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erweitcrung an, indem man den Mageninhalt durchdie M. wegschafjt n. so dem Magen Gelegenheit bie-tet, sich zusammen zu ziehen.
Magensaft, die von der Schleimhaut des Ma-gens abgesonderte Flüssigkeit; sie besteht ans zweiwesentlichen Bestandtheilcn: a) ans Zellen mit kor-nigem Inhalt, Labzellen, n. b) aus einer klarenFlüssigkeit, dem Labsaft. Die Zellen bedeckendie in der Verdannngsthütigkeit begriffene Magen-schleimhaut als eine mehr oder minder dicke, grau-lich gefärbte, lockere Schicht u. überziehen als solcheauch die Magencontenta. Man gewinnt den M.:
1) am reinsten, wenn weder Mnndflüssigkcit nochSpeisen im Magen sind, daher bei Thicren, denenMagenfistcln (Bladlot) angelegt waren, wenn mandurch indifferente Mittel die Magenschleimhaut reizt;
2) ans Magcnfisteln, welche dnrch eine Verwundungentstanden sind (Beanmont, Widder und Schmidt,Grüncrvald); 3) durch Ansprcssen der Schleimhautdeslnnänsn. eorpns vom Magen bei frisch geschlach-teten Thicren, welche in der Verdauung begriffenwaren; 4) den sogen, künstlichen M. (Eberle),welcher in hohem Grade wirksam ist, bereitet mangewöhnlich so, daß man einen Schwcinemagcn oderden vierten (Labmagen) Magen eines Kalbes anf-schneidet, entleert, mit Wasser answäscht, bis ernicht mehr sauer reagirt, die «Schleimhäute in vielekleine Stücke zertheilt n. in einem Glascylinder mitsalzsäurchaltigem Wasser ( 0,2 — 0,//,, Salzsäure)bei 37° 0. einen Tag lang hinstellt und dann abfil-trirt. Nach Widder u. Schmidt sondert in 24 Stun-den ein Hund ^ des Körpergewichts, nach Grüne-wald ein Mensch 30 Psd. M. pro Tag ab. DerM. ist eine dünne, bei allen Thicren mit Ausnahmedes Schafes, dessen Saft braun ist, fast farblose,kaum opalisirende Flüssigkeit, von fadem, kaum säuer-lichem Gcschmackc. Da erbeimHnndc höchstens 3°/o,beim Menschen kaum 1°/„ feste Bestandthcile enthält,weicht sein spccifischcs Gewicht wenig von dem desWassers ab. Die Reaction ist stark sauer; die saureBeschaffenheit rührt von freier Salzsäure her, wieTrout und am sichersten C. Schmidt nachgewicscnhaben. Doch ist die Menge der freien Säure gering,immerhin aber läßt sich zeigen, daß sie manche nurin Säuren lösliche Körper, z. B. kohlcnsanren Kalk,auflöst u. aus ihm Kohlensäure entwickelt. Die Un-tersuchungen des menschlichen M-es (Schmidt) er-gaben in mit Speichel u. etwas Wasser verdünntemSafte nur 0 , 2 ; beim Hunde findet sich mehr: 0,z°/„,beim Schase 0 , 12 . Von anorganischen Substanzensind in demselben Chloride u. phosphorsanre Salzeenthalten. Unter den organischen ist am meisten be-achtenswerth der Pepsin, das Magenferment, aufdessenVorhandensein die Wirkungssähigkeit des Ma-gens beruht. Seine Einwirkung erstreckt sich einzigauf die Eiweißstoffe u. leimgcbendcn Gewebe, die imMagen in Modificationcn, Peptone, übergcführtwerden, in denen sie der Anssangnng dnrch Magen-u. Darmschleimhant unterliegen können. Mcn»g.
Magenta, Marktflecken in der ital. Prob. Mai-land, an der Eisenbahn zwischen Mailand u. Turin;Handclmit Landcsproducten; 5011E. (Gcm. 0135).Hier 4. Juni 1859 Sieg der.verbündeten Franzosenund Piemontesen über die Österreicher. Zur Er-innerung daran Kapelle (1862) n. Denkmal (1872).
Magenta, Herzog von, s. Mac Wahon.
Magensaft — Mager.
Magen- n. Darmkrankheiten gehörenzu d«,jhäufigsten Krankheiten derHansthiere. Meis»«;werden sie dnrch mechanischen oder chemischen Rä-der in den Magen und Darm gebrachten Stoffe aus!die Vcrdanungsschleimhaut bewirkt. Auf mechani!sche Weise wirken: Parasiren, Gase, ConcremeiNeu- feste Körper, die vermöge ihrer Beschaffenheit dieWandungen des VerdannngSapparatcs verletzen-s»werden namentlich von Rindvieh sehr oft Haarnadel,,Nägel n. dgl. verschluckt, bes. wo man Knchenabsällelverfüttert od. die Pflege des Rindviehes den Frauenüberläßt. Chemisch wirken: verdorbenes Futter'die auf dem Futter vorkommenden Pilzbildungen >scharfcPflanzcnstofse, wie sie z. B. in derWolfsmil»,dem Hahnenfuß, der Herbstzeitlosen u. dem Bingel-lkraut enthalten sind, kaustische Alkalien, Säuren,wisseMctallpräparatc, z. B. Blei-, Kupfer-,Zink-x.,Quecksilbersalzc, Brechweinstcin, Arsenik u. a.Weitere Ursachen sind Lage»eräuderungender!Verdan»ngsorgane,abnormeF-nnctiondcrselbe>,'
gewisse Circnlati 0 nsstörnngen, z. B. die dm«das Wurm-Aneurisma des Pferdes. Oftmals
treten M. bei constitntionellcn Krankheiten,z.B.Mlz-
brand u. Rinderpest ans. Erscheinungen, aus!deren Vorhandensein man ans die Gegenwart reuM. schließen kann, sind: verminderter oder nur aimganz bestimmte Substanzen gerichteter Appeln;Störungen in der peristaltischenBewegungadieselbe ist oftmals enorm vermehrt, ostmals sehüvermindert n. nicht selten bei Darmlähmungen ga»nunterdrückt; Verstopfung, Durchsall, Erbre-chen; dieses wird nur bei Schweinen, Hunden mi>Katzen häufiger beobachtet, bei Pferden ist Erbreche,ians anatomischen Gründen, bes. wegen der schiffen,Einpflanzung dcsdickwandigcuSchlniidesindenMa-gen, unmöglich; erbrechen sich diese Thiere dennetH iso ist das fast ausnahmslos als Zeichen des hmiHeilenden Todes ausznfasscn; bei der -Obdnctioii fin-det man alsdann meist Magenzcrreißnng; Aus-bläh u n g, bes. bei den Wiederkäuern, Unterdrück-ung des Wiederkauens, Rülpsen, Schmerszen, die sich durch ängstliches Hin-n. HertrippelHund dnrch Scharren mit den Beinen, weiter durchhäufiges Umsehen nach dem Leibe, Schlage» mit de»'Schwänze, oftmaliges Niedcrwerfen n.Hernnnrälzc^zu erkennen geben. Derartig ausgeprägte Schmer-zen findet man bes. häufig bei Pferden u. man bclezßhier mit dem Sammelnamen Kolik alle die M.,beidenen der Schmerz das hcrvortretendste SymptiMlist. Die Behandlung hat sich aus Entfernung del!krankmachcndcn Schädlichkeiten zu erstrecken; ist dickunausführbar, so richtet sich die Behandlung MMden Symptomen. -UM.;
Mngenwiiruterscuchc, ein durch die Aimffenheit von LtronMlno eontortus Änck. im Labwazesder Lämmer und Jährlinge bedingte Krankheit, dl!häufig seuchenartige Verbreitung erlangt. .Naher»s. Zürne, Die Parasiten in u. auf dem Körper dersHanssängcthicre, Lpz. 1873—75. ,
Mager, Karl, Pädagog. Schriftsteller, geb- l->Juni 1810 in Gräfrath (Regbez. Düsseldors); M'sdirte in Bonn Philosophie und Philologie, dann l»tParis n. Berlin Naturwissenschaften; begleitete iEA. v. Humboldt nach Rußland. Seit 1837 nun Vkurze Zeit Lehrer der Deutschen Literaturprivatisirte dann in Kannstadt u. Stuttgart; Id !