Eine Auseinandersetzung mit Herrn vr. Windthorst. 95
bedenkt, daß in diesen Gegenden der größte Reichtumund die tiefste Armut wie in allen Fabriks- und Berg-werksgegenden zum Teil unvermittelt, und nicht immerdurch christliche Milde vermittelt, ich weiß es wenigstensnicht, sich gegenüber stehen — ich betone die Bedeutung,welche solche Redewendung: „der Antichrist des Reich-tums" für Arbeiter hat, die darauf hingewiesen werden,daß sie „Andersgläubige" mit dem Blut und dem Schweißihrer Hände nähren müssen — so gewinnen alle dieseWendungen doch noch eine besondere Bedeutung, welchejeden Gleichgesinnten für das Schulinspektorat wenig ge-eignet erscheinen läßt.
Es heißt darin ferner:
„Der Gebrannte hütet sich vor dem Feuer! Wir habengewählt den Fürsten Lichnowsky, die Grafen Renard,Strachmitz, Schaffgotsch, Saurma, Frankenberg, in derHoffnung, daß sie uns Katholiken treu vertreten werden,— und sie haben uns schrecklich angeführt (Große Heiter-keit), denn alle schlesischen Abgeordneten haben sich derFraktion (der sogenannten Freikonservativen) angeschlossen,welche in der Angelegenheit des heiligen Vaters gegen diekatholische Fraktion gestimmt haben. (Große Heiterkeit.)Der Graf Renard und andere haben sogar das LutzscheGesetz unterstützt, welches die Kanzel bedrängt, —"
indem es das Strafgesetz auf alle anwendet, also auchauf die Geistlichen —
„nur der einzige Geistliche Rat Müller hat treu unsereRechte verteidigt, daher ist er ein erprobter Abgeordneter,wenn man uns auch nicht einen treuen Abgeordneten imReichstage gönnt, so sollen wir ihn also nach dem Willender Freimaurer, Juden und Liberalen verwerfen und anseine Stelle den Herzog von Ratibor wählen, der sich zu