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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
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Die Aufnahme Badens in den Norddeutschen Bund. 41

rigkeit für einen Krieg des alten Bundes: er war schwer-lich zu erreichen, und die Verhandlungen darüber hätten,wenn nicht außerhalb des Bundes Vorsorge getroffenwäre, länger dauern können, als der Krieg. Haben wirnicht in Bezug auf Süddeutschland ein kostbares Stücknationaler Einheit erreicht? Ich kann dreist behaupten:übt nicht das Präsidium des Norddeutschen Bundes inSüddeutschland ein Stück kaiserlicher Gewalt, wie es imBesitze der deutschen Kaiser seit fünfhundert Jahren nichtgewesen ist? (Hört! Sehr wahr!)

Wo ist denn — seit der Zeit der ersten Hohenstaufen— ein unbestrittener Oberbefehl im Kriege, eine unbestritteneSicherheit der Gemeinschaft, denselben Feind und den-selben Freund im Krieg zu haben, in deutschen Landenvorhanden gewesen? wo ist denn eine wirtschaftliche Ein-heit vorhanden gewesen, an deren Spitze der deutscheKaiser gestanden hätte? Der Name macht es nicht!Aber wenn das Präsidium, wenn der König, mein aller-gnädigster Herr, im Nordbunde eine Macht übt, die zuerweitern im nationalen Interesse, im Interesse des Ge-wichtes und des Schutzes von Deutschland, kein Bedürf-nis vorhanden ist, so kann ich behaupten: das Haupt desNordbundes hat in Süddeutschland eine Stellung, wie sieseit dem Kaiser Rotbart ein deutscher Kaiser nicht gehabthat, und dieser doch auch nur, wenn sein Schwert geradesiegreich war, vertragsmäßig und allgemein anerkanntnicht. Also unterschätzen wir dies nicht, und drängen Sienicht so auf neue Etappen: genießen Sie doch einenAugenblick froh, was Ihnen beschieden, und begehren Sienicht, was Sie nicht haben! (Sehr gut! Große anhaltendeHeiterkeit.)

Wenn Sie den Beitritt Badens, die Herstellung des