Druckschrift 
Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

61

Lantschm Ltiodikc.

!Kew. 6,ig. SeinSchmelzpunkt liegt zwischen dem! heißen Ulanen oder Lanciers. 2) L-n oder Glefcn- des Antimons und des Silbers; an der Lust erhitzt,^wurden im Mittelalter kleine ans einem Ritter undverbrennt es mit intensivem Lichte; -Läuren lösen esj49 Reitern starke Abthcilungen genannt, diese Ve-rasch ans. Man erhält es durch Elektrolyse des L- , nennung hatte sich auch in späterer Zeit noch erhal»chlorids oder durch ErhitzenvonL-chloridmitKalium. ten und wurde in Frankreich für die kleinste Unter-! Sein Entdecker Mosander (1839) benannte es nach! abthcilnng einer Reitcrtrnppe gebraucht. Z-

dem griech.lnntlninoin, verborgen sein. MitL-ancr-! Lanzette, chirurgisches Instrument, das wenigersiossbildet es nur cineVerbindnngL-oxyd (Im^OJ^znm Einschnciden, wie das Bistouri (s. d.), als znmi-l-ia inaom-s-in-i»-,- Einstcchcn benutzt wird, deshalb eine zweischneidigeKlinge besitzt. Man unterscheidet L-n mit pyramiden-förmiger (die gewöhnlich gebräuchliche Jmpf-L.), mitgerstcnkvrnförmigcr (die Aderlaß-L.) n. solche mitgeschwungener säbelförmiger Spitze (die Jncisions-oder Absceß-L.). Jahn.

Lanzcttförmist (lanzettlich, lanevolnbus), s.Blatt, III, S. 509.

Lanzi, Luigi, vorzüglicher ital. Alterthums-forscher, geb. 1732 in Bkonte Lell' Olmo bei Mace-rata im Kirchenstaat, wurde Jesuit und stndirte inRom Altcrthumswisseuschaften; er ging dann nachFlorenz, wo er 1806 inAneckennnng seiner meister-haften Nachahmung des von der ^eenäomin äelln6rusea vorgeschriebenen rein toscanischen StilsPräsident derselben wurde n. 30. März 1810 starb.Er schrieb n. A.: 8n§Aio äi linxna, otrnsen sie.,Rom 1789, 3 Bde.; Ltoria Mbvriea ei'ltnlin ünlrisorMinento ckells bollo nrti Ln provso nl lins eiol18. neeolo, Bassano 1794, 4. Anfl. 1815, 0 Bde.,deutsch von Wagner, mit knnstgeschichtlichcn An-merkungen von Quandt, Lpz. 183033; Uoi vasjnntieln vol§nrmsn1o eiünwnbi otruselri, Flor. 1806;iblotinio cielln senltnrn sio^Ir nnbieiii, ebd., n. Ausl.

ein weißes, in Säuren leicht lösliches Pulver, dasnt Wasser znsammengebracht weißes, rasch Kohlen-äure anziehendes L - oxydhydrat (L-Hydrooxyd, L-hydrat) IiNg(01I)<, bildet. L-chlorid (I-w.LIg) erhältman durch Auflösen des Oxyds in Salzsäure n. Ein-dampfen als weiße, strahlig-krystallinische Blasse.Die L-salze sind jämmtlich farblos. Heycr.

Lautschcu, Hauptstadt der chinesischen ProvinzKansu, unfern des Hoanghv, Handel mit Tnrkestan.

LanubttlM (a. Gcogr.), alte Stadt in Latium,seit 338 vor Ehr. römisches Mnnicipinm aus demBerg Albanns bei Lavinium mit Tempel der JunoSospita. L. war Vaterstadt des Milo n. Stammortder Antonine; jetzt Lavigna mit Resten des altenJnnotempels.

Lanza, Giovanni, ital.Staatsmann,geb. 1815zu Vignale in Piemont, stndirte Medicin in Turin,nahm seit 1848 thätigcn Antheil an der Politik,wurde znm Abgeordneten inS Parlament gewähltund hielt sich hier zu der Fraktion der gemäßigtenLinken, ganz besonders an Cavonr. Er erhielt Mai1855 in Piemont das Portefeuille des öffentlichenUnterrichts, 1858 das der Finanzen, trat jedoch mitCavonr 1859 zurück u. führte nun in der Kammerdas Präsidium. Im Scpt. 1864 übernahm er imCabinet Lamarmora das Ministerium des Innern,nahm aber 28. Aug. 1865 seine Entlassung wegenMeinungsverschiedenheiten mit seinen College» be-treffs der Wahlen. Im Sept. 1867 wurde er zumKammerpräsidenten ernannt, legte jedoch im August18K8 nach dem iiammervotnm über die Tabakregie

1824, mit L-s Lebensbeschreibung von Jnghirami,deutsch von Lange, Lpz. 1816; Oper« postiuns,herausgeg.vonBoni, Flor. 1817, 2 Bdc.Bzl.Cappi,Lio^rnllä äi l-., Forli 1840. Booch-Arkossy.«

Lanzo (L. Tonnensc, zum Unterschied von L.d'Jntcloi in der Pro». Como), Stadt im Bez. u. derital. Prov. Turin, an der Stura, Station der Ober-

diese Würde nieder. Als er am 19. Rov. 1869 wie- italienischen Eisenbahnen; Friedensger.; Seidenwc-

der znm Kammerpräsidenten berufen ward und dasMinisterium Mcnabrca deshalb seine Entlassunggab, erhielt er, nach einer mehrtägigen Krisis, am12. Dec. das Präsidium im neuen Ministerium undübernahm zugleich Las Portefeuille des Innern.Den finanziellen Rcorganisalionspläncn seines Pro-gramms stellten sich die politischen Verhältnisse dernächsten Jahre hindernd in den Weg n. als sich da-zu die Opposition der Kammer gesellte, trat er Juni1873 von seinem Posten zurück. Schwor.

Lanzarotc, s. Lamarote.

Lanze, 1) Stoß- n. Stichwaffe, welche aus einemdünnen 2^ bis 3j, m lange», oben mit einer eisernen

berci, Käscbercitnng; 1871: 2625 Ew.

Lao, s. Laos.

Laodäinas, Sohn dcsEteokles, wurde nachdemTode seines Vaters, nachdem er unter Kreons Vor-mundschaft gestanden, Köniz vonTheben; erwürbeim Kriege mit den Epigonen, in welchem er denÄgialcns getödtet hatte, von Älkmäon erschlagen;nach Anderen rettete er sich nach Jllyrien.

Laodlle, 1) Tochter des Priamos n. der Hckabe,beiHomerGemahlin Helikaons; nach Späteren liebtesie Akamas, als er mit Diomedes als Gesandter we-gen Rückgabe der.Hcleneu nach Troja kam, u. zeugteLen Mnnitvs(Munychos) mit ihr. Rach Trojas Zer-

Spitze, unten mir einem eisernen Schuh versehenen!störnng soll sie auf der Flucht vor den Griechen vonhölzernen Stange besteht. Vor Einführung dcr!der Erde verschlungen worden sein, nach Anderen sichFeuerwaffen waren die L-n die Hauptwasfcn der! aus Verzweiflung über den Verlust ihres, durch denReiterei, während das Fußvolk mit der kurzen L.,! Stich einer Rätter verlorenen Kindes von einem Fel-Pike genannt, bewaffnet war. 'Als eine Art Na-!sen herabgestürzt haben. 2) Tochter des Agamemnontivnalwasfc haben sich die L-n bei dcnKosacken nnd!u. der Klyiämncstra, bei den Tragikern Elektra. 3)Polen erhalten, während sie in den übrigen Heeren ^L., Gemahlin des Antiochos n. von diesem Muttermeist abgcschafst worden waren; crstFricdrich d.Gr. !des SclenkoS Rikator, der nach ihr fünf Städte be-fiihrte sic für die neu errichteten Bosniaken und, nannte. Später war cs ein häufig vorlommenderTowarczis (die späteren Ulanen) wieder ein u. seit! Raine im Hause der Selenkiden. Am bekanntesten istjener Zeit sind die L-n als Bewaffnung für einen. 4) die Tochter dcsAchaios, Gemahlin Antiochos II.,Theil der Reiterei in fast allen Heeren wieder an-sdicverstoßcn wurde, als dieser dieAgypterinBereniksgenommen, die damit bewaffneten Reiterregimenter jheirathele, dann wieder als Gemahlin angenommen,