148 Die erste Session dös deutschen Reichstages.
wäre die Benutzung des Platzes, auf dem heutzutage dasAkademiegebäude steht, ein sehr ausgedehntes Grundstück.Ich bin noch nicht in der Lage, Ihnen heute mit Sicher-heit sagen zu können, ob die Ausdehnung davon bis andie Dorotheenstraße reichen könnte, mit anderen Worten,ob die Marställe und Kasernengebäude, die sich dort be-finden, mit einbegriffen werden können oder nicht. Mitund ohne diese ist es immerhin ein Grundstück von hin-reichender Ausdehnung und hat eine für den monumen-talen Zweck sehr günstige Lage. Die Entfernung vonden Ministerialgebäuden ist dort freilich ebenso groß,wie von dem Dönhofsplatze. Ebenso groß ist sie beidein anderen Grundstück am Kupfergraben, bestehend ausder Artilleriekaserne und verschiedenen anderen fiskalischenGebäuden, die westlich von der Artilleriekaserne bis zurStallstraße sich befinden unter verschiedenen Namen. Esist dort von der Stallstraße durchschnitten und von derSpree und Georgenstraße eingefaßt. Ein sehr ausge-dehntes Grundstück zwar, dort ist aber die Entlegenheitfür den geschäftlichen Verkehr schon so groß, daß ichwenigstens die Frage, ob nicht dann der ganze Bundes-rat und das Bundeskanzleramt ebenfalls übertragenwerden könnten, wenn dort gebaut würde, doch ernstlichzur Erwägung stellen möchte. Ein anderes, das ich über-sehen habe, ist noch der Köuigsplatz, früher bekannt unterdem Namen „der Krollsche Platz", wo das RaczinskischeHaus den östlichen Teil davon einnimmt, und wenndieses Haus käuflich zu erwerben wäre, so böte sich dortein wahrscheinlich allen bekannter größerer Raum dar.
') Auf diesem Platze wird bekanntlich gegenwärtig in der Thatdas neue Reichstagsgebäude errichtet.