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Kötarärirulo, vitarclaiiäo,
kelsräanäo, ritaräsnäo, i-allentanäo, so v. w. zö-gernd, in der Bewegung zurückhaltend.
Retardnt (v. Lat.), Rückstand; verspätete, nochzu zahlende Geldabgabe, Zinsen u. dgl.; verzögerteArbeit irgend einerArt; eine bergrechtliche Handlung,durch welche solche Gewerken, die mehrere Quartaledie Zubußen nicht bezahlt haben, von der Gewerk-schast ausgeschlossen werden. Ehe dies geschehenkann, müssen aber solche Gewerken in das R. ge-setzt werden, d. h. es muß öffentlich angeschlagenwerden, daß, wenn sie bis zu dem nächsten Quartalenicht bezahlen, der Ausschluß erfolgen soll. Die da-durch herrenlos gewordenen Kuxe (R-kuxe sRetar-dirte Kuxe, Rckheiles) fallen der ganzen übrigen Ge-werkschaft zu.
Retardircnsv. Lat.), verzögern, säumen, zurllck-bleiben; Verzögerung; Verspätung.
Retberg, Ralf von, deutscherKnnstschriftsteller,geb.in Lissabon 25.Dec. 1812, Sohn eines hannöver-scheu Artilleriegencrals,ward erst Jurist, 1829 Garde-Grenadier-Lientenant, nahm 1845 als solcher seineEntlassung, bildete sich in München unter Cornelius(1830) und durch große Reisen, siedelte 1846 nachMünchen über, malte Höheres Familiengenre undLandschaften, copirte 32seltensteBlättervonA.Düreru. seiner Schule u. schrieb u. A. eine chronologischeTabelle der Maler, Hannov. 1840; NürnbergerBriefe, ebd. 1846; Nürnbergs Kunstleben, mit Bil-dern, Stuttg. 1854; Culturgeschichtliche Briese, Lpz.1865; Dürers Kupferstiche n. Holzschnitte, ein kriti-sches Verzeichniß, Münch. 1871. SeineDürersamm-luug ist weltberühmt. N-gn-t.
Hots (lat.), Netz.
Nctenircn (v.Lat.), 1) zurückhalten; 2) vorent-halten. Daher Retention, Zurückhaltung; 4ks-tsntio alvl, Stuhlverhaltung. Lstsnbio msnoinm,Stockung der Menstruation, als Krankheitszustand;L. nrlnas, Harnverhaltung. Retentiv, zurück-haltend; zusammenziehend.
Retentionsrecht (V.Lat.), Recht des Inhaberseiner Sache, dieselbe, obschon er sie an sich heraus-zugsbcn schuldig wäre, bis zur Befriedigung eigenerAnsprüche dem die Herausgabe derselben Forderndenvorzuenlhaltcn. Das R. bildet kein selbständigesRecht, es gibt weder ein Recht auf die zu retinirendeSache, noch viel weniger ein persönliches Recht, son-dern es besteht nur in der tatsächlichen Möglichkeit,durch die Zurückbehaltung der Sache sich einen vor-läufigen factischcn Schutz zu verschaffen, es erzeugtdaher auch keine Klage, sondern der faktische Schutzkann nur ans dem Wege einer Einrede geltend ge-macht werden. Wird der Schuldner zahlungsun-fähig, so ist die retinirte Sache an die Concnrsmasseabzuliesern. Dem Kaufmann ist nach Art. 313 desD. Hd!s-Ges.-Bs. wegen der ihm aus Handelsge-schäften mit einem anderen Kaufmann zustehendenfälligen Forderungen ein N. an allen beweglichenSachen und Werthpapieren des Schuldners, welchemit dessen Willen aus Grund von Handelsgeschäftenin seinen Besitz gekommen sind, »erstattet, muß abervon der Ausübung desselben Len Schuldner ohneVerzug benachrichtigen. —i-
Retford, Stadt in der engl. Grafschaft Notting-ham, am schiffbaren Idle, Knotenpunkt von4Eisen-bahnlinien; schönes Stadthaus, Versorgnngshaus,Lateinische Schule, Literarisches Institut mit Biblio-
i-LlleirtLiiäo — Rcthbl.
thek, Hut« u. Kutschenfabrikation, Papier- u. Pul-vermühlen, Gerberei; 1871: 3194 Ew.
Rethel (N.-Mazarin), Stadt u. Hanptort in dem
6 Cantone n. 112 Gem. mit 59,785 Ew. umfassen-den gleichnam. Arr. des franz. Dep. Ardennes, ander Äisne u. dem Ardennenkanal, Station der fran-zösischen Ostbahn; Gerichtshof erster Instanz, Ar-beiterschiedsgericht, Ackerbau- n. Gcwerbckammer,Theater, Zellengefängniß, bedeutende Wollenspinne-rei, Fabrikation von leichten Geweben, Merinos,KaschmirshawlS, Musselin rc., Maschinenfabrikation,Ziegelbrenncrci, lebhafter Handel; 1877: 7415 Ew.— In N. n. seiner Umgebung sind bei der Wollen-indnstrie 7—8000Arbciterbeschäftigt. R., das nebeneinem römischen Castell (6astrnm Kstsobnm) ent-standen sein soll, war im 6. Jahrh. noch ein Dorf,welches dessen Besitzer dem Erzbisthnm zu Reimsschenkte; um 970 überließ es der Erzbischof Adalbertdem Kloster zu Reims. Die Vögte des Klostersmachten sich bald zu Eigenthnmern der Stadt undnahmen den Titel als Grafen von R. an. 974 kommtManasses I. als solcher vor. 1549 gelangte R. inden Besitz des Franz I. von Kleve, welcher 1539schon Herzog von Revers geworden war n. nun R.mit Revers vereinigte. 1581 wurde R. vom KönigHeinrich III. zum Herzogthum erhoben n. kam nach-her mit Revers an die Gonzaga. Herzog Karl III.von Gonzaga verkaufte 1659 Revers, Mayenne undR. au Mazarin, welcher es dem Armand Karl de laPorte, dem Gemahl seiner Nichte Hortensia Mancini,als Herzogthum Mazarini vermachte. Hier 15. Der.1650 Niederlage des aufrührischen Turenne u. derSpanier durch die Franzosen unter Plessis-Piqnet.
Ncthcl,Alfred, berühmterGeschichtmaler, geb.15. Mai 1816 auf dem Haus Diepenbend bei Aachenals der Sohn eines Fabrikbesitzers, st. I. Dec. 1859in Düsseldorf. Schon aus seinem 7. Jahre liegenstaffirte Landschaften vor, die sein Talent bekundeten.1829 kam R. ans die Düsseldorfer Akademie u. wurdederen Wunderkind. Schon damals traten seine Ei-genthllmlichkeiten klar zu Tage: frisches n. kräftigesu. Loch stilvolles Ergreifen der geschichtlichen Natur-wahrheit, tief gewaltige Bewegtheit des vollsten dra-matischen Lebens, kühner u. markiger Ausdruck dercharakter- nnb lebensvollen Gestalten. So in denCompositionen: Der Zug der Langobarden, MeSchlacht Karl Martells bei Tours, Der Kampf Ru-dolfs von Habsburg gegen die Raubritter, DieSchweizer vor der Schlacht bei Sempach u. Der TodArnolds von Winkelried. 1836 ging R. nach Frank-furt, wo er sich eng an Veit, Schwind rc. anschloß,
7 Jahre blieb und er seine bedeutendsten Werkeschns: Daniel in der Löwengrnbe (im Städelschen In-stitut), seine Nemesis; die Kaiserbilder im Römer:Philipp von Schwaben, Maxi. n. Max II., n. KarlV.;Zeichnungen zu Cottas Bibel und den Nibelungen,darunter Moses, die Geletztafeln zertrümmernd,L>aulus bei der Steinigung des Stephanos undSauli Bekehrung; die Schlacht von Merseburg; Ru-dolf von HabSbnrg, den Bischof Werner über dieAlpen geleitend. 1841 folgten die 7 Compositionenzu den berühmten Fresken aus dem Leben Karls desGroßen im Nathhaus zu Aachen, welche er, nach-dem ersich 1844—45inRomdaraufvorbereitet, 1847bis 1852 auszuführen begann ».die Kehren vollendete(s. u. Aachen). In die Zeit seiner italienischen Reise