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Einthal —
Giimtml (n. £ytal.), 1) fo b. w. §adebrett; 2) }on. w. ©pmbal.
GimarrottcS, bie netwilberten (nicßt reiften)ißferbe, weldje bie IßatnpaS tut ©. beS {Rio _bela l)3lata in ga^Ireidjen beerben bewohnen. S$°ntä.
Günthern, germaitifdjes Sol! in {Rorbbcutfch»lanb. ©riedpfeße ©cographen Ijietten fte mit benKimmeriern für ibentijd) nnb ließen fte, aus bentSaurifchen ©herfoneS abßanimenb, ftd) über @ar»inatien bis an bie Scidßel »erbreiten; Slnberehielten fte für Kelten nnb mit ben britannifdjenKqmreit für gleid), felbft bie römifdjen .{pißorüerbermißhten fte anfangs noch mit ben ©adiern;fpäter, als fte mit ben ©ertuanen betannter witr»beit, berfefjten fte bie ©. in ben {Rorben ©erma*ttiettS an ben Ocean. ßHiniuS redetet fte unterbie Qngänoneit u. fennt ißre ©ifje auf ber Cher-sonesns cimbrica (Schleswig nnb .glittanb) unbin ©taitbinanien. Sie ©itten ber ©. waren ed;tbeutfeß; mit ihnen gogen itt ben Krieg ihre Sei»ber, unter bicfeit fßrießeriunen ttttb Ißrophetimtenin reeifjen {Rüden, leinenen Dberlleiberit, mitehernem ©iirtcl it. barfuß; non biefett würben bieKriegsgefangenen geopfert unb aus ißrem SBIutett. ©htgemeibe geweißagt. gn ber ©djladjt [tan*ben bie grauen auf Karren, bie mit gellen über*fpanitt waren, Welche fte äugleid) als eilte ArtRaufen betreuten. Sießhäute, bereit gehörnteHäupter ihnen gteidjgeitig gunt Kopfpu^e bienten,waren ihre URäntel. Sie bfteiter trugen nebenbeinod) h°^ e S3ttf^e. 3ßre ©djilbo waren weißangentalt. ©ine alte Sage ging, baß fte ihr Sa»terlanb gu neriaffen ttttb nach ©itbett gu gierenburd) eine große Safferßutß beftitumt worbenwären. fjßt erftcr ©infall im ©üben geßhaß mitben Aitibronen, einer gaHifd^cn SSölterfcfjaft, unterSojorip, 113 n. ©hr. fRacßbem fte nott ben 33o*fern itn ^ercßitifcben Salbe über bie Sonau ge*trieben waren, brachen fte in gHßtien tt. {Roricttntein, fcßlugeit bie {Römer unter bent ©ottful ©arbobei SRoreia; auch bie Siguriner unter Sinico in^elnetien fcßloffen ftd) an bie oereittten ©chaareu u.itberfcbwetnniten mit ihnen ©aüien. AIS ba§ ner=heerte 2anb ihnen teilte SRaßrung mehr barbot, 50*gen fte weiter {üblich tt. forberten nott {Rom burd)eilte ©efanbtfcßaft Sieter, wofür fte KricgSbienfte ner*fpraeßen. Ser ©enat nerweigerte bas Verlangte,worauf fte bie {Römer unter ©ilanuS 109 n. Sl)r.u. unter SR. Slurel. ©cauruS, 107 n. ©hr., an*riffen u. fcßlugen. ffn ber ©eßtaeßt an ber {Rhone,ei Slraußo, 105 B. ©hr., nerlorett bie {Römer, itn»ter ©onful ©n. SRanlhtS SlRapimuS 11. {proconfitl O.©erniliuS ©äpio, faß ißr ganges §eer non 80,000au Sobteit u. ©efangenen gegen fte. fjeßt gegenfte nad) ©panien, Wo fte aber non ben Keltibe»rern gurüdgetrieben würben. gurüdgefeßrt, be=fcßloßeit fte, mit beit ftammoerwanöten Seutottenunter Seutobob, mcld)e am {Rljctit henaufgegogenwaren, u. mit ßelbetißhen Söllern Bereinigt, einen©infalt in fftalien. @r foüte in 2 ©olontten, bie©. unb Siguriner bttrd; {Roricunt, bie Slmbroneitunb Seutonen gegen SRariuS burch bie ßSroneitcegesehen. Säßr-eift bie Seutonen 102 n. ©hr.unter SeutDbob non ben {Römern unter SRariuS beiAquae ©eptiae (Slip), wo Seittobob itt ©efattgeu*fthaft geriet!), gefeßlagen würben, gingen bie ©. unter
Cimicifuga.
SBojorip übet ben Sißein, fuhren mitten im Sinter !Bon ben Sribentiitifdjen Sllpcit auf ihren ©gilben ;über baS ©iS herab, jagten ben ©onful Satulus \über bie ©tfd) tt. blieben itt Dber^tatien. SllS ü)ia= jriuS bent ©atulitS 51t .fjilfe !ant, erlitten fte inber ©eßtadjt auf ben Campi Baudii, bei Seroim, !29. fjuli 101 n. ©ht-> e i ne gattglicße fRteber» !läge; bie SRänner ßelen in bent Kampfe, bie Ber= !gmeifelteit Seiber töbteten ftd) u. ihre Kittber inber Sagenburg. Sie ©. hatten ben {Römern einenfolgen ©cßreden eingejagt, baß eine große gur^teilt ©imbriftßer ©djredcit, eilte außerorbcntlidieSSeute eilte ©imbrifßie ©eute tt. ein großes @e-fd)rei ein Stmbrifd)eS ©ehettl Ijtcfj. Sie in ihrenltörblichen Sohußhett gebliebenen ©. fdßdten anSlnguftuS eine ©efaubtfdjaft mit einem heiligenKeffel jum ©efcheitfe, um beS KaiferS ©uttft juerwerben, u. SacituS nennt fte ein §war fleincs,aber berühmtes IBol!; juleht nerloreit fte ft^Wahrfdjeiitlidi unter bent allgemeinen Siamen bet©athfen. 85gt. fy 0 h- S^üiter, Bellum Cimbri-cum, güiieh 1716; ©chiern, De Cimbrorum ori- igine et migTationibus, Kopenh-1842, u. barübetbaS ©imbrifthe Sörterbttch gefd)tieben, IjerauSgeg.non Bergmann, Sielt 1855. ©S ging bie Sage,baß ftd) nad) ber Slieberlage in ben {Raubifdjen ’gelbem ein Sljril ber S. in bie ©Stbljänge betälpen gerettet hätte, uttb baß non benfelben bie jbeutfdien {Bewohner ber ©ette tt. Srebeci Somuni ;abßammten, baßer man beren ©praeße noch bis iHbie neneße geit ©imbrifche Sprache nannte (f. ©o< jntuni); biefelbe hat ©chmeller grammatifdj u. lepi<falifth bearbeitet (herauSgegebeit itt bem XY. Sb.ber ©ihungSberidße ber Siener SKabemie). Sgl.ßSalfmanit, ©imbern tt. Seutonen, 33crl. 1870.
Gtntbra (a. ©eogr.), ©tabt im ©iSalpinifhen©allieit, liorböftl. non Srieitt; jeßt ©etnbra;baranbaS ©embra«Sh a C 27kmlaitg, attmuthig,[jolgreidj, einß mit beutfeß, je^t mit ital. rebettbenSewohiterit.
(fimbrtfdjc §(tlbtitfcl, fo n. w. Chersonesnscimbrica.
Cintcltum (n. ©r.), 1) fo n. w. Keimclion,
2) Kird)enfd)ah; baher©imeliartha, ber ©heh’meifter ber Kirthett tt. Klößer.
(StmcHn (Sintie), Ort int franj. Sep. berSllpeS marritimeS, bei {Rigga, baS alte Ke(@e*)nte'tteleun ober ©enteltmtm, atn glitffe ßieillon; SRui-neit eines alten Amphitheaters (65 m laug, 54{m breit), fowie Bon Säbern u. Slquäbucten; Kircßfu. Klofter ber {Recoüecteii, 1543 gebaut.
Cimex (lat.), Sange.
Cimicifuga L.. fßßangengatt. aus ber gatit.ber Banunculaceae Helleboreae (XIII. 4).mehrjährige Kräuter mit abwethfelitbeit, breifatbgufammengefe^ten SMättent u. gahlreithen {leinen,in langen Sranbett ßehenben, weißen ®lütheit; fKelchblätter 4 bis 5, blumenblattartig; {Blumen 1 jblätter 1 bis 8, gweilappig, über aueß feßlenb;©arpette 1 bis 8, frei, nieleiig, in ber Sieife fi451t Salgfrüthtett entwidetnb. Son ben 8 in D®u-ropa, bem mittleren Aften unb SRAmerila hei ||, i‘fcßeit Arten ftttb erwähiteitsreerth: C. foetida L.(Sanäentraut), itn ößlicßett ©uropa, {RAmerile ;;tt. Sibirien ßritmßb; fteßt wegen feines hä&litß™brenglidjen ©entcßeS, nidjt gang mit {Re^t, in bem "