Mcnschcnfrcssvr — Mciischenraccn.
matische, religiös-sittliche Leben. Nur wo die Plato-!Körperbaues, der Haut und Haare rc. einischePhilosophie einwirkt, iu den alttestamentlichcn wird. Es erscheint dem Laien nicht schwer, die Grcn-
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c. eingethcilr
Apokryphen, zum Theil bei Paulus u. Johannes,findet sich die Dreitheilung (Trichotomie) des M-enin Leib, Seele u. Geist, die dann auch bei den älte-ren Kirchenlehrern öfters wiederkehrt, seit JohannesDcunascenus übrigens verschwindet. Die biblisch-kirchliche Anschauung vom M-en unterscheidet sichalso nicht wesentlich von der allgemein menschlichen,wie sie in allen Sprachen ähnlich sich ausgeprägthat, nur daß ihn die religiös-sittliche Anlage n. Be-stimmung des M-en, sowie die teleologische Bezieh-ung der 'Natur ans dem M-en hin die Hauptsacheist. DieS ist schon in den Leiden biblischen Schöps-ililgsdarstellungen 1. Mos. 1 bis 2, 3 und 2, 4 ff.als Grundgedanke enthalten. Daß der M. geschaffensei zu Gottes Ebenbild, 1. Mos. 1, 27, geschaffenaus einem Erdenklos Lurch Einhauchung des gött-lichen Geistes zu einer lebendigen Seele, 1. Mos. 2,7, znm Verkehr mit Gott, der durch kein Sünden-bewnßtsein getrübt ist, 2. Mos. 2, 16 ff., darin liegtschon die ganze biblische Anschauung von der reli-giös-sittlichen Anlage des M-en ausgesprochen. Dieteleologische Beziehung der Natur znm M-en ver-anschaulicht die erste Schöpsnngsdarstellnng, indemsie den M-en als letztes Wesen geschaffen sein läßt,dem Gott über alles zuvor Geschaffene die Herrschaftüberträgt, während die zweite Schöpsnngsdarstellimg denselben Gedanken so ausdrückt, daß sie denM-en (Adam) znm ersten Geschöpf Gottes ans Er-den macht, um dessenwillen dann alle anderen, Bäume,Thicre, zuletzt das Weib (Eva) gemacht werde». Diekirchliche Lehre hat dann freilich den Grundgedankenvon 1. Mos. 2, 3 gänzlich mißverstanden. Die my-thisch-symbolische Darstellung des Gedankens,den die pessimistische Weisheit der Hebräer Prcd. 1,17, 18 n. Paulus als Endergebnis) der alttestament-lichen religiösen Eniwickclnng, Röm. 7, ansspricht,daß die Erkenntniß des Guten n. Bösen für sich alleindem M-en nur seine Sünde zum Bewußtsein bringeu. dadurch verdammend n. tödtend wirke, wurde alshistorische Darstellung deS Urstandes (statusoriginis) des M-en ansgesaßt. In den confessionellverschiedenen Lehren vom Urständ des M-cn reflec-tirte sich dann die ganze Verschiedenheit der Lehrevon göttlicher Gnade und dem freien Willen. Diekatholische Lehre, an die Unterscheidung der älterenKirchenlehren zwischen rrr-w-- (lunr^o) n. öuorwarL(simikitmcko) nach unrichtigerErklärnng der entspre-chenden hebräischen Ausdrücke in 1. Mos. 1, anknllpf-end, betrachtet die similitncko cksi, die actuelle ur-sprüngliche Gerechtigkeit (fnstitia ori§inakis), nurals äcmum mipsraäckitmm, als übernatürliches Gna-dengeschenk, so daß also der M. durch Len Sünden-sall blieb, was er war, insbesondere den freien Wil-len behielt. Dagegen die protestantische, insbeson-dere lutherische Lehre, steht die sustütia, ori^inalisals mitgeschaffen (eouorsata) an, so daß der Sün-dmsall eine völligeVerderbniß des M-en, die völligeUnfreiheit seines Willens zur Folge hat. Vgl. Wirsichen, Die Idee des M-en, Gotting. 1868. Löffler.
Menschenfresser, s. Anthropophagen.
Menschenhai, Fisch, s. u. Haifische.
Menschenopfer, s. u. Opfer.
Menschenracen, die Gruppen, in welche dasMenschengeschlecht nach den Verschiedenheiten des
zen zwischen den verschiedenem M. zu ziehen, n. dochkommt Crawfnrd, Präsident der ethnologischen Ge-sellschaft zu London, in einer großen Arbeit über dieClassification der M. znm Schluß, daß es außerhalbunserer Macht liege, die M. ebenso zu classificiren,wie wir es mit Len Pflanzen und Thicren machen,und daß die Versuche, es trotzdem ausznführen, un-wissenschaftlich und trügerisch seien. Woher dieseSchwierigkeiten stammen, ist leicht verständlich; hatman sich doch noch nicht einmal darüber allgemeingeeinigt, ob das gesammte Menschengeschlecht voneinem einzigen Paare abstamme, also von einemSchöpfnngsccntrnm ans sich über die Erde verbrei-tete, wie es die Genesis lehrt, oder ob verschiedeneSchöpfungscentren anznnehmen sind, was wissen-schaftlich entschieden viel wahrscheinlicher ist. Im er-steren Falle gehören alle Menschen derselben Spe-cies an und die Raccuverschicdcnheiten wurden imLaufe der Zeit bedingt durch Klima, Nahrung undeine große Menge von anderen äußeren Einflüssen.Im zweiten Falle aber vererbten sich die besonderenRacencigcnthnmlichkeitcn auf die nachfolgenden Ge-schlechter n. bildet jedeRacc auch eineSpeciesfürsich.
Welche Eigenthümlichkeiten sind beiderRaceneintheilnng zu berücksichtigen? Greiftman, wie es Hackel neuerlichgcthan, nurdieHaareheraus, so entsteht ein künstliches System mit nochgrößeren Nachtheilen, als die des Linneschen Pflan-zcnsystems. Nimmt man aber Schavelban, Haare,Hautfarbe und andere Körpertheile, so zeigen sich soviele Übergänge, daß auch da eine scharfe Grenzenicht zu ziehen ist, und zwar wenigstens theilwcisedeshalb, weil die verschiedensten M. sich fruchtbarvermischen können. Dies gibt also auch keinen An-halt für die Entscheidung der Frage, ob die M. Ar-ten od. nur Varietäten einer Art sind. Das 1. BuchMosis (Cap. X) führt die Verschiedenheit der demVerfasser bekanntcnM. auf diedrci mythischen Söhnedes Noah, Sem, Ham und Japhet, zurück. Manhat diesen Punkt anfgegrifjen n. als Semiten dieInden und Araber, als Hamiten die NAfrikanerund als Japhetiten die weißen Völker Europasn. die gelblichen Asiaten unterschieden. Damit aberwird auch angenommen, daß sich die Menschen voneinem Ursitzc ans allmählich über die Erde verbrei-teten. Dagegen wird jetzt fast allgemein als richtigangenommen, daß wir überhaupt nicht von einemUrsitz des Menschengeschlechts ansgehcn können, son-dern verschiedene, wahrscheinlich zahlreiche Urpaarean verschiedenen Stellen der Erde annehmen müssen.
Tie so sehr verschiedene geistige Entwickelung derverschiedenen Menschenstämme istauf dieBerschieden-heit in der Ausbildung des Gehirns, also auch desSchädels, zurückzuführen. Wenn nun auch die Ein-theilnng der Schädel in dolicho- und brachycephale,in ortho- n. prognathe Schädel, wie sie seit Retziusin immer vollkommenerem Maße zur Anwendungkommt, neue Anhaltspunkte zur Unterscheidung gibt,so ist dies doch noch durchaus nicht genügend. Einsehr wesentliches Moment schien die Verschiedenheitder Sprachen zu bilden; sie werden wie Religion,Staatsverhältnisse u. derCnltnrgrad imAllgemeinenvon der Entwickelung des Gehirns beeinflußt sein.Während gerade die'hvchstentwickelten Völker flecti-