150 Die erste Session des deutschen Reichstages.
man diesem Saale eine — andere Form, will ich nichtsagen, gibt, aber denselben in einer anderen Form be-nutzt, indem beispielsweise die Präsidententribüne andie schmale Seite des Saales gelegt würde und danndie Sitze von dort aus aussteigend hergestellt würden,wodurch nicht nur ein besseres Hören, sondern auch einreichlicher Zuschuß von Plätzen gewonnen würde. Wirhaben uns aber überzeugen müssen, daß die Arbeit, welchedarauf verwandt werden müßte, doch soviel Zeit erfor-dern würde, daß wir Ihnen eine solche Unterbrechungder Sitzungen nicht zumuten können.
Es ist ferner die Frage in Erwägung gezogen —und ich habe noch in diesen letzten beiden Tagen wiedertechnische Untersuchungen anstellen lassen —, ob dem jHerrenhaussaal nicht eine größere Ausdehnung zu gebenmöglich sei — dadurch, daß man dort die Wand, ander der Sitz des Präsidenten sich befindet, zurückrückt.
Es sind nur hölzerne Wände, die sich hinter dem Prä-sidentensitz befinden, und ich hatte gehofft, es würde nureine Arbeit von wenigen Tagen nötig sein, wenn mandiese Wände fortnähme, die Konferenzzimmer des Präsi- ^deuten und der Minister für diese Zeit opferte, eine Treppehöher ein unvollkommenes Surrogat dafür fände, umuns aus diesem Orte der Qual erlösen zu können unddort in behaglichere Räume überzusiedeln; aber selbst dieseArbeit war doch umfangreicher, als daß sie, selbst mitden sehr tüchtigen und schnellen Kräften, über die manhier in Berlin disponieren kann, innerhalb wenigerWochen, wie man mir sagte, ausgeführt werden könnte.
Die Ermittelungen haben indes ergeben, daß im Herren-hause, wenn man jeden Raum zu Rate hält, 317 Plätzezu finden sind; es reicht das zwar nicht, wenn der Reichs-