Druckschrift 
3 (1891)
Entstehung
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Natur. Die slavischen Völker übertreffen sie an mechanischer Ge-schicklichkeit, die romanischen an Lebendigkeit und Beweglichkeit;an Kräftigkeit aber werden sie von keiner Nation der Erde über-troffen, nicht einmal erreicht. Aufs deutlichste wird solches, wieich schon sagte, an Männern erkannt, welche den echt-deutschenTypus und Charakter an sich trugen und von jedermann als Re-präsentanten der deutschen Eigentümlichkeit anerkannt morden sind.Alan denke an Al artin Luther, Ulrich von Hutten,Götz von Berlichingen, Franz von Sickingen, Fried-rich Ludwig Jahn, Ernst Moritz Arndt und an denFreih errn von Stein. In jedem dieser Männer tritt uns derCharakter des Germanen verleiblicht vor Augen, die Urkräftig-keit ihres Wesens strahlt ans jedem hervor.

Ferner wird diese Wahrheit des Germanen erwiesen durchdie Beschaffenheit der deutschen Kinder, vorzugsweise natürlich desKnaben. An Beweglichkeit, Anstelligkeit, Bildsamkeit und Gefügig-keit wird er von dem Sohne des Slaven und Romanen unbedingtübertroffen; er abeiff hat die Naturkraft, die sich eben zunächst inder Ungelenkigkeit offenbart, vor ihnen voraus. Er entwickeltsich langsamer; dagegen dauert die Periode der Entwickelung beiihm am längsten, und zuletzt übertrifft er an wirklicher Bildungalle eine Folge der Kräftigkeit seiner Natnranlageii. DerSohn des Slaven besitzt eine ungemeine Lernfähigkeit, der zwanzig-jährige Franzose ist ein fertiger Alaun; der deutsche Knabe bleibtgegen jenen zurück, und der zwanzigjährige, deutsch gebliebene,nicht französierte Jüngling ist nicht nur nichtstiber die Bilduugs-,sondern nicht einmal über die Bengeljahre hinaus.

Alle Erscheinungen, sowohl die historischen als die physio-logischen, psychologischen und pädagogischen bestätigen die Be-hauptung: der Germane zeichnet sich vor andern Nationen undRassen durch eine angeborene Urkräftigkeit seiner Natur aus.

llud diese Urkräftigkeit, nicht bloß des Leibes, sondern auchuud wesentlich des Geistes (erwiesen durch die schöpferische Kraftdesselben) hat ihren tiefsten Grund uud Halt, ihre Wurzel undihren Boden in dem G e m ü t, in der Stärke und Tiefe des ger-manischen Gemüts. Das verdient noch eine kurze Erörterung.

Den Verstand teilt man mit andern, in dem Gemüt besitzt