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London.
Newington; o) Tower Hamlets (Tower Divi-sion), mit Bethnal Green, Spttalfields, Hackney,Limehonse (bes. mit Wersten), Shadwell, Shoreditch,Stepncy, Stratsord, Wapping n. Whitechapel, vonSchifssleuten, Mtatrosen, Handwerkern nnd von derarbeitenden Klasse der Deutschen viel bewohnt; Spi-talfields von Webern, bes. Seidenwebcrn bewohnt,und Bethnal Green sind L«s ärmste Stadttheile.Südlich der Themse beginnt die Grajschast Snrrey;dort liegt ll) Sourhwark, ursprünglich ein Flecken,steht unter der City und bildet deren 26. Bezirk;es erhält vom Lordmayor seinen Steward u. Bailissund wählt zwei Parlamentsmitglieder. L) Lam-beth (Brixron Division), ein Borough (Flecken,Vorstadt) welcher Sonthwark umschließt n. Barnes,Battcrsca, Bcrmondsey, Camberwell, Clapham,Mortlake, Pntney, Rotherhithc, Tolling n. Wands-worth umsaßt. Die Straßen in Sonthwark n. Lam-beth, bes. die entfernteren, bestehen znm Lhcil ansgroßen Gehüsten und Fabriken; der Gewerbfleißherrscht dort vor. In den entferntesten Straßen-theilcn,sio wie im nahen Dcplford, wird bes. Gärt-nerei getrieben. Lambcth und die anderen mit L.verschmolzenen Dörfer des rechten UferS senden vonzwei Wahlbezirken je zwei Abgeordnete in das Par-lament. Die Vorstädte waren ehedem nnr Dörfer,und man rechnet, daß L. nach u. nach 45 derselbenin sich ausgenommen hat und noch immer fortfährt,seine Umgebungen dem städtischen HLnscrmcer ein-znverleibcn. Dres ist die officielle Einthcilnng; imgemeinen Leben gilt aber nur die Eimhcilnng in achtPostbezirke, die mit Jnitalen bezeichnet werden: ü!.0. (Ost-Mittel), 4V. (t. (West-Älittel), (West),lös. >V. (Ätord-West), 8.4V. (Süd-West), 8. bl. (Süd-Ost), L. (Ost), ('Nord). Das K lima von L. ist imWiutcr sehr nebelig manch selbst an heißcnSoimncr-tagen stets feucht; der starte Steinkohlendampf ver-dichtctdie Luft noch mehr.MittlcreJahrcstemperatnr-i-8,/R.; miltlere Jannartcmpcratur -l-2,^1i.;mittlere Julitcmperatnr -l- 14,g" 1t. Im Herbst n.den Winter hindurch fällt vorherrschend ein seinerRegen (niisl), die Wmternebelsind so bedeutend, Laßsogar am Mittag Licht gebrannt werden muß. Diefrüher nicht sonderlich guten Gejnndheitsvcrhältnisscvon L. haben sich seit Herstellung der Wasserleitungenu. der verbesserten Kanalisation so günstig gestaltet,Laß sie seht zu den besten gehören, die man kennt.Selten, nnd dann nur am Abend oder am srühenMorgen, hat man von hohen Punkten eine freie Aus-sicht ans L., doch nirgends ans die ganze Stadt, diegrößte und bevölkertste der Erde. Amtliche statistischeErmittelungen haben fcstgcslellt, daß die Bevölker-ung des eigentlichen L. um die Mitte 1876 etwa3,486,400 Seelen betrug, einschließlich der Vor-städte aber 4,286,600. Der Zuwachs belief sich 1876auf 62021 Seelen. Die Zahl der bewohnten Ge-bäude betrug 417,767. Auf je fünf Minuten kommteine Geburt, auf je acht ein Stervcfall. Es leben30,000 bis 40,000 Deutsche in L. 1170 hatte L.
40.000, 1702: 674,000, 1760: 676,000, 1801:058,863,1811:1,304,000, 1831:1,574,000,1841:
1.948.000, 1851: 2,362,226, 1861: 2,803,981,1871: 3,254,260 Ew.
Die Themse, 300 bis 450 m breit, mit der weitüber L. heranfgehenden Ebbe n. Flnth ist der Haupt-puls des Lebens von L., 16 Brücken (darunter 5
Eisenbahnbrückcn) führen über dieselbe; sie sind von iO. nach W. gerechnet folgende: n) die Londonbriiü(I-oiickoii IZriÜM); die alle, 1176—1206 erbauie s1831 abgebrochene, war mit Häusern n. Buden ln- jsseht, doch wurde 1825—31 eine neue, 60 m von dirälteren, ans Granit, mit 5 Bogen, 300 ml., 20 m br,erbaut; bis hierher geht die Seeschifffahrt; b) South-warkbrücke, vonGußeisen 1814—19 erbaut, 3Boge:>
2 ä 65 IN, 1 ä 75 IN, Gesammtlänge 233 in; k)BlackfriarS- (d. i. schwarze Mönchs-) brücke, 9 Bogen.
31 in, 1760'—68ansQnadern erbaut, Ende der OverJahre wurde ein Neubau dieser Brücke begonnen; st)Watsrloobrücke (sonst Strandbrücke), 1814—17 ausGranit erbaut, 9 elliptische Bogen zu 37 in; e) Ch,-ring Lroß, Eijenbahn- n. Fuß- (früher Hnngersord-)Brücke, zwischen Hungerford und Lambcth; k)Wck- sminsterbrücke, 1739—1750 ans Portlandstein ge-nbaut, ward gegen Ende der 60cr Jahre abgetragen ')n. in großartigem Stil neu anfgeführt; sie ist wol diebreiteste der Brücken Europas n. durchaus massiv-x) Lainbcthbrücke, eine moderne Hängebrücke; Ii)Vauxhallbrücke, 1813 bis 1816 ans Gußeisen ge-baut, mit 9 Bogen; i) Chelscabrücke, II Albertbrncke,
1) .Battcrscabrückc sind ebenfalls moderne Brücken-Constrnctioncn ohne besonders hervorragende Be-dcntnng. Die 5 Eisenbahnbrückcn sind 1) die denCannonstreet-Bahnhof mit dem linken Themsciiferzwischen L.» nnd Sonthwark - Brücke verbindende;
2) die der Metropolitan-Eisenbahn, östlich nebenBlackfriarsbrllcke; 3) Die bereits erwähnte CharingCroß-Brücke; 4) die Victoriabrücke der Krystallpalast-Eisenbahn, zwischen Len Vanxhall- nnd Chelsea- 4Brücken; 5) die West-London-Eisenbahnbrücke,die »letzte der fpccicll L-cr Brücken stromalifwärts. Hier- jzu kommt noch der alte Themse-Tunnel, jetzt a»Z> Kschließlich dem Eisenbahnverkehr dienend; der weiter lseewärts 1876—77 erbaute neue Tunnel, welcherdie Grafschaften Essex und Kent verbindet; endlichder 1870 erbaute Thcmsetnnncl, nur für Fußgänger,Tower Snbvay, der das Towernfer mit Ser lebhaf-ten Toolcystrcet verbindet n. ans einer 2,2 in Durch-messer habenden eisernen Röhre besteht, znwelcheraufbeiden Seiten Wendeltreppen von 96 Stufen führe».
Die Bauart L-s ist im Ganzen nicht schön; nnrdie öffentlichen Gebäude und die Paläste der briti- >scheu Großen sind stattlich, dagegen find die Privat-hänser zwar meist drei Stock hoch nnd höher, aberschmal, kaum 3—4 Fenster breit, da der Engländer (es nicht liebt mit einer anderen Familie in einem )Hanse zu wohnen. Die Privathänser sind nnr vcnZiegeln nnd oft leicht gebaut, indem sic meist ansfremdem, der Stadt ober Privaten gehörigen Grund :nnd Boden stehen, der auf 99 (seltner auf 49) Fahre :vermiethet ist, nach Ablauf deren sic dann dem Grund-herrn znfallen und von ihm anderweit auf Zcitpachtverliehen werden. Fast alle sind nnbeworfen u. vonStcinkohlcnrauch geschwärzt. Nnr die Hellen Spie-gelscheiben, die gebahnten Thüren mit blanken, mes-singenen Klopfern nnd die blendend weißen, täglichmit peinlicher Sorgfalt geputzten, zur Hauslhürführenden Steinstnfcn hebelt das Ansehen. Fast alleL-er Häuser sind durch einen, etwa 6 Fuß breiten,tiefen, ansgcmauertcn, mit Gittern umschlossenenGraben <Arsa), über den ein Brückchen nach derHansthüre führt, von der Straße getrennt; in derRegel hat (namentlich in den feineren Stadttheilen)