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3 (1891)
Entstehung
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abdrücken. In der damaligen Zeit hatten die Fische das Re-giment auf der Erde; es sind aber Arten, von denen gegenwärtigkeine mehr existiert. Wenn wir weiter aufsteigen, so finden wirden Zechstein. Nach dessen Bildung hat die Erde eine andere Gestaltangenommen, aus Ursachen, die noch nicht weiter erforscht sind.

Die Primärzeit ist um; die Gebilde, die danach entstandensind, sind anderer Art, deswegen haben die Geologen hier einenAbschnitt gemacht. Wir treten in die Sekundärzeit ein: allesSchichten, die unter dem Wasser gebildet sind. Während derZeit aber müssen wir immer wieder auffassen, was im Innern derErde vorging. Die massigen Gebirge bildeten sich, der Granitund seine Verwandten drangen in flüssiger Gestalt durch dieSpalten, die sich durch Abkühlung gebildet hatten, hinauf, fülltendie Spalten und lagerten sich über die Schichten, so daß wiralso immer einen mehrfachen Prozeß haben: einen an der Ober-fläche und einen von innen heraus. In der Urzeit brannten aufder Erde Tausende von Vulkanen; allein in der Eifel nicht wenigerals fünfzig. Die Krater kann man jetzt noch sehen, sie sind ineist mitWasser gefüllt, man nennt sie Mahre, und wenn man z. B. aufdein Wege von Koblenz nach Trier seitwärts in das Thal vonBertrich einlenkt, so kommt man durch einen Krater, der zur Hälfteeingestürzt ist; die andere Hälfte steht noch deutlich vor den Augendes Wanderers da. Während der Zeit hat das Meer die Schichtenfort und fort gebildet, den bunten Sandstein, den Muschelkalk,den Keuper, das Salzgebirge, welches nur durch eine schnelleVerduiistung des Meeres oder eines Teiles des Meeres entstandensein kann, wie z. B. bei Wieliczka, wo das Salzgebirge vieleQuadratmeilen bedeckt.

Während der Zeit entstanden auch auf der Erde einzelneSüßwasserbildungen, wie die Becken von London, Paris, Mainz,Wien, welche eine unendliche Menge von Süßwassermuscheln ent-halten, abwechselnd mit Resten von Meerestieren. Ein solcherSee hat auch die goldene Aue bedeckt, ferner das Rheinthal vonBingen bis Basel; man findet an der Grenze dieses Thales anden Gebirgen deutlich die Spuren der Wellen. ?So ist Thüringender Grund eines Sees gewesen; man kann auch Nachweisen,

Diesterweg, Ausgew. Schriften. 2. Ausl. III. 24