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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Lakkas — Saladin.

Pyramiden, an der OScitc; das Innere ist aussReichste mit flachen buntbemalten Hochreliefs ans-geschinückt, deren Inhalt sich auf das Leben der hierdeigesetzten Personen bezieht. Der Sarkophag war ineiner besonderen Vertiefung untergebracht. Von denbeiden Serapeen, einem ägypt. Tempel mir Grab-stätte des Apis-Osiris (AsarHapi, Serapis), ».einemaus griech. Zeit, ist fast nichts mehr vorhanden, mitAusnahme der in den Felsen gehauenen Grüfte derägyptischenApisstiere. Die in der Längsrichtung vonO. nach W. liegenden, etwa 340 m langen Gängehaben zahlreiche Nischen, in denen die Granitsarko-phagc standen, welche die Mumien des Apis bargen.Ihre Dimensionen sind 4 x 2,g x 3,g io, ,hr Ge-wicht etwa 65,000 IcA. Es sind noch 24 vorhanden,aber sämmtlich ausgeranbt. S.istdasHauptarbeits-feld des Ägyptologen Mariette (s.d.2), der hier auchein eigenes Haus besitzt. Schroot.

Sakkas, so v. w. Ammonios 2).

Snkmara (Ssakmara), rechter Nebenfluß desUral im rnss. Gonv. Orenbnrg; entspringt auf demsüdlichen Ural, nimmt den Jk, Salinysch n. andereFlüsse auf, fließt dem Uralflusse parallel, südl., dannwestl.; an ihm liegt diePoststalionSakmarsk(Sa-marskaja, Krepost), zugleich Festung ans der Sak-maraischen Linie (Festungen meist an derS. ge-gen die Kirgis-Kaissaken).

Takts (hlakti), eigentlich Kraft, dann die wirkendeKraft einesGottes als die weiblicheSeite seinerDop-peluatnr in der Ncligionsanschanung der Inder; da-her auch ost identiftcirt mit den Frauen der 3 Hanpt-götter, namentlich mit der des Siva, Parvati. Auchsic ist Gegenstand eines Cnltns, dessen Anhänger,wie die Lingaitcn (s. d.) das männliche Princip derSchöpfung verehren, dem weiblichen sich hinwcnden.Der Dienst ist von der größten Unsittlichkeit n. Un-zucht begleitet. Th.

Sakuntala, Name eines von Kalidasa verfaßtenindischen Dramas (s.Kalidasas u. Sanskrit).

8al (lat.), Salz. 8. amürum, Bittersalz. 8. am-moniaoum,Salmiak. 8.anAlroum(EnglischesSalz),Bittersalz (schwefclsaure Magnesia). 8. oornn osrvivolubilo,Hirschhornsalz. 8. sassntiäis tarturi, Wein-steinsäure. 8. mirabils (Aanbsri, Glaubersalz. 8.polz-eivrssbnm 8oiAnotti, Seignettesalz, weinstein-sauresNatron-Kali. 8. LsäubivumHomderAii, Bo-raxsäure. 8.8oäas,Soda. 8.8nooillivo1atUö, Bern-steinsäure. 8. tartari, aus Weinstein bereitetes koh-lensaures Kali. 8. volatnls sioonm, reines kohlen-saures Ammon.

Sal,JnselausderGruppederCapVerdeschenJn-seln(WAfrika),diebedentendsteder3 sog. Salz-Inseln(S., Bnenavista, Majo); den Hauptartikel des nichtunbeträchtlichenHandclL bildet das Salz, welches auseiner inmitten der Insel hervorsprndelnden Soolevon so starkem Gehalte gewonnen wird, daß sich ander Lust sofort Salz niederschlägt; durch eine Eisen-bahn wird das letztere an den Hasen geschafft. Dronke.

8s1u, 1) (8aias), der klassische Name der Saale.3) das heutige Sale (s. d.).

Sala, Stadt im schweb. Län Westeräs, an derSaga-Ä, Station der Schwed. Staats- u. der S.-Tillberga-Eisenbahn; Taubstummenanstalt, Hospi-tal; (1868) 3898 Ew. (1874 nach Berechnung 4258).Der Silberbergbau im nahen Salberg hat seineErgiebigkeit verloren.

8uls, 8ulungu (mittellat., vom althochd. saljan,feierlich übergeben), im altgermanischen Rechte Be-zeichnung für Besitzübertragnng oder Auslassung(s. d.); daher Salbücher die Bücher, in welche dieVeränderungen in den Besitztiteln der Grundstückeeines Flnrbezirks eingetragen werden; SalgüterGüter, an welchen dem Inhaber wirkliches Eigen-thum zustand, sreieGllter; Salmannen diejenigenGerichtspersonen (selbst noch im 14.Jahrh.), welchedie Übergabe leiteten, dann auch Treuhänder,Aanu Läsion, Testamentarier, die, in derenHände zur Tradition das Vermögen übergeb en wurde,um davon die Vermächtnisse rc. zu besorgen. Lagai.

Sala Constlina, Bezirkshauptort in der ital.Prov. Salerno; Gymnasium, Lyceum, technischeSchule; 7261 Ew.

Salad, Comitat, so v. w. Szalad.

8alaäe (fr., span, eslaäa, deutsch Schallern), eineSturmhaube, hinten tief in den Nacken reichend, mitweit vorgehendem Schirm od. ganzem Gitter, ohnesolches im 16 . u. 17. Jahrh. von den Lanzenritternn. Kürassieren getragen.

8slsäeeos (span., von nular, einsalzen), die großenSchlachtplätze im Gebiete des La Plata; es werdendort jährlich über 2 Mill. Stück Rindvieh für denExport nach Brasilien u. Westindien geschlachtet.

Saladin (eigentlich Salah eddin, d. h. Heil derReligion), Jnssuf, Sohn des Kurden Ejjub, demvom Khalis die Statthalterschaft von Täkrit über-tragen war, geb. 1137 zu Täkrit am Tigris; warals Jüngling dem Kriegslebeu wenig geneigt, be-gleitete jedoch 1167 — 69 seinen Oheim Schirknh,Feldherrn des Sultans Nureddin von Mossul, nachÄgypten, wo er als Uuterbefehlshaber sich auszeich-nete, und wurde 1169 nach dessen Tode Vezier vonÄgypten. Seine Gerechtigkeit und seine glänzendeBertheidigung von Damiette gegen die Christen 116Smachten ihn so angesehen, daß er 1171 die Dynastieder Fatimiden stürzen u. sich die Herrschaft Ägypten!behaupten konnte. Von dem Kampfe mit seinemOberherrn Nureddin befreite ihn dessen Tod (1174),der ihm zugleich Gelegenheit gab, in Syrien einzu-dringen u. Lurch Eroberung der bedeutendstenStaüte(so Damascus, Aleppo), sich zum Herrn des Lande!zu machen. Auch ein Theil Mesopotamiens u. de!nördl. Arabiens, sowie die Seldschukeufürsten Bor-derasiens erkannten seine Oberherrschaft an. Vonnun an verfolgte er den Zweck, die Christen aus Pa-lästina zu verdrängen, schlugnach mehreren Kämpfendie Kreuzfahrer 5. Juli 1183 bei Hittin unweit Li-berias gänzlich, eroberte Akre u. Askälon, gewann3.Oct. durch Vertrag Jerusalem; erst Tyrus u. An-tiochien widerstanden seinem Siegeslauf. Die An-kunft des neuen Kreuzheeres 1189 verschlimmerteseine Lage; nach vielen jlämpfeu verlor er 1191 Astewieder, wurde bei Arsuf und 1192 bei Jafa vonRichard Löwenherz geschlagen, u. nur die Uneinig-keit der Kreuzfahrer rettete ihm Jerusalem. Er be-quemte sich deshalb zu einem Frieden, der den Chri-sten das Land zwischen Jafa u. Tyrus u. ihm dasÜbrige (mit Jerusalem) gab. Kurz darauf st. er 3.März 1193 zu Damascus. S. war ein durch Ce«rechtigkcitsliebe, Frömmigkeit u. Freigebigkeit aus-gezeichneter Herrscher, von mildem u. gütigem Cha-rakter, auch gegen die Christen, gegen welche zukämpfen er für religiöse Pflicht hielt, wegen seiner