Mastixbanm, 1) (Mastixpistacic) s. ». Nistaola; ^2) Indianischer M. ist dalopIiMnmapstnlnin.
Mastkorb, s. u. Mars.
Mastodon <7rw.(2last<Mcrinm, Zitzenzahn), fos- ^silc Sängethiergattnng ans der Familie der Rüssel- ^thierc; diese Thicrc hatten diel Ähnlichkeit mit denElephanten (Füße, Rüssel, Stoßzähne), doch hatten^die zahlreicheren Backenzähne starke, zitzenförmige,Spitzen. Die größeren Stoßzähne des Oberkiefers^waren schwach gebogen, während in dein Unterkiefer2 kürzere gerade saßen. Man unterscheidet folgendeArten: a) 21. Aixnntsns (21. olilotieus, 21.maximus), fleischfressender Eleph ant, Ohio-thier, Mammnth, IlariinAmobdorium Onnackonsoll-äsc/r., Ochsenvater der amcrik. Eingeborenen,dem Stephanien sehr ähnlich, doch stärker gebaut,S m lang, gegen 4 in hoch; der eine gefundene Un-terkiefer wog 32 1c§ bei etwa 1 in Länge, ein gan-zes Gerippe wog 500 1e§, die Stoßzähne warenbis 4 in lang; findet sich vorzüglich in den SümpfenNAmerikas (Big-Bone Lick im Staate Kentucky);seine Hauptnahrung hak in Coniferenzweigen, Rohrundanderen Pflanzen bestanden; d) 21. anZuslicksns<7»v. (Französischer M.), mit schmäleren Zähnen,findet sich öfter in tertiären Schichten im südlichenFrankreich, Deutschland und der Schweiz; am häu-figsten mag er in Brasilien gelebt haben; o) 21.lonZirostrls (21. Lmvornonsls), mit noch
schmäleren Backenzähnen als die vorige Art; häufigin den mittleren tertiären Schichten; >1)21. Loräills-'rarum(21. 2.uc1inm,Cordillercu-M.). Die mittlerenBackenzähne sind denen des großen M. gleich. Einsolcher Zahn fand sich 7200 Fuß ü. d. M. in Quito;e) 21. Unmdolcibii (Chiles. Elephant); k) 21. minor;§) 21. Lnvisri HaUL. u.1r)2I.ruZn>1olls Loa/i., diebcidcnletzt. Art.ansderNähedcs Missouri. Lehmann.
lVlastollonsaurus, fossile Gattung der Saurier, mitvorn zngcspitztem froschartigcn Kopf und vielen ineigenen, napfartig vertieften Gruben befestigtenZähnen, welche eine Längsstreichung besitzen u. derenungefähr radial gestellte Lamellen gekrösartig gewun-den sind. Arten: 2l.llns§or1Äcll?., ans dem Kenper.
Mnstoülsllic, Neuralgie der Brustdrüse, Ooopor'sirritable breast, Nervenschmerzen in der Haut derBrustdrüsen der Frauen, die äußerst heftig sind undnicht selten von der Brust in die Arme, selbst in dieHüfte schießen. Das Leiden währt viele Jahre. Watte-einwickelung,Hestpflasterverband der Brust, Einreib-ungen mit Chloroform werden als nützlich gerühmt.
Mästri, Pietro, s. Maestri. sKunze.
Mastricht (Maastricht), Hauptstadt der niedcrl.Prov. Limburg an der Maas, über welche eine schöne,1683 erbaute steinerne Brücke nach der Vorstadt Wijkführt; Station der Niederländischen Staatsbahn, derGrand Central und der Lüttich - Mastrichter Bahn.Die Stadt ist gut gebaut, hat 2 schöne Plätze n. ver-schiedene merkwürdige Gebäude, darunter der Domaus dem II.—12. Jahrh. (später gothisch renovirt),mit einer Kreuzabnahme des Van Dyck und demStandbild Karls d. Gr. von Geefs; das Nathhaus,mitten auf dem Marktplatz mit Glockcnthurm, Stadt-bibliothek, mehreren schönen Gemälden ». merkwür-digen alten Tapeten re. Höhere Unterrichtsanstalten:Athenäum mit höherer Bürgerschule, Musikschule,technische Schule. In industrieller Hinsicht ist die!Fabrikation von Glas n. Töpferwaaren bedeutend;.
außerdem Fabriken für Tapeten, Wasche, WaffenPapier, Nägel, Pfefferknchcnbereitnng rc.; bedeuten-der Getreide-, Baustein- und Transithandel. M. ge-hörte früher zu den stärksten Festungen, ist aber jetzt 'als solche ansgegeben. Dcr Pctersbcrg, der die Cita- -delle trägt, ist höchst merkwürdig durch seine seit igggJahre» betriebenen unterirdischen Steinbrllche (wei-cher Kreidctuff, der zersägbar ist, an der Luft er-härtet und eine Menge von Petrefacten von Meer-thicren rc. enthält), die sich 5 Stunden in die Längen. 3 Stunden in die Breite erstrecken, ein Labyrinthin großartigstem Maßstabe. Einwohnerzahl: 28 , 493 . lM. (lat. M'llfsetnm aä 2losam), gehörte unter derfränkischen Herrschaft zu Austrasicn, war nachher dendeutschen Kaisern zuständig n. stand seit 1204 zum 'TheilnnterdenHerzogcnvonBrabant, zum anderen'Tycil unter den Grafen von Loos, bis diese es 1359 ^an den Bischof von Lüttich verkauften, der aber unterder Oberhoheit der Herzoge von Brabant stand.1579 wurde M., weil cs sich für die Niederländergegen Philipp II. erklärt halte, von den Spaniern :unter dem Herzog von Parma nach viermonatlicher!Belagerung erobert, wobei fast die ganze Bevölker-'»Hg vernichtet wurde, n. erst 1632 denselben durch den ^Prinzen Friedrich von Oranicn wieder entrissen,:1634 vergebens von den Spaniern unter dem Mar-!qnis vonAytone belagert n. im Westfälischen Frieden1648 den Generalstaaten förmlich zucrkannt. 1973 (eroberten es die Franzosen n. gaben es im Friedenj!zu Nymwegcn 1678 wieder an die Generalstaaten,zurück. 1748 wurde cs infolge der Präliminarien ,des Aachener Friedens den Franzosen eingeräumt, ^gleich nach dem Frieden aber wieder aufzegebe»;:1794 brachten sie es abermals mit Gewalt in ihresHände. 1814wurde csvondcnschwedischenTrnppeilfblockirt und nach dem Frieden übergeben. 1830 bei'dem Abfall Belgiens blieb M. bei Holland. Schrott.
Mmstupratl0N(Mastnrbation),Sclbstbefle>1ung.
Mnfnccio, Tommaso Gnadato, italien.No-vellist, gcb. um 1425 in Salerno (Provinz Neapel), 1bekleidete eine Stellung als Hofbeamter bei dem als hlStatthalter Spaniens in Neapel residircnden arago-ANischen Fürsten, und schrieb unter dem Namen 2lo-I'vsllino (Novellensammlnng) 50 Novellen, ähulichjBoccaccios Decamerone, worin er das damaligeLeben n. Treiben der italienischen Gesellschaft trenn,drastisch schilderte. Das als authentisches Quellen-material hochgeschätzte Werk erschien zuerst inNeapel,1476, dann in Madrid, 1483, in Venedig, 1484 u.1492, u. zuletzt in sorgfältiger Redaktion in der vonSettembrini in Neapel 1874 begonnenen ZibliotecaItnliann. Booch-Arl-ff,.
Masud, Name mehrerer orientalischer Herrscher,so eines Sultans der Ghasnavidcn (s. d.), mehrererder Scldschnken n. A.
Masüdi (Ali Abnl Hassan), sehr berühmter ara-bischer Historiker, gcb. gegen Ende des 9. Jahrh. inBagdad, ließ sich in Ägypten nieder, wo er auch 957starb. Unter seinen vielen noch nngedruckteu Schriftenist das historische Werk, betitelt: 21oruciselr-ol rnliab,d. i. Die goldenen Wiesen, besonders geschätzt; ara-bisch und französisch heransgegebcn von Barbier deMcynard n. Pavet de Courteille, Par. 1861—74 ui9 Bdn., englisch von A-Sprenger (21sa>1ovs okAo1>1 anck mines ok Asms, Lond. 1841, wovon abernur 1 Bd. erschienen ist.