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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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Rrnlcnrcchuung Hc-irvvi.

trag den Berechtigten in verzinslichen Rentenbriefenansgezahlt wird. Mit der Berzinsuug wird durchregelmäßige Annuitäten zugleich die ganze Schuldnach n. nach getilgt.

Ncntciirechnuug. Rente ist ein Geldbetrag,welcher dem Besitzer der Rente, dem Rentner, angewissen (periodisch wiederkchrenden) Terminen je-desmal in gleicher (od. nach bestimmtem Gesetze ver-änderter) Höhe ausgezahlt wird; der an einem Ter-mine ansbezahlte Betrag heißt Rate (lat. die be-rechnete, nämlich Summe). Die Geldsumme, welchedenselben Werth hat wie die Rente, heißt der baareWerth der letzteren; die Geldsumme, welche derRentner einzahlen muß, um aus ihr u. ihren Zin-sen eine gewisse Rente ausgezahlt zu erhalten, heißt.Mise (srauz. die eingelegte, nämlich Summe). DieMise muß so groß sein, daß sie sammt ihren Zinsender Summe der Raten und ihrer Zinsen gleich ist.Ausgabe der R. ist, wenn von den vier wesentlichenGrößen, die bei jeder Rente in Betracht kommen,nämlich Mise (in), Rate (r), Dauer, Zinsfuß, dreigegeben sind, die vierte zu berechnen. Dies geschiehtmit Hilfe einer Nentengleichung. Letztere lautet,wenn die Rente zuerst nach p Jahren und dann jenach einem weiteren Jahre, im Ganzen n mal, jedes-mal in demselben Betrage r zu zahlen ist, wenn fer-ner eine jährliche Kapitalisirung der Zinsen, derZinsfuß zu 2 Procent angenommen und 1 -ff-durch H bezeichnet wird:

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Die Nentengleichung wird für eine veränderlicheRente im Allgemeinen verwickelter. Buchrucker.

Rentenversicherung, s. Versicherungswesen.

Nenthier (Rennthier), Osrvns barauäus L.,Art ans der Gatt. Hirsch. Bis 2 m lang, Höhe amWiderrist 1 m, Schwanz nur 13 om lang. Bon allenanderen Hirschen unterscheidet sich das N. dadurch,Laß beide Geschlechter ein Geweih tragen, welchesgleich über der Stirn einen Augeusproß mit kleinerlänglicher Schaufel und eine runde nach hintengebogene, am Ende schaufelsörmige Stange hat.Nasenkuppe behaart; unten an dem mehr gesenktgetragenen Halse hängen lange Haare bis zur Brustherab; Leib lang gestreckt; Beine stark und niedrig,Hufe groß, breit u.tief geipalten, Afterklanen reichenbis zum Boden herab. Beim Schreiten knacken dieFüße. Schwanz lang behaart. Farbe sehr verschie-den, gewöhnlich dnnkelschiefergrau, amBauche dunk-ler, am Kopfe, Nacken und den Keulen Heller; imWinter sind LieHaare am Leibe dichter, länger, strup-piger, stark u. sehr spröde, auch werden sie im hohenNorden dann oft ganz weiß. Das Weibchen hat einkleineres, schwächeres Geweih u. kürzere dickere Hufe.Die wildlebenden R-e wandern in großen Schaarenjährlich im Sommer nordwärts, im Winter suchensie südlicher gelegene offene Flächen auf. Die Länderdes kalten Nordens sind dem R. angewiesen, u. manfindet es unter allen Wiederkäuern am weitesten gegenden Pol hin, in der alten, wie in der neuen Welt.Als Hauslhier vertritt cs dort Pferd und Rind.Der Reichthnm vieler Nordländer besteht einzig u.allein in zahmen R-en. Das Fleisch ist schmackhaftu. wird gekocht, gebraten, geräuchert u. eingesalzengegessen; doch meist nur im Winter, da mau imSommer sich mit Milch u. Käse begnügt; die Milch

schmeckt gut u. aromatisch, ist aber sehr fett; für denWinter lassen die Rordbewohner einen Theil ihres ;Milchvorraths gefrieren; die N-käse sind so groß u.rund wie ein Teller, dabei sehr dünn. Butter wird ,nur selten bereitet; auch das Blut wird, ans ver- >schiedene Weise zubereitel, gegessen n. gilt auch alsMittel gegen den Skorbut; das rohe Markder Kno- >chen gilt als Delikatesse; aus dem Geweihe macht lman Schaufeln n. a. Gerüche, die Knochen gebenMesser, Löffel, Nadeln rc., die Sehnen Zwirn, dieGedärme Seile und die Blase wird als Beutel oderFlasche benutzt; die vorzüglich gute Haut gibt rohvd. gegerbt den Nordländern alle ihre Kleidungsstückevom Kopfe bis zu den Füßen, dient zu Fuß- undSchlittendecken u. mit den Haaren werden Sättel u.Kissen ansgestopft; aus denHnfen macht man Trink-geschirr, der Talg dient zu Lichtern, sowie zu Sal-ben und Pflastern. Lebend wird das R. als Last-,vorzüglich aber als Zugthier gebraucht. Es nährtsich von Bodenkräntern, namentlich von Flechten(61ackonia ranAiksrina, und ranAibormw) welche essich oft erst unter dem Schnee mit dem Geweih vor-suchen muß. Natürliche Feinde des R-s sind derWolf, welcher ständiger Begleiter der wilden Heerdenist u. der Vielfraß, ferner belästigen sie Stechmückenu. Bremsen. Früher war das R. in Europa bis zudenAlpcn,wiefossilrNestebeweisen,vertreten. Farwick. >

Rcntlsier ein aus kleinen Sternen gebildetesSternbild zwischen dem Polarstern n. der Cassiopeja.

Ncnthicrflechte (fälschlich Ncnnthiermoos ge-nannt), ist Llackonia rkwAiksrina.

Nentlsierzert ist diejenige Periode der Eiszeitgenannt worden, in welcher die nördl. Thiertypenüber die südl. das Übergewicht hatten.

Rentier (Nentirer, Rentner), Rentenirer, dervon Zinsen u. andern Renten Lebende.

Ncntiren, Reuten einblütigen; Ertrag gewäh-ren; bes. von einem Handelsgeschäfte Gewinn geben.

Neutoilircn (v. Fr.), ein Ölgemälde von alterLeinwand abnehmen u. auf neue Leinwand bringen.

Man klebt zuerst ein Stück seine Leinwand od. star-kes, graues Papier mit gewöhnlichem Mehlkleisterauf das Gemälde; wenn dieser trocken ist, wendetman das Gemälde u. feuchter die alte Leinwand miteinem Schwamme an, wodurch nach n. nach der alteLeim aufgelöst wird u. die alte Leinwand behutsamabgenommen werden kann; statt derselben klebt manmit Kleister neue Leinwand ans; ist auch dies wiedertrocken, so wird die ans die rechte Seite geklebte Lein-wand angefeuchtet und abgenommen, das Gemäldebehutsam gereinigt u. die etwa entstandenen Löcheru. Risse retonchirt.

Ncntrant, der eingehende Winkel von Befesti-gungslinien im Gegensätze zu Saillant, dem aus-springenden Winkel derselben.

Ncnuineration, Zurückzahlung, Rückgabe.

Reuunciatiou (v. lat. Ideimirdatio), Verzicht-leistung,EntsagenauferhodeneAnsprüche. R-sacte,die Acte über die Verzichtleistung auf ein Recht, inSonderheit über die eines Monarchen Kronpräten-denten auf die Krone. Renunciiren entsagen,Ver-zicht leisten.

Nenvcrs(frz.),SchuleinderRcitkunst. Renv er-si r e n, nmkehren, Umstürzen, in Unordnung bringen.

Nonvüi (frz.), die Zurücksendnng; die Verweisungin Büchern, bei Planzeichnungen,