Stcuerantheil, daß einer Regierung nie etwas An.'ders übrig bleibt, als es zu vollenden, um nur denHader zu enden.
Hompesch, der damals an der Spihe der Re-gierung stand, war ein Mann von großen Talente»und einer ungemeinen Liebenswürdigkeit des Geistes,ganz dazu gemacht, ein herrschender Mittelpunkt zusepn, da Jeder gern sein Bestes ihm gab.
Daß bei alle dem so wenig geleistet wurde,lag im Mechanismus der Regierung. Diese bestandaus einem Collegio, in dem Niemand vorhanden,der so recht viel vom Cataster verstand, nur der Re-ferent rcfcrirtc nun so nebenher übers Kataster, wiesolches gebräuchlich ist. — Zn allem herrschte einegroße Unentschiedenheit, und wenn etwas schief ge-gangen, das erfuhren sie in Düsseldorf erst nacheinem halben Jahre. Die Maasstabe, so auf Be-fehl des Stcuerrathcs im Jahr 1801 auf die Re-gistraturen der Aemter geschickt wurden, um bei derLandesvermessung ein gleichförmiges Maas zu haben,waren von ungleicher Länge. Die Regierung erfuhrdas aber erst ein paar Jahre nachher, und das De-kret, wodurch die Maasstäbe als unrichtig unterdrücktwurden, ist von iüo 5 .
Schwierige Zweige der Verwaltung lassen sichnur mit Direktionen führen, wo alle Kenntnisse
D 2