48
2l.
Ich habe vielleicht hier zu umständlich von die- ,sein Lehrbuche der praktischen Geometrie geredet.
Allein der, welcher lange an der Spitze einer großenVcrmefiung gestanden, weiß cs, daß man nie zueinem erfreulichem Ziele kommt, wenn man nichtalle Sorgfalt auf die Bildung der Geometer vcr»wendet. — Man rückt gar nicht aus der Stelle,sobald solche angestellt werden, die ihre Sache nichtverstehen, und wenn man auch ihre Arbeiten beider Verifikation verwirft, und cs dadurch vermeidet,daß schlechte Arbeit bezahlt wird, so ist damit im-mer nur noch wenig geholfen. Man zerrüttet die 'Vermögens Umstande der Geometer, ohne daß dieVermessung deswegen vorwärts schreitet.
In dem Mangel an geschickten Arbeitern liegtdie ganze Schwierigkeit des Geschäfts. Nicht in dergroßen Masse von Kenntnissen, so man bedarf. DerAufwand an Mathematik, der bei einer Landesver-messung nothwenbig ist, ist sehr mäßig, obschon esgut ist, daß man etwas mehr hat, als man geradegebraucht, damit einem selber seine eigene Kenntnisse ,nicht als groß erscheinen, und man dadurch zu unnö-thigcn gelehrten Reden von sphärischen Dreiecken,Gradvermessungen und dergleichen verführt werde. —