Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
210
Einzelbild herunterladen
 

Ist dies erst errungen, dann bezahlt cs reichlich die an-fänglichen Opfer. Einige Fabriken müßen imnwr soglücklich scyn, und übcrstralen das Elend derjenigen Un-ternehmer, die früher zu Grunde gingen. Aber bei demhandwerksmäßigen Betriebe sind nur wenige in der Lage,auf dies Ziel lossteucrn zu können; sie geben insgcsammtzu Grunde, bevor sie sich im Auslande einen Kredit er-worben haben. Denn bei ihnen ist cs nicht der Namedieses .oder ^jenes Unternehmers, nicht dieses oder jenesFabrikzeichen, an welches sich der ausländische Kreditknüpfen könnte. Sic sind einzeln insgcsammt zu unbe-deutend, um im Auslände bemerkt zu werden. Nur dieTotalität hat dort einen Namen, sic nur kann sich Kre-dit verschaffen und erhalten; und ein einziger Pfuschervermag den ganzen Kredit der Totalität zu untergraben.

Weder für den ausländische» noch für den inländi-schen Debit hat daher der fleißige, redliche und ges« ickteGcwerbsmann einige Sicherheit der Fortsetzung seinesAblatzes und Beidienstes. Die öfter wiedcrkebrendcErfahrung dieser Wirkung der Gcwerbcwillkür entmu-thigk nickt nur die Betriebsamkeit des gewissenhafterenTheles der Gewerbtreibendc», sonder» hält sie auchzurück, großen Verlag auf diese Unsicherheit zu ver-wenden, während g ade die Leichtsinnigen und Pfuschermit fremdem Geldc gewagte Unternehmungen machen,und durch deren Gelingen jene noch mehr daniederdrücken. Diese Unsicherheit des Nahrungsstandcs isteins der größten Uebel. Sonst hieß cs: Handwerk

hat goldncn Boden; aber bei der Gewcrbcfreihcit kommenAlle auf gcfrorne Maulwurfshaufcn zu stehen, mit denensie einbrcchen, sobald cs thaut. Die weiteren Folgen fürden Staat selbst, welche sich hieraus ergeben, und anwelche der Vf. nickt gedacht hat, sind noch bedeutender.Denn bei vollkommncr Gewerbcfrciheit mäßen Kapitalienihre uneingeschränkte Macht üben. Wer deren Gewicht,aus der Nazionalökonomie kennt, wird leicht begreifen,daß diejenigen, welche einen ansehnlichen Verlag in Hän-den haben, binnen kurzer Zeit alle übrigen Konkurrentenverdrängen, und sich in den Besitz von Monopolicn setzenmüßen Der unvermeidliche Erfolg der Gewerbcfreiheitist, daß das Gewerbe in wenigen großen Fabriken sichzusamm'N zieht uns dagegen der Handwerksmäßige Be-trieb ganz aushören muß. So verschwindet denn der kost-