Der hannoversche Provinzialfonds re.
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einer andern friesischen Stadt, wichtiger sei, als dieprovinzielle Zubehörigkeit. Schon der Gedanke, sich aneine Regierung außerhalb Ostfrieslands — etwa inOsnabrück — wenden zu müssen, war ihnen unwillkommen,und sobald sie aus dem Gespräche durchfühlten, daßOsnabrück die Provinzialhauptstadt des neuen Regierungs-bezirks der Provinz Westfalen werden würde und dazumehr Aussicht hätte, als Aurich oder eine andre ost-friesische Stadt, so verriet sich sofort einige Befremdnngund Abneigung.
Das sind die Motive, die uns geleitet haben. Daßnun dies für die Provinz oder den Landesteil Ostfries-lands sehr viel nachteilige Folgen gehabt hätte oder habenwürde, das kann ich nicht annehmen. Denn eine Provin-zialgrenze innerhalb eines Zollgebietes ist immer nochkeine Landesgrenze oder eine Zollgrenze. Meine Herren,es sind für Stettin noch keine Nachteile daraus hervor-gegangeu, daß es nicht zur Provinz Brandenburg gehört,obschou es ein Haupthafenort für Berlin ist. Kaum wirdman das von Hamburg sagen. Sobald aber das Hinter-land nicht durch eine Zollgrenze verschlossen ist, sobaldsie unter Einer Verwaltung, unter Einer Jurisdiktionstehen, so scheint es mir nicht, daß irgend ein erheblicherNachteil daraus erwachse. Hätten sich die Wünsche derBevölkerung mit mehr Einstimmigkeit und Entschiedenheitfür die Vorschläge manifestiert, die der Herr Vorrednerangeregt hat, und die gestern auch von dem Herrn Ab-geordneten für Minden v. Vincke angeregt sind, dann,glaube ich, hätte ich vielleicht bei diesem Teile meinesProgramms so viel Unterstützung gewonnen, daß seineAusführung faktisch möglich geworden wäre. Es ist alsokeineswegs der Umstand es gewesen, daß uns diese Ge-