375
leichter wie dieses. Das Meer bedeckte mehrmals die Räumeunserer Kontinente; es braucht nur nochmals eine solche Über-flutung bis zur Spitze unserer Gebirge stattzufiuden. Wer weiß,ob ein Mensch, auch wenn er sich eine Dampfarche baute, her-ausgerettet würde, und ob das erfreulich wäre. Oder wir brauchenuns nur zu vergegenwärtigen, wie manche Tiergeschlechter nichtplötzlich untergegangen, sondern allmählich ausgestorben sind, dieBedingringen ihrer Existenz aufgehört haben. Warum könnte dasMenschengeschlecht nicht aufhören, indem sich die Produktionskraftdesselben verminderte? —
Wenn ich so, wie bisher, zu Frauen spräche, würde ich hin-zusetzen: Bange manchen gilt nicht, es hat noch keine Not:api-68 von 8 Ik clöluKs. Da ich zu Männern spreche, ist einesolche Mahnung nicht nötig, besonders, wenn wir daran denken,daß die Natur alle ihre Prozesse, also auch jene möglichen, ge-ahneten Untergangsprozesse nach allgemeinen Gesetzen vollzieht.Man hat sich gewöhnt, sich freudig den Naturgesetzen zu unter-werfen, denn es existiert kein Glück und Segen, weder in derganzen Menschheit, noch in den Lebensgestaltungen der Staatenund Individuen, die sich nicht fortgebildet hätten in dem Konzertemit den Naturgesetzen. Darum unterwerfen wir uns freudigdem, was über uns beschlossen ist; denn wir wissen, daß der,der die Natur nicht mehr verträgt, von ihr nicht mehr vertragenwird. Der Kampf mit dem Naturgesetze ist der Kampf desPygmäen mit dem Riesen, und der Pygmäe geht schmachvoll zuGrunde. Eins aber eröffnet uns einen freudigen Blick in dieZukunft, nämlich das Gesetz der Fortbildung von uuvollkommnereuzu vollkommneren, von niedrigeren zu höheren Stufen der Ent-wickelung. Ohne Zweifel hat das Menschengeschlecht noch nichtdie höchste Stufe, deren es fähig und zu der es bestimmt ist, er-reicht; wir dürfen also unfern Enkeln und Urenkeln vollkommnere,edlere und darum gewiß auch freiere Daseinsformen in Aussichtstellen! Lassen Sie uns mit dieser erfreulichen Aussicht schließen!