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Luzerne -
Mch vielen Kämpfen aus Betrieb des ClernS n. desLandvolkes, an dessen Spitze Joseph Len stand, eineTotalresorm der Verfassung beschlossen und in derveränderten Staatsverfassnng dem Clerus großeMacht cingeräumt. Der große Rath n. alle Behör-den wurden neu gewählt. Die neue Regierung un-terstützte nnn allenthalben die Pläne gegen die libe-rale Partei, so namentlich 1844 in Wallis, u. als siezg. Oct. 1844 die Jesuiten nach L. zu berufen be-s schloß, so wurde dieser Beschluß 23. Dec. durch dieMajorität dcrGemeindcn bekräftigt,nachdem 8.Dec.die Unzufriedenen einen mißlungenen Ausstand mitihren Gesinnungsgenossen in Bern, Aargan, Basel-- land umernommen hatten. Über die Theilnchmer: des Aufstandes ließ die Regierung ein schweres Ge-j richt ergehen, bewafsnetc die Miliz, organisirte dens Landsinrm n. berief Anfang Febr. 1845 den Gene-I ral von Souncnbcrg aus 'Neapel zum Oberbefehls-haber der Regierungstrnppen. Außerdem hatte sic,
? uotz allen abmahncnden Erklärungen anderer Kan-! tone und ungeachtet der Vorstellungen auswärtigerj Machte (England, Frankreich, Österreich), bereitsü.Jan. den Vertrag mit dem Jesuitenorden in Krafttreten lassen. Es erfolgte von Aargau u. Bern ansder zweite Freischarcnzug unter Ochsendem undSteiger; über Liesen ». dessen Mißglück bei LiltaumEmmemhal,sowie die üblen Folgen für die Theil-„chncr s. u. Schweiz (Gcsch.). Im Laufe des Iah-res wurden wirklich die Jesuiten in L. eingeführt,n. die Härte der Regierung steigerte sich bcs. nach derErmordung des Leu, 10./20. Juli. Am 15. Sept.trat L. auf der in Zug gehaltenen Zusammenkunfts dem Bunde der katholischen Kantone (Sondcrbnud)gegen die liberalen Regungen in der Schweiz bei.Als sich20.Jm'i 1847 die erforderlicheStimmenzahlin der Tagsatzung für die Auslösung des Sonder-lmndes und die Ausweisung der Jesuiten aus derSchweiz ausgesprochen hatte, erklärte L., daß es jedeEinmischung in diese Angelegenheit ablehne u. derGewalt Gewalr entgegensetzen werde, rüstete sich mitden anderen Sonderbundskantonen n. rief 2t>. Oct.den Gesandten aus der Tagsatzuug zurück. Nachdemnun die Tagsatzuug 4. Novbr. die Exccntion gegenden Sonderbnnd beschlossen und Freibnrg sich 1,4.Nov., Zug 21. an die eidgenössischen Truppen erge-ben hatte, so erfolgte auch der Angriff gegen L. Am22. Nov. wurden Lessen Grenzen von der eidgenössi-schen Armee überschritten; 23. die Vcrschanznng vonHonan u. Gislikon genommen; 24. früh ergab sichÄ auf Gnade u. Ungnade u. wurde von eidgenössi-schen Truppen besetzt. Da die gestürzte Negierungbei dem Anrücken der eidgenössischen Truppen sichausgelöst u. mit Leu Kasse» des Staates u. Leu wich-tigsten Papieren des Archivs, sowie mit der Kriegs-tasse des Sonderbnndes geflohen war, bestellte eineBolksversamnilung sofort eine neue provisorUchcNc-gicrnng , bestehend aus dem Stadtrath mit Zuzieh-ung einiger Liberalen vom Lande, welche zunächst dieZesuiten u. ihre Affiliirten binnen 3 Tagen aus deinAanlon entfernte, die Urheber der Jesnitcubcrufungu. die Stifter des Sonderbnndes, sowie die Haupt-gehilsen desselben , namentlich die Mitglieder der ge-flüchteten Regierung, in Anklagestand versetzte, daunmit dieser Ausnahme eine allgemeine Amnestie er-ließ und die Bernrthcilnng der bei den Frcischaren-ziigen Betheiligten aushob. Anfang Decbr. langten
— Liizon.
die gerankten Kassen wieder in L. an; das Vermö-gen der flüchtigen Rcgierungsräthe wurde wegen dermangelnden Summen in derselben mit Beschlag be-tagt. Die uencuGroßrathswahleu fielen liberal aus.Zur Aufbringung der dem Kanton aufcrlegten Äo-stenzahlnng mußten 1848 die Klöster und geistlichenStifter in L. 1 Will. Frcs. zahlen und die Mitglie-der des gewesenen Großen Raths sollten einen Theilder Kriegskostcn u. den Ausfall in der eidgenössischenKriegskasse von 230,000 Frcs. decken. Die neueSchweizer. Bundesverfassung wurde in L. mit Ma-jorität angenommen. Am 6. Dec. 1856 nahm nachlangwierigen Verhandlungen endlich der Große Rathden Antrag der Regierung an, wonach sämmtlichcMitglieder des sonderbündischen Kriegsrathes mitAusnahme des Altschulthcißcn Siegwart-Müller vonallen strafrechtlichen Folgen für immer u. vollständigfrcigesprochen wurden, gegen einen Antrag in derBundesversammlung auch Siegwart-Müller zu be-gnadigen, legte aber die Regierung von L. Ver-wahrung ein, da in dieser Angelegenheit dem Kan-ton L. allein das Begnadigungsrecht zustehe. ImÜbrigen lebte der Kanton unter der liberalen Re-gieruug ruhig und schien dieser Richtung sogar ge-Wonnen, als seit 1860 die nltramontaue Partei,welche in Wahrheit stets die Mehrheit besessen hatte,cs an der Zeit fand, sich wieder zu rühren, undnach rastloser Agitation gelang es ihr auch im Jahre1871, wieder die Mehrheit im Großen Rathe zu er-langen u. die Regierung in ihrem Sinne zu besetzen;Loch har sic gegenüber der Slärke u. Wachsamkeirderschweizer. Bnudesbehörden bisher ihren Sieg mitMäßigkeit benutzt und selbst viele liberale Beamteunangetastet gelassen. Vgl. Kas. Pfyffer, Der Kan-ton L., historisch-gcographijch-statistisch geschildert,St. Gallen 1850 ,2 Bde.; Dcrs., Geschichte der Stadtu. desKantonsL., 2 Bde., Zttr. 1852. Hcmie-AmRhy».
Lnzcrnc, County imnordamerikan.NniousstaatcPennsylvania, 41" u. Br., 76" w. L.; 160,755 Ew.Hanptsitzi Willesbarrc.
Luzerne, s. LIsäronAo.
Luzk (poln. Lnck), Kreisstadt im rnss. Gouv, Vol-hynien(Westrnßland), am Slür u. Gushiz (Gishiz);Sitz eines röm.-kath. Bischofs; röm.-kath. Seminar,Kreisschule, Schloß, einige Fabriken, Getreidehandel;11,838 Ew. — L., das zuerst im 11. Jahrh. alsHauptstadt eines reichsiinmittelbarcu Fürstcnthumserwähnt wird, kam 1791 an Rußland. Im Kreiseder Stadt liegen 8 große deutsche Colonicu.
Lnzon (Ln^on, auch nach der Hauptstadt Manilagenannt, die größte Insel der Philippincn-Gruppeim östl. Asien, aus 2 durch eine Landenge verbunde-nen Theilcu, einem breiteren von S. nach N. strei-fenden, dem sich ein schmälerer nach SO. gerichteter,dicHalbinfclCamarino,anschlicßt, bestehend; 100,770Hstcm. Eine Anzahl von Baien (darunter die vonManila, Lingaycn die bedeutendsten), schneidet in dieim Ganzen sich steil ans dem Meer erhebenden Küsten,die Zahl guter Häfen, deren der bedeutendste der vonManila, ist nicht groß. Ausehnl.GebirgszügeSierraMadre durchziehen die nördl. Hälfte, während in dersüdl. mehr vereinzelte u. fast durchweg Vulkan. Berge(darunter der immer noch thärigc Mayan od. Abay)sich finden; zwischen diesen beiden Gebirgsgegendenliegt eine quer die Insel durchschueidendc Tiefebene,mit der Lagune von Bay. Der Boden ist bei dem
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