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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Magnentius — Magnesium.

eilnng der Fi

Bcrnfnng

, M 3. Nov. 1867 wieder mit

s Mten betraut, brachte er das 700 Millionen-An-lebeii zu Stande, das 34mal überzeichnet wurde u.Web auch, einer liberaleren Wendnng der Politik! Mt abgeneigt, Lei der Umgcstaltnng des Ministe-! liiims 12- Juli 1860, bis 27. Dec., wo er mit sei-i,>mCollegendemCabinetOllivierPlatz,nachte. Im- Labinet Palikao leitete er daun August bis Septem-s k-r 1876 wieder die Finanzen, wurde 2. Juli 1871s indieNationalversammlung gewähltu. nach Thiers'ganz Mai 1873 znm vicrtenmal F-inanzmiuister,l misilejedoch Juli 1874 abtrcten. Im Januar 1876Mich wurde er von der Bonarpatisten-Partei in denAmt gewählt. M. besitzt cine,seltene Gcschäftsgc-Wiidtheit u. die Gabe rascher Übersicht, verbundenmit sicherem Urthcil. kagai.

MagiicntlUs, FlaviusMagnns, röm. Kai-ser, ein Frauke aus Gallien, wurde von Kaiser Cou-siems zum Bejehlshaber der kaiserlichen Leibgarden,ber Joviancr und Hercnliancr, ernannt, ermordeteaber 350 u.Chr. den verhaßt gewordenen Constans1 a. wars sich selbst als Kaiser ans, wurde auch vondm Legionen in Italien, Spanien, Britannien undAsrika anerkannt, aber von Constaulins, dem Bru-der des Constans, bekriegt und 28. Scpt. 352 beiMursa (jetzt Essck in Slavonien) geschlagen, floh nachMit, n. erstach sich hicrAngnst 353, als ihn seine Sol-daten seinem Gegner anslicsern wollten. Eichhoff.

Mglicsta, 1) (a. Geogr.), die schmale, 12 Mlange, 3M breite, vom Meerbusen von Pagasä unddem Lhrakischcn Akecre umflossene Halbinsel Thcssa-liens, durchzogen von den Gebirgen Ossa n. Pclion.Ae Bewohner, die Magneten, gehörten wahrschein-lich dem thrakisch-phrygischen Bolksstammc an undzeichneten sich früh als Seefahrer ans; von hiersichren der Sage nach die Argonauten ans. Städte:Jolkos, Methonc, DcmctriaS. Jetzt beschränkt mandie Bezeichnung Ai. ans den Theil südösil. vom Pe-lion. Bergl. Meciercr, iklsmoiro snr 1s 1?v1ioii st1'0», Paris 1853. 3) Stadt in Karien, an demMäander,mitbcrnhmtemArtemistempel. M.,wahr-scheinlich von Magneten ans Thessalia gegründet,wurde 726 v. Chr. von den Kimmeriern zerstört n.von Milesiern wieder hergestcllt; sic war eine vonden drei Städten, welche Artaxcrxcs dem Thcmisto-kles zu seinem Unterhalt schenkte; jetzt Juck-Bazar,nach Anderen Gllsel -Hissar. ij) (iäl. nck LiMlnm),Stadt in Lydien an dem 2000 in hohen Berge Si-Phlos und am Hcrmosflusse; noch jetzt als Manissabedeutend. Östlich davon das sehr roh gehauene,von einer Quelle überrieselte Kolossalbild der wei-nenden Niobe. Hier 190 v. Chr. Sieg der Römerunter L. Corn. Scipio über die Syrer unter KönigAntiochos d.Gr.; unter Tiberins wurde sie von einemErdbeben zerstört. Jähuke.

Magnesia, Magncsinmoxyd, Talkcrde, Vitter-erde, chemische Berbindnng von Magnesium mitSauerstoff, nach der Formel LtzO zusammengesetzt.Sie findctsich krystallisirt alsPeriklas; künstlich wirdsie gewöhnlich Largcstcllt durch Glühen der kohlen-saureu M.; sie bildet dann ein sehr lockeres, weißes,geschmackloses Pulver, welches auch in den höchstenTemperaturen unschmelzbar ist u. in Wasser sich nurw Spuren löst; Säuren lösen sie unter Bildung vonR-salzcn rasch ans. Die M. ist unter Lein Namen

! gebrannteM, (Dl.nstn) ein beliebtes Arzneimittelzur Abstumpfung der Magensäurc. Hetzer.

Magncsiacenicnt, s. u. Mörtel.

Magncsiaglimmcr, s. n. Glimmer 1>).

Magnesialfydrat, Magnesinmoxydhydrat,Ma-gncsinmhydroxyd,Magnesinmhydrat,Bittererdehy-Lrat,Verbindung vonMagncsinm,Sancrstoffu. Was-serstoff (01 weißes, leichtes, geschmackloses,in Wasser unlösliches Pulver, welches beim ErhitzenWasser abgibt n. in Magnesiaübergcht. Es bildetdasMineral Brncit n. entsteht künstlich bei Fällung einesMagnesinmsalzes mit Kali oder Natron, oder auchbei längerer Einwirkung von Wasser ans Magnesia.Die sogen, weiße Magnesia, LlwMssia albn, ist einGemisch von M. mit kohlensaurer Magnesia, welchesdurch Fällen von schwefelsaurer Magnesia mit koh-lensaurem Natron n. Auswaschen des lockeren Nie-derschlages dargestellt wird. Hetzer.

Magncsiakalk, so v. w. Dolomit 2).

Magncsiannlch, gebrannte Magnesia mit Was-ser zu einem flüssigen Brei angcrührt; wirkt säure-absorbirend.

lVlagnosian limonstone, die obere dyasische Ablager-ung Englands, welche zu unterst aus bituminösemMergclschicfer, darauf folgend aus dünngeschichtctcnKalksteinen, endlich ans Dolomit, Ranhwacke undAiche besteht. Lehmann.

Magnesit, Mineral, Varietät des Talkspaths(s. d.), amorph oder klcinkrystallinisch, in nicrensör-migcn dichten Massen, Bruch muschelig bis uneben,Härte 3 bis 5, spec. Gew. 2,z bis 2,g; meist schnee-weiß, zuweilen graulich oder gelblich, an den Kan-ten durchscheinend; besieht ans kohlcnsanrerMagnesia,zuweilen mit etwas Kieselerde (Kicsel-M.); findetsich zu Frankenstein n. Banmgarten in Schlesien imSerpentin, Hrnbschitz in Mähren, an der Gulsen inSteiermark, in den Bone Hills bei Baltimore inNAmcrika, Baldissero in Piemont, Salem in In-dien. Man benutzt ihn zur Bereitung von Bitter-salz u. zur Darstellung der Kohlensäure, auch in derPorzellanfabrikation findet er Anwendung. Lehmann.

Magncsitspath (Mineral.), so v. w. Talkspath.

Magnesium, ein metallisches Element (Zeichen21>x, Atomgewicht — 24). Es ist silberweiß, starkmetallglänzcnd n. sehr weich. Spec. Gew.^1,^.Es läßt sich leicht bohren, feilen, sägen n. zu Blechansschlagcn. Drähte erhält man, indem man esin einem Stahlcylinder bis znm Erweichen erhitztn. mittels eines Stahlstempels Lurch eine enge Öff-nung preßt. An trockener Luft bleibt es unverändert,an feuchter überzieht cs sich schnell mir einer Oxyd-schicht. Bei etwa 400" schmilzt cs, entzündet sichdann und verbrennt mit blendend weißem Lichte znMagnesia. Bei etwa 1000" verdampft es. DasWasser zersetzt es auch beim Erwärmen nur sehrschwach; Säuren lösen es unter Bildung von M-sal-zen rasch ans. M-verbindnngen sind in der Natursehr verbreitet; Magnesit ist reines kohlensanresM.; Bitterspath, Dolomit, Braunspath sindGemische von kohlcnsauren M. mit kohlcnsanrcmCalcium; alle Angit- n. Hornblende mi nera -lien n. deren klmsetznngsprodncte, Serpentin,Talk, Speckstein, Meerschaum rc. enthaltenM-silicate; schwefelsanres M. n. Ak-chlorid sind Bc-standtheile des Meerwassers und finden sich auch insSalzsoolen, Mineralwässern (Bitterwässer), sowie