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Präffbent beS fi. Söhm. ©uberniumS. Sef. Derbientmachte er ftc^ um Serbefferttttg be-3 ©hulwefenS u.Straßenbaues , Segiinftigung beS KartoffelbaueSu. ffirridßuug bon 'Jlrntettattßalten. ©nbe (Juli1843 ging er wegen Sifferengen mit bem @rg-hergog Subwig über bie Serwaltmtg tu Söhmenin beit Sluheftanb u. ff. 28. Sec. 1868 gu Prag.Sgl. Sßolf, Sari ®raf ©lj., Prag 1869. 3)Sogttflaw, beS Sor. jüngerer ©ohtt, geb. 4. (Juli1829; ßitbirte bie SRed^te" in Prag u. trat unterbem SJlinifter ©hwargettberg in ben ©taatsbienß.Sor SlttSbruh beS Krieges Don 1866 SegationS*ratfj in SBerlin, würbe er ber öfterreihifhnt Slorb-armee als biplomatifher Vertreter beigeorbnet u.trat tiad) Seenbigmtg beS Krieges in SiSponi*bilität. Unter SBeuft war ©1). ®efaitbter in «Stutt-gart (1867—1870); in tejsterem (Jahre führte erim Slawen beS ©rafen Seuß frud)ttofe Serhaub-lungen mit ben cgedjifhen fjeubalen hinter bemSlücfen beS erßett SürgerntinißeriumS u. !amhierauf als ®efanbter itad) Petersburg (1870—71).2KS ber SluSgietd^ goheitmartS mit ben ©gehengu gelingen ftpien, würbe ®l). Statthalter bonSöhnten (©ept. 1871), aber fi>on im Öct. b. (J.trat er nach bem ©turge gohenwarts gurüd,würbe 1872 ®e[anbter in SJlabrib u. 1873 inTrüffel. ©ratet
Gljotef, fjrang Saber, ©otnponiß, geb. 22.Dct. 1800 gu Siebifh in SDlähtett; gubirte Jeit1819 (JitriSprubettg in SSiett, wiinnete gef) feit1824 gang ber SKufit u. lebte feitbem als ©ont-ponig u. SJlußftehrer in Sßieit; g. bafelbft im 2Jlai1852. ®f). fepr. eine größere (japl aufprehenberu. lehrreicher KlaDierftüde. SBrambacfi*
ß^otieborj, gauptort ber gleidhuam. SegitfS-hauptmannfhaft in Söhnten, in ber Stape berSaubrawa, fübt. bon p'arbubip; SegirfSgericpt;Schloß mit Kapelle u. Shiergarteit; 2ßotleugeug>Weberei; 3814 @w.
Gljotitt, f. ©poegitn.
(SijotufUj, SJlarftßecfen bei ©gaslau in Söp-nten; 1558 Sw.; 3uderraffinerie. gier 17. SJlai1742, ©ieg ber Preußen unter fjriebrih II. überbie Öftetreicper unter gergog Sari b. Lothringen(auch ©hlacpt bei ©gaStau genannt); f. u. Öfter-reichifcher Srbfolgefrieg. Sgl. Sropfen, 3 ur©d)lacht bon S., Scrlitt 1873.
(jljouattförner , ber grünliche Same bonTrigonella Foenum graecum (f. b.).
Ghouattä, bie fatpolifh-ropatiftifhen (Jnfur-genten in ber Bretagne, Slnjou, SDlaine u. einemSpeit ber Slormanbie gur Qeit ber erßen frang.SRebolution. Sen Slawen leitet man per bon(Jean Sottereau (}. b.), genannt Spottan » b. p.Chat-huant, Slacpteule, ein Spottname, ben®h-S©roßbater wegen feines mttrrifcpen u. fcpweig-famen ©parafterS befontmen u. ber geh in bergamilie bererbt hatte. SllS burep bie ropaliftifcheSerfhwörung beS SJlarquiS be la Stouarib bie©emütper ber Säuern beS 2B. auf friegerifchenSBiberßanb gegen bie neue Drbnuttg ber SingeDorbereitet u. über bie bom ©onbeitt angeorbneteAushebung erbittert waren, wiegelte 15. Sluguft1792 (J. Sottereau bie gum SJlilitärbienge Der-pflichteten Seute auf u. begann im SSalbe bonSSliSboit bte fog. ©pouanerie (.©uerillafneg auf
EC)OUatl§.
walbigem, bielfach burchfdjnittenem Sobptt), wobeier mit feiner Keinen Schaar (gewöhnlich 40—100Slamt) Saufenben bon Slepublifanern gu fepaffenmachte. Sieben ihm u. ttad) feinem 29. (Juli 1794erfolgten Sobe wirften noch biete Slnbere nichtminber eifrig für ihre ©ache: Sreton, Srißan-Spermite, Saillefer, Soqitereau, bie bei gougere,Se Pertre, SJliSbon u. f. w. tl;r Sffiefen trieben,beunruhigten mit ihren Sattbett, beßet)enb aus im©chmuggelfriege gegen bie ®abcloup (©teuer-beamten)(ber bretagnefdjen ®rettge geübten Säuern,bie uttgefdhulten jungen Seute (Bleus) ber gran*gößfehen fRepublif, überßelen Keine ®arnifonen,entmaffneten Slationatgarben u. f. w. Srofc ihrerSlieberiage bei 8e SJlanS nahm bie ©houanerienoch au Umfang gu. SBahrenb Patlierne u.©hebalier be SJlagnatt bie Sebölferung bei SlanteSauf bem redeten Ufer ber Soire bearbeiteten, griffunter ben ®rafen Se ta Sourbonnaie u. Se Sou-laittbittierS ber Slufftanb in ber Sretagne um ftd),bef. aber in SJlorbihan, wo ©eorgeS ©aboubaißch in herborragenber Seife ben Slepublifanerngefürchtet machte. 3 ro W elt i> en berfchiebenenSaitbenführern beßanb feine bauernbe Serbtnbung,feine ©inigfeit, feine ®emeiitfamfeit ber SriegS-plane. Sa unternahm eS ber ®raf (Jofeph bepitifatje, ßch gunt gaupte beS SlufßanbeS empor-gufd)wittgen tt. ben Slufrührern bie ntangelnbeDrganifation gu geben. Son Sitte auS, wo erfein erfteS ©tanbquartier hatte» gewann er mehru. mehr ©inßuß auf bie ©h-, namentlich burchbte gilfsgelber, bie er bon ©nglattb erhielt, fobaß er halb mit 7—8000 Sflattn SletttteS gu er-obern berfudjte, was ihm ittbeß mißlang. Sannbrang er trop ßarfett SiberftanbeS bis nach SÄor«bihau bor, wo ber Slufftanb nun noch mehr umßch griff. 2ltS er aber nach ber Ober-Sretagnegurüefging, würbe er bei SletttteS gefdjtagen u.entfam nur mit genauer Slot!) ttad) Slebou, wo ereinige ropaliffifche ©haaren orgaitiftrte. Sropbiefer u. attberer Slieberlagen hatte ber Stufffanbim 2B. fotche SSidhtigfeit, baß ber englifdje SHinifferPitt ißn ber Unterffüßung Werth h'ett u. im Slpril1794 erflärte, 4 Slegimenter ©migrirte befolben guwollen. SieS bermehrte noch ben Slluth u. bie3 a hl bet ©h- ■Sn SJlorbihan befehligten ©aboubaitt. Semercier 10,000 SJlann. Ser Sicomte be©cepeauy wiegelte ba§ Sanb gwifeßen Soire unbSitaine auf; in Slnjou, SJlaine, ber Senbee u. berSlormanbie entbrannte ber Sürgerfrieg mehr bennje. SBahrenb aber Pttifape nah Sonbon reiße u.baS englifhe ©abinet überrebete, eine fjlotte mitSBaffen u. ©migrirten ben (Jnfurgenten gu gilfegu fhiefen, ließ ffh fein ©tettoertreter Sefouteupbe ©ormatin bewegen, mit bem g-rieben begeh-renbett ©onßent ben Sertrag oott Sa SJlabilaiS(20. Slpril 1794) abgufhließett, ber ben ©h- biefreie SluSübmtg beS fatholifhen ®otteSbienßcS,Sefreiung üon Stequifttionen u. Diele attbere Sor-tljeil gewährte. Slber bie (Jnfurgeitten, bamit nichtgttfrieben, woßten Dielmehr bie SBicberherfteßungbeS SönigthumS; ffh ftärfer als je fülßenb, bäh-ten fte gum Sheil ben SBaffenftitlßanb nur gueiner befferen Drganifation gu bemtpen. ©o ent-brannte ber Krieg halb mieber. Ser ©eneralgohe überffet baS ©hloß ©ice bei SletttteS unb