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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
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Seite
145
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Zur Errichtung eines Reichstagsgebäudes. 145

menfionen das, was hier erfüllt ist, sehr erheblich. DieMängel, die ich genau kenne von der Zeit, wo ich alsAbgeordneter in diesen Räumen getagt habe, und auchjetzt, sind solche, die unter allen Umständen vermiedenwerden müssen. Die Art, wie die Herren sitzen, eng,in der Unmöglichkeit, aufzustehen, ohne vier bis fünfihrer Kollegen zu stören, ist an und für sich für die langeDauer der Sitzungen, mehrere Stunden hintereinander,fast unerträglich, und es ist unvermeidlich, daß die Ab-spannung, die aus diesem zellenartigen Eingesperrtseinauf einen: bestimmten Platz hervorgeht, nicht zum Teilmitunter auf die Stimmung des Einzelnen miteinwirkt.(Heiterkeit.) Es ist ein dringendes Bedürfnis der Re-gierung, die Herren in möglichst wohlwollender Stimmungzu erhalten. (Heiterkeit.) Ich glaube also, daß jederoder wenigstens immer zwei nebeneinander in der Lagesein müssen, ohne Belästigung eines dritten ihren Platzzu verlassen; ich glaube, daß Sie, jeder Einzelne vonIhnen, räumlich so bequem sitzen muß, daß nicht daskörperliche Leiven, welches man bei längeren Eisenbahn-fahrten empfindet, hinzutritt zu der geistigen Abspannung.Ich glaube ferner, daß sehr viele bedeutende Nebenräumevorhanden sein müssen, teils für die Restaurationslokali-tälen, wie sie mir in ihrer Ausdehnung und Ausstattunghier nicht recht würdig scheinen, zum Teil auch für un-beschäftigte Abgeordnete, und teils zu Konferenzzimmern.Jeder von Ihnen wird im Laufe der Sitzung das Be-dürfnis gehabt haben, in seinen oder in Staatsgeschäften mitFremden zu reden; da findet man in anderen Parla-menten schickliche Räumlichkeiten, die dazu eingerichtetsind, und wo uran selbst einen Ausländer kann wartenlassen. (Heiterkeit.) — Hier ist das immer noch nicht