schriftcn seit einigen Jahren nicht gelesen habe, so vermagich darüber nichts anzugeben, bitte aber diejenigen, dieaus Schriften oder eigener Ansicht etwas darüber wissen,solches mitzuthcilen.
ES ist aber gar nicht zu vermuthcn, daß man bei derWichtigkeit, die der Flachsbau für Irland hat, dort keinenähere Untersuchungen cmgcstcllt habe. — Die Linnenaus-suhr Irlands hat in manchen Jahren über z MillionenPf. Sterling, also gegen- 24 Millionen Thalcr bergisch be-tragen, und nur durch unverständige Anwendung der che-mischen Bleiche hat der Ruf des irländischen Linnens undin Gefolge die Ausfuhr in etwas gelitten. — Durch wis-senschaftliche Untersuchungen scheint aber seitdem die Ge-fahr der chemischen Bleiche auch beseitigt.
Die Irländer, deren .Hauptstamm ungefähr wie dieHcucrlinge im Ravensbcrgischcn ohne Eigenthum ist undvon Kartoffeln lebt, und die sich bei ihrer Mäßigkeit undwenigen Bedürfnissen außerordentlich vermehren, sind diewahren und thätigsten Rivalen Westfalens und Nieder-sachscnS in dieser Gewerbsamkeit, und es muß uns dochaufmerksam auf die neue Maschine machen, daß die eng-lischen Journalisten (früher wenigstens) glaubten, daß dieIrländer ohne solche mit den Deutschen nicht mehr Preishalten könnten.
Aber das Eine, welches mir bei den Untersuchungenin Deutschland vergessen zu seyn scheint, und doch allerBeachtung wcrth seyn möchte, ist, daß, seit die Maschinezu Vorbereitung des Flachses erfunden ist, die Englän-der Flachsspir,»Maschinen errichtet haben — so daß es fastscheint, die Vorbereitungsmaschine habe die seither be-strittene Möglichkeit derselben hcrbeigcführt.
Freilich ist der Schluß nicht ganz richtig, daß das,was neben einander steht, auch sich bedinge. Aber unter-sucht muß cs doch werden, ob dies nicht der Fall scy.—Zwar werden Manche gerade dies eber für für einen Grundmischen, eine, wie sic meinen, so gemeinschadlichc Sache