Die kath. Geistlichkeit u, d. deutschfemdl. Bestrebungen. 117
Aeußerungen, die ich neulich in Bezug auf die nationaleStellung der Geistlichen verschiedener Nationen that, da-durch eine ganz andere Färbung gegeben, daß er sie ver-allgemeinert hat. Er hat es so dargestellt, als hätte ichallen katholischen Geistlichen deutscher Nation den Pa-triotismus vollständig abgesprochen, als hätte ich diedeutschen Geistlichen in die vierte Nummer klassifiziertund ihnen die anderen vorgezogen. Er hat wiederummeinen stenographischen Bericht nicht vor sich gehabt, erliegt hier, ich werde Ihnen nachher aussuchen, was ichgesagt habe, ich mag Sie jetzt nicht damit aufhalten, imGedächtnis aber habe ich, und dafür rufe ich Ihr Zeug-nis an, gesagt zu haben, daß solche Symptome, wiesie bei uns Vorkommen, solche einzelne Erscheinun-gen bei anderen Nationen gar nicht Vorkommen. Wirhaben es zu thun mit, und ich sprach von der deutschenGeistlichkeit im allgemeinen, nicht von der preußischen, ...mir ist heute z. B. eine Sammlung klerikaler bayrischerBlätter zugegangen, wie ich sie doch bei französischen katho-lischen Geistlichen gegen das eigene Vaterland, bei polnischenkatholischen Geistlichen gegen die eigene Nationalität nochheute für ganz unmöglich halte; das Auftreten des Bay-rischen Volksblattes, des Volksboten, der Donauzeitungund wie sie alle heißen mögen, die den Franzosen ganzoffen als ihren einzigen Beschützer bezeichnten, ihren ein-zigen Retter in der Not in Deutschland, welche die De-putation, die dem Deutschen Kaiser entgegenkam, inihrer rohen Weise damit beleidigten, daß sie hofften, derKaiser würde sie als Spucknapf benutzen u. dgl., — dassind alles Symptome der Parteinahme gegen die natio-nalen Institutionen, die in klerikalen deutschen BlätternVorkommen, wie sie — ich wiederhole es — in Frankreich