noten verschiedenenZeitwerthes gewann. Siebe,irock.

Mentästra (v. Lat. u. Gr.), so v. w. Bartflechte.

Mental . .. (v. Lat.), 1) (von Llsntnm, dasKinn), auf das Kinn sich beziehend, Arterien, Ve-nen, Nerven rc.; 2) (von Liens, Verstand, Seele),auf das Innere, auf die Gedanken sich beziehend.DaherM - reservation (Reservatio mentalis), beieinem Eide Vorbehalt in Gedanken, wodurch manetwas von diesem ausschließt; ist nach jesuitischer So-phistik in einzelnen Fällen zugestanden.

Mcntäna, Flecken in der ital. Prov. Rom, mitSchloß n. k»2ö Ew. M., das alte Nomcntnm, warim frühen Mittelalter Bischofsitz. — Hier 3. Nov.1867 Niederlage Garibaldis durch die Päpstlichenunter Kanzler und Franzosen unter Failly. 28. Nov.1877 Enthüllung des Denkmals für die gefallenenItaliener.

Mcntnway- (Mcntaveh-) Inseln, eine un-ter niederländ. Oberhoheit stehende Inselgruppe ander WKüste von Sumatra im Jnd. Archipel, mitmalaiischer Bevölkerung; Hanptinseln: Si Birn,Pora od. Sipora, N.° n. S.-Poggi od. Podji.

Monika L., Pflanzengatt, aus der Fam. der Ra-biatae-Satnrözsas lXIV.l.L.), Blnmcnkrone trich-ter-rachenförmig, fast vierspaltig mit gleichen Lappen,nur der obere ansgcrandet, in der Röhre keine Haar-leiste; Staubblätter von einander entfernt, gerade,nach obenhin auseinander trctend.Stanbbentel gleich-laufend, mirgleichlanfendenLängsritzen aufspringend