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Kirchcnstile, im geistlichen, wie weltlichen Drama u.im Madrigale Ausgezeichnetes schuf. Das Beste hater in seinen kirchlichen Sachen niedcrgelegt; auch alsLehrer für Gesang n. Theorie war er bedeutend u.bildeten.A.Alberti, Bassani,Gasparini,Marccllo rc.Sehr viele seiner Composilionen befinden sich in derkönigl. Mnsilaliensainmlung in Dresden; gedrnckisind u. A. die vorzüglichsten llnstti, Parxetbi, s2lasiri§ali (Venedig 1705). Siebenrock.
Lotto ist die sprachgebränchliche Benennung derZahlenlotteric, auch kleine Lotterie genannt,welche derart eingerichtet ist, daß von 00 Zahlen,welche dem Publikum zum Besetzen geboten sindund in ein Glücksrad geworfen werden, jedesmalnur 5 fünf gezogen u. mit jenen Gewiunsten beiheiltwerde», welche zufolge des bestehenden Spielplanesnach Maßgabe der gemachten Geldeinsätze auf diegezogenen Nummern entfallen. ES steht den Spie
gleich an der Jmmoralilät und Gemeiuschadlichkchdieses Spiels auch dort nicht gezweifen wird u. das-selbe im ganzen übrigen Europa bereits aufgehobenu. sür Jedermann verboten ist. Die Brmw-Ej,,-nahme des österreich. L. (ohne Ungarn) betrug von1868 bis incl. 1876 die Summe vonI36,gMU,die Reineinahme 51,? Mitl. Gulden. — LiteratunBensen, Das L., Nördling. 1841; Peraldi, Üoioansn sisl popolo osbio ^intisionLiong siel puplicoAioeo siel lottv, Rom 1850; Frcimann, Das Zah.leu-L. und seine Bortheile, Nürnb. 1855; sowie alleLehrbücher der Finauzwissenschaft. Maurus.
Lottum, Grafen von, s. Wylich und Loltum.
botus D. (Hornklee), Pflauzengattnng aus derFam. lwAnminosns-I'npilionLosLo-Iwtsas; Blät-ter 5zählig gefiedert, mit kleinen, borstensörmige,,ssiebenbläktern; Blüthen ziemlich groß, in langge-stielten achselständigen Dolden; Kelch 5zähuig, Bin-
lern frei, sowol jede der einzelnen Nummern für sich menblätter abfallend , Flügel oben znsaminenstozu besetzen (ltlstraibo), als auch zwei, drei, vier», fünf, hcnd, Schiffchen geschnäbelt, aufsteigcnd; Hülse line-Lerselben, und diese Ätchrzahl sowol für sich allein alis.ch, öfters mit dünne» Querwänden, bei der Reise(solo), als anch außerdem in ihren verschiedenen Min- ) in zwei sich zusannuendrehende Klappen aufspringend,derheiten n. Versetzungen. Der Geivinn richtet sich f Häufige Arten: l^. oornieulatuis mit festem Sten-iiach der Große des Einsatzes, welcher jedoch nach gel, vor dem Aufblühen zusammcnneigendeu Kelch-Ler Zahl der besetzten sltummern steigt, wobei ver-j zähnen n. rechtwinklig aufspringendem, plötzlichiude»schiedene Minimalsätzc je nach der Zeit, welche bis f Schnabel zugespitzlem Schiffchen; häufig auf Wiesenzur Ziehung läuft, festgesetzt sind. Nummern, welche! u. in Gebüschen; U. nli^inosns-NN/o., mitweilröhri-tür eine Ziehung mit einem, eine bestimmte höchste f gem Stengel, vor dem Aufblühen bogenförmig ab-Ziffer übersteigenden Betrage in Summa besetzt flehenden Kelchzähiicn n. abgerundet aufsteigeiidem,
wurden, können gesperrt, d. h. von der Ziehungausgeschlossen werden, und da Lies immer erst un-mittelbar vor der Ziehung und ohne Vorherwissender Spieler geschieht, so kann das L. anch zur un-zweifelhaften Betrügerei werden. Dem Spielerwird für seinen Einsatz einL. - Einlageschein (Ris-aonbo) von der Collectur ausgefolgt, welcher diebesetzten Nummern ausgeschrieben enthält und zurBehebung eines allsälligen Gcwinnstes gewöhnlichdrei Monate giltig bleibt. Da nun nach arithme-tischem Gesetze bei WNummcrn, von welchen jedes-
mal 5 gezogen werden, die Wahrscheinlichkeit für chanS des RcdontcnhauseS daselbst. Die Wiener Ma-
das Herauskommen einer besetzten Nummer 1 : 18ist, die Wahrscheinlichkeit der Ambe 1 : 400, derLerne 1 : 11,748, der Ouaterne 1 : 511,038 undder Quinterue 1 : 43,840,160 beträgt, während inÖsterreich z. B. sür den gewonnenen Estrato nurdas 14fache, für die Ambe das 246sache, für dieLerne das 4800fache, sür die Quarterne das 64,500-'fache bezahlt wird, der Gewinnst für eine besetzteQuinternc aber zu den allergrößten Seltenheitengehört, so ist es klar, daß die L.-Unternehmung imDurchschnitt auf ein gutes Drittel der sür jede Lot-terieziehung gemachten Einsätze mit Sicherheit rech-nen kann und daß ihr, je größer die Volksmenge,welcher das Spiel geboten ist, je größer die Spiel-sucht derselben, u. je mehr L.-Collecturcn über dasLand zerstreut sind, und je mehr Ziehungen an ver-schiedenen Orten abgehalten werden, auch eine destogrößere Einnahme, nach Abzug der damit verbun-denen Auslagen, rein verbleiben muß. Aus diesemGrunde hauptsächlich fand das L-spiel, seitdem cs in derMitte des vor. Jahrh. in Genua anfgckommen, da-her auch genncsischeLottcrie (IwttosiiOanova),bald über alle Staaten Europas, n. zwar meist alsStaatsmonopol,Verbreitung. In Österreich undItalien besteht Las L.-Monopol noch heute, ob-
demie machte L. zu ihrem Ehrenmitglied. R-znci.
Loste, RndolfHermann, deutscher Philosophu. Phyfiolog, geb. 21. Mai 1817 in Bautzen; sm-dirte 1834—38 in Leipzig Medicin u. Philosophie,wurde hier 1839 Privatdocent und 1842 Professorder Philosophien. 1844 in Göttingen; L. schr.: Meta-physik, Lpz. 1841; Allgemeine Pathologie u. The-rapie als mechanische Naturwissenschaften, ebd. 1842,ein gedankenschweres Werk, bedeutender für die The-orie der Krankheit wie für die praktische Therapie;Logik, ebd. 1843; Über den Begriff der Schönheil,Guben 1845; Die Bedingungen der Knnstschöiiheit,Lpz. 1847; Allgemeine Physiologie des körperliche»Levens, ebd. 1851; Medicinische Psychologie, ebd.1852; Streitschriften, 1857; Mikrokosmos, ebd.1856—64,2. A. 1869—1874, ein Werk, in dem erseine ganze Auffassung der geschichtlichen u. natur-geschichtlichen Stellung des Menschen zur Darstell-ung bringt; Geschichte der Ästhetik in Deutschland,München 1868; System der Philosophie, Leipzig
Thamhayn.
Lösten (Lözen), 1) Kreis im preuß. Regbez.
Gumbinnen, wird von der Ostpreußischen SBahudurchschnitten; 895,ggHstkm (16,2g üsiM) »nt (4875)40,039 Ew. 2) Kreisstadt darin, am Staswinger
allmählich zugespitzte,n Schiffchen; auf feuchten Wie-sen. Beide Arten sino gmc Futterpflanzen. Engkr.
Lost, Karl, »»gar. Geschichr- und Genremalerdeutscher Abkunft, geb. 1833 in Hessen-Homburg,bildete sich in Wien unter Rahl, der sich seiner beiAusführung der Fresken in der Griech. Kirche, imArsenal, am Heinrichshof rc. in Wien als Gehilfenbediente. Selbständig geworden, malte der reichbe-gabte Künstler den großen Fresko-Fries aus der un-garischen Cultnrgeschichte im TrcppenhansdesNatio-nalmuseums zu Budapest n. den Fries im Stiegen-