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Bd. 5 (1876) Chopin - Decennium
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EouftitutioucEf.

©Ijeoretileni beS gefilattbeS meift gar iiidjt, ob. nurin fcljr geringem SJiaße beriicffidjtigt. ©aS c«e©Aftern, wie es feit ber erfiett frangöfifc^en Sie«Solution in fjranfreicf) 51a - StnSbilbung getaugte,bert ben Berfaffuugeu Bon 1814 tt. 183051t ©raubelag 11. feit biefer Qeit aitdj in ©eittfd)lanb alsQielpunlt ber Siberalett Partei aitfgeftellt würbe,ift baljer weit metjr als eine felbftäubige u. burd)tljeoretifche ©pcculationeit erweiterte Qbee bontbefielt ©taate, als nur als eine bloße Siadjaljm«uttg ber cttglifdjeu BerfaffuugSgnutbfähe 51t be«trauten, SlttS biefer Simeone fuib in ifjrer @nt«faltung feljr oerfdjiebene ©pftente IjerBorgegaugen,bie außer bem einen Limite, baß fte fänuntlidje eineSSegreujuitg u. beg. Befchiäntnng beS moitardjifdjeu.fjerrfdjerwiltenS burd) eine neben betufel&eit gefielfteBolfSBertretuug für notljmenbtg erachten, meift faftin allen aitbereit 93 e§ieb)itngeit aitSeütaubergeljen.Qe nacfibent babei entwcbcr ber mouardjifdjeit ©e«walt beS Staatsoberhauptes, ob. lintgefc^rt benSiedjteu beS BotfeS ein größerer ©ittfluß beigetegtwirb, Ijat man babei 3Wtfd)eu einem inoitardjifihc«eit u. einem bemofratifdjfC=en@pftem(fWonard)iemit republifauifdjeit Qfnftituti01tcn) untcrfdjiebeit.211 S ©ntitbfäfje beS ntDitarcf)ifc^»c»en ©pftemS famimatt fotgenbe betrauten: ©er fDiouardj, wenn erand) bie'oberfte ©cwalt im ©taate belleibet, Ijatmit biefent Siedjte and) eine ^errfdherpflidjt über«tragen erhalten, bie barauf gerichtet ift, baß ernur gefe(jmäßig 11. im moljlBerftanbenen Qntereffefeiner Uutertljaueu 511 regieren hat. ©ie@taatSgewalt ift baf)er in fo Weit 51t befdjränfeit, baßit)-r SOiißbrattch möglid)ft erfdjmert it. fo Diel, alsbieS burd) ©efelj gefdjetjcn fantt, unmöglid) ge«mad)t werbe. ©ieS gefdjieljt gnuädjft burd) bieBerautmortlidjlcit ber Siiüüfter, itad) meld)er bieoberfien Siätije beS gürjten betnfelben fo 5ur ©eiteflehen, baß fte für alle SiegieritngSacte beS Sie«geilten bem 8anbe 3 iedjenfd)aft fdjulbig fiub. QebeVerfügung beS gürften Ijat baljer, um Bot(|iehbar 511werben, bie ©egeuseidinungfSontraftguatur) wenigftenS eineä SDiinifterS 31t tragen, ber bamit alle Ser«antwortlidjleit, wetdje aus ber etwaigen BerfaffnugS«wibrigfeit ber Berfügititg abgeleitet werben faitn,übernimmt; f. Serantmortlid)feitber©taatSbeamten.®etit gürjten gegenüber fteljt als Siepräfentantinber Bolf'Srecljte bie Berfammlung ber Slbgeorbiteteit.fjfjre Befdjtüffe gelten baljer als ber redjtlich ma=nifeftirte Bütte beS BotfeS, welken ber gürftmöglichft ju beachten l;at. ©ie Berfammlung tarntje liad) ber ©röße 11. ber Ififtorifdfen HuSbtlbungboS Staates in einer ober smei .Sammern be«flehen. Qm lederen gälte ift bie ®rfie Sammetba3-n beftimmt, bef. bie Borljanbeuen ariftotratif^en©lemeiite in ftdj aufsutteljmen, wogegen bie Qmeiteaus allgemeinen, unmittelbar aus beit Berfdjtebe«nen klaffen beS BolfeS ^erborge^enben SBaljlengebilbet wirb. Beibe Kammern fielen red)t(id)oinanber gleich, baljer uertreten nur Befdjlüffc,welche in beibeu ülbtljeituugen gleichmäßig gefaßtworben finb, ben SMeit beS gefantmteit BolfeS,nicht aber fa^tt eine Samtiier für ftd) allein baraufänfpradj ntaajen. Sefte^en ba^er SWeinuttgSbiffe-renjen smifdjen beibeu, fo ftitb biefelben burc§ einbefonbereS SSereinigungSbcrfa^reu auSjugleit^en,ob. es wirb bor ber §anb angenommen, baß ber

Soltswide 31t einer bcftimtnteu Überseitguiwnidjt gelangt fei. ©ie Siebte ber St6georbiietemberfantmlung aber beße^eit barin, baß fte yStaatsgewalt gegenüber überall eine gewifferma«controlireitbe ©tjätigteit auSsuüben pat. 5 tüe Set 1fefje, weld)e baS ©igentfmtn ob. bie Sperfonen btt«Untertpanen betreffen, müffett ba^er i^r regelmäßig!jur aJtitberattfuug u. Qiiftimmuitg borgelegt irev=ben; fte I)at baS 3 led)t ber Bewilligung Bei nettenl©tenerit, baS 3 ied)t ber SDiinifterantlage bei be.ltterfieit SerfaffutigSberle^ititgen, bie ißrüfttttg be rülttSgabe« u. ©imtal)me«@tats, baS Siedft, überWid)tigere ©egeuftüitbe beS ©taatSlebenS bie Me,gieruug um SlttSlunft ait3ugel)eit, baS Sie^t, Se,'fdjmerbeit tt. ißetitioneu au ben gilrften 31t bringenmeift attd) baS Sie^t, felbftmtbig ©efc^borf^Iägecin3it6ringett. Bei alter biefer 9 Rad)tftet(img tjiber Siepräfeittanteuberfammluitg itid)t bas Mec|teingeräumt, baS Staatsoberhaupt irgettbwie brectgu einer SRaßregel 51t jwingen; bieltnelfr pe^t'bemfelbett gegen bieBefd)lüffe ber Kammern eines«theils ein Beto ju, aitberittheilS baS 8led)t, benStepräfentantentörper aufjulöfen tt. eine Steiunaljl 1aitgitorbueu. ©ieS tji ber Qitlfalt ber fogen. fürff«liehen fßrärogatibe. Slitßcrbetit ftetlt baS c=e @b<ftern meift noch mehrere affgemeitte ©äite als©arantien einer BerfaffititgSntäßtgen Slegiermtg auf,wohin uantentticE) baS Sfiedjt ber freien SDteinnitgS«äußerttng in SBort ttnb ©djrift, baS Siecht jur©efdjwerbe, Unabhängigteit beS 3 iid)terftanbeS ti.Berbot ber Sabiitetsjuftig, bie govbermtg, baßMie.ntattb feinem orbentlidjett SRid)ter eittgogeit »erbenfaarf, Öffenttidjleit ber flraf« ttnb cibilgerithtli^entt. laitbftäubifdjen Berhaiibluitgett, Qugänglihfeitber ©taatsämter für jeben Staatsbürger ohneÜHterfdjicb beS ©taubes tt. a. gehörnt. Qnt @e«gettfahe l)' el 'ä u & a f' vt c ' n ^ cl *t bemofratif^enSBefen ftd) mehr äutteigeubeS c«eS ©hflem tuefent*lief» auf bem ©ruttbfahe ber ©h e ^ l,n 9 ^ erwalten 3mifdjctt gürft, refp. Staatsoberhaupt n.Bolf. Beibe werben babei als gwei gleidjBerech*tigte ©ubjecte betradhtet, welche itt einem jtitt«f^Weigenbett BertragSPerhättniffe 31t eittanber fte«heit, ©em Dberhaupte beS ©taateS bleibt bie©yecutibgcwalt gugetpeilt; sott ihm gehen baljeralle Siete ber Sübminiftration, wenn auch mit beitfdjen erwähnten Befd)ränlmtgen ber SBinifierber«antwortlidjleit u. Siiiuifteranflage, Soittrole überBerwenbung ber ©taatSgelber, Slbgabeiwermillig«ttttg ec. aus; bagegen wirb begüglidj ber gefejj«gebenbett ©ewalt bie £>aup ! tt)ätig{ett ber Sfteprä*entantenfammer als Bertrc witt beS BoIfeS jtter«farntt. ©te Sthgeorbuetent ' ammlung gilt baljerals §auptfactor ber ©efe^c .titg; ihr werben bie©efe^e nicht gur ©eitehtttic ,tg, foitbern gur S8e«chlitßfaffttng Borgelegt, fte hat ebenfo wie baJStaatsoberhaupt nach bem Siechte ber fogeit. 5»«tiatioe bie Befugttiß gn felbftänbiger ©ttibringuitgBon ©efeheSBorfchlägen, u. bei wieberholt gleichlautettben Anträgen ob. Befchlüffett wirb bettt gür«ien, weit matt annimmt, baß burd) biefe Süßieber«Ijoluttg ber BSiüe beS Boltes ßch genügenb au8<gebrüdt h a 6 e , baS Siecht beS Beto oerfagt.äusgel)ettb banoit, baß jeber Staatsbürger an berBilbtmg beS BolfSwifienS einen gleichen Sntheühabe, gelangt ettblich bieg ©pftem auch meiß ju