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Die Landtagssession 1871—1872.
können, sind ihnen durch die Presse, durch Reden undVerkehr zu viel Quellen der Wahrheit offen und zu-gänglich, sie können sich selbst darüber orientieren, obdas wahr ist, was man ihnen sagt über die Tendenzder Regierung, über die Unterdrückung der Religion,über die Mißhandlung der Kirche; sie werden einerseitsden Kommissionsbericht lesen, aber auch eine MengeSchriften, die das Gegenteil sagen. Aber da, wo sieder deutschen Sprache unkundig sind, liegt die Sacheganz anders, da sind sie wie hinter einem Vorhänge,hinter dem sie nur erfahren, was die Leute, die beiderSprachen kundig, und die Gebildeteren für gut finden,ihnen ins Polnische zu übertragen. Das ist auch sehrviel geschehen, und ich glaube dem Herrn Grafen Bninskies gern, in den meisten Fällen geschieht es mit Wahr-heitsliebe, aber es sind sehr viele bekannt, in denen esnicht mit Wahrheitsliebe geschieht, sondern in denen, beiGelegenheit der Wahlen und bei anderen Gelegenheiten,die übelsten Lügen über die Intentionen der Regierungverbreitet werden, denen gegenüber wir gar keine Or-gane dort haben, die ihnen widersprechen. Graf Bninskideutete selbst an, man möge polnische Organe der Pressein jenen Gegenden schaffen. Ich habe selbst längst dar-auf gedrungen, aber ich herrsche nicht in den innerenAngelegenheiten, und ich glaube, der Rat des HerrnGrafen ist ganz richtig, und es wird das geschehen; aberes fragt sich nur, ob die Leute es lesen werden, ob ihnendie Priester nicht untersagen, dergleichen zu lesen; dasmuß der Erfolg lehren; jedenfalls aber haben wir dorterfahrungsmäßig und nach den Akten des Kultusmini-steriums es mit Geistlichen zu thun, die das Erlernender deutschen Sprache ausdrücklich verhindern. Nun sagt