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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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London.

werde» darf, sind die Oi^ar Divans, theils »ach e»g-Uhren Gitter» zu. Die militärische Besatzunglischer, theils »ach orientalischer Weise eingerichtet.! von L. besteht aus 3 Regimentern Fußgarde, denLudlio-Icouscs od.Aio-ttouses, unsere» Bierhäuscr» Grenadier-Guards, Scotch-Füsilier-Guards und

geschieden; ttn unter» Stock ist die Lar, wo Las Volk- Manu); außerhalb des Dienstes dürfen die Solda-abgefcrtigt n. der Handoerkanf betrieben wird. Alituen in London durchaus keine Waffen trage»; Offsdie>c» pubttc-lwusss sind fast ausschließlich Lttvziere sieht inan nur ans den Wache» oder bei de>Branntwcinhänscr verbunden; sie sind palast-artig gebaut n. auf das Eleganteste eingerichtet. DerLondoner, wie der Engländer, liebt das Spiel un-gemein, daher sind viele Spiclhäuscr, bes. imWestcnd, vorhanden, wo hohe Hazardjpiele, obgleichdas Spiel sehr streng verboten ist, insgeheim gespieltwerden. Ungeheuer ist die Prostitution in L.

Man rechnet über 50,000 öffentliche Freudenmäd-chen. Bordells sind nicht privilegirt, exisliren aberdoch; die Polizei kümmert sich auch nicht um die Ge-sundheit der Straßendirnen. Daß die Bcrpro-viantirung einer solchen Riesenstadt keine kleineAufgabe ist, fällt namentlich rücksichtlich der Flcisch-versvrgnng um so mehr ans, als für den Engländerder Artikel Fleisch fast höher steht und mehr einenTheil der täglichen Rothdnrft ansmacht, als Brod,

Gemüse, Kartoffeln n. dgl. Die Hanptbczugslän-dcr waren bisher Deutschland, die 'Niederlande undzeitweilig Spanien, zu denen sich letztlich in großeinMaßstabe Amerika gesellt har. Für 1875 dürftedie Zahl des ans fremden Ländern nach L. einge-sllhrien Schlachtviehes ans Grund einer angestelltcnDnrchschnittsbcrechnnng folgende Gesamnnziffer er-reichen: Ochsen 175,OOOStück, Kälber89,OOOStück,

Schweine 48,000 Stuck, Schafe 716,000 Stück.

Die Thiere werden auf den, mit musterhafter Zweck-mäßigkeit eingerichteten Schiffen nur großer Sorg-falt verpflegt, damit sie desto prciswürriger auf denLondoner Markt gelangen.

Für die Londoner wird es spät Tag; um 10 Uhrerst werden die Hauprstraßcn lebendig, vom Mittagbis um 4 Uhr Nachmittags wird das Gewühl außer-ordentlich, des. ans den Hauptstraßen, als Fenchnrch-street, Cheapside, Ludgatehill, Strand, um die Bank,

Moorgatestrect, Lombardstreet, Holborn, Oxfvrd-street, Regcnlstrect, Pall Mall rc., sowie ans den zuihnen n. Len Brücken führenden Straßen. Außer-ordentlich groß ist aber das Gedränge der Wagenan Punkten, wo sich Hauptstraßen durchschneidcn u.

der

Parade in Uniform, außer Dienst gehen sie stets inbürgerlicher Kleidung. Außerdem gibt cs noch einCorps Homo» ot'ttts 6uarci, 140 Alan» stark, einÜberbleibsel königl.Fnßgardendes 16. Jahrh., derenUniform sie noch tragen; sie sind nur beiHoffcsteuimDienst, einzeln: von ihnen im Tower stationirt.

Zu der Römer Zeit hieß L. Lund in um (Lnii-dininm), war eine Staat der Canticr n. eine der be-deutendsten dcrJnscl; Ammianns Marcellinus »cinit! sie Anxusta Trinodantuw u. schreibt sie den Trine.bauten zu, also war sie schon damals auf beide»Ufern der Themse gebaut. Englische Antiquare sn>chcn die alte Stadt auf dem Platze vom Tower bisWallbrook n. Lndgate n. von der Themse bis zumLondon Wall. Sie hob sich, obgleich keine römischeColonie, bald zu einer blühenden und volkreichenHandelsstadt, wurde bei dem Aufstande unter Boa-dicca gegen die Römer zerstört, aber wieder ausge-banl und war unter Antcninns Pius wieder be-deutend, da sich hier alle durch die Insel gezogene»Straßen vereinigten; Constamin d. Gr. mngab;s,emit Mauern, »ach Anderen geschah dies erst »nterdem Feldherr» Lhcodosins, welcher von L. aus alleseine Operationen auf der Insel begann. Nach derEinführung des Christenlhums wurde L. Sitz einesBischofs. Es gehörte unter die ersten Städte, welcheDortiger den Sachsen übergab. 440 setzten sich Hcu-gist und Horfa in den Besitz L-S. Zur Zeit derHeptarchie war L. Sitz der Könige von Essex. Iw0. Jahrh. wurde es von Len Dänen zweimal ge-nommen ».verheert, u. deren König Swen vertriebden englischen König Ethelred II. von hier. 881eroberte es Alfred d. Gr. wieder, erhob es zurHauptstadt seines Reiches u. gab ihm große Frei-heiten. 1013 plünderten cs die Dänen; 1016 nahmes Kanut, Sohn Alfreds, ein u. ließ sich 1018 da-selbst krönen. Anch Wilhem der Eroberer von derNormandie wurde 1066 in L. gekrönt, bestätigte1067 in einem noch vorhandenen Freibriefe L. die

die Eonstabler haben oft Mühe, die eintrctcnden! Freiheiten, welche Alfred d. Gr. gegeben hatte, undStockungen zu entwirren u. cinStraßenlärm entsteht^ baute 1078 den Tower, wo er residirte; Wilhelm II.wie kaum in einer andern großen Stadt Vorkommen ^ umgab den Tower 1000 mit Mauern. König Jo

monde in den prachtvollsten Toiletten, nicht selten;u. Johann mußte daher in der LInZmr Lttarta aus-in elegantester Equipage u. von Lakaien oder Pagen!drückuch versprechen, der Stadl ihre Privilegien zu' ' ^ ... Nach 1216 trat Las Oberhaus in L. zum

zusammen. 11. Scpt. 1217 Friede zuelega: vischen König Heinrich III. n. dem Prin-

hier ein Friedens- n. Frenndschaftsvertrag zwischenHeinrich VIII. n. Ludwig XII. von Frankreich ab-

so belebt, nur während der Scasou, vom Februarod. Mürz bis August, ist Alles in L., die übrige Zeit,

gerade die rauhe, bringt die hohe Aristokratie anffgefchlossen. Bon der Zeit der Reformation an wuch-

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