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Neouctwiisflammc — Ree.
der wichtigsten hüttenmännischen Processe, indem vieleMetalle, wie das Eisen, Zink und Zinn, als Oxydein den Erzen enthalten sind, aus denen sie durch re.ducirende Schmelzung gewonnen werden. Die R.läßt sich auf mehrfache Weise erzielen. Die Oxydeder edlen Metalle, wie des Silbers, Goldes, Queck-silbers, Platins, Iridiums u. a., werden schon durchGlühen reducirt. Die meisten anderen Metalloxydewerden durch Kohle oder Wasserstoffgas bei hinrei-chend hoher Temperatur reducirt, d. h. diese Stoffe(N-smittel) haben beihoherTemperatur eine größereVerwandtschaft zum Sauerstoff als das Metall undentziehen diesen den Oxyden, indem die Kohle damitKohlensäure od. Kohlenoxyd, der Wasserstoff Wasserbildet. Ebenso wirken wegen ihres Gehaltes an Koh.lenstoff viele organische Substanzen, wie Äle, Harze,Fette,Zncker,Stärkemehl,Gummi, Weinsäure,Oxal-jänre u. a.; ferner Kohlenwasserstoffe (Leuchtgas),Kohlenoxyd u. a. Wasserstoff wendet mau als R-s-mittel bes. dann an, wenn es sich um die Darstellungchemisch reiner Metalle handelt; man glüht die Oxydein Rohren von strengflüssigem Glas od. Porzellan,indem man einenStromWasserstoffgasdarüberleitet.In einzelnen Fällen dienen Zinkstanb, Kalium undNatrium als R-smittel; metallisches Eisen entziehtden Oxyden des Bleies, Wismuths, Kupfers denSauerstoff. Auch einige Oxydulsalze wirken durchihr Bestreben, inOxydsalzeüberzugchen, redncirend;ferner schweflige Säure, phosphorige Säure, Cyan-kalium, Ammoniak n. v. a. Durch den galvanischenStrom werden selbst Metalloxyde, welche den Sauer-stoff am festesten gebunden halten, desselben beraubt.Licht, bes. das blaue Licht, vermag ebenfalls die Oxydeeiniger edler Metalle, wie des Goldes und Silbers,zu rcdnciren.
Ncdnctionsflammc,der innere,reducirend wir-kende Theil der Löthrohrflamme.
Reduit (fr.), ein in einem größeren Werk einge-schlossenes Festungswerk, worin man sich nach derEinnahme des Hauptwerkes noch halten kann; dieN-s bestehen meist in Werken von derselben Gestaltwie das Hauptwerk, aus Erde od. Mauerwerk. BeiDorsbefestigungen wird die Kirche od. ein bes. festerGebäudecoinplex als R. eingerichtet. Es soll denRückzug der Dorsbesatzung sichern, den Feind amFestsetzen im Dorf hindern u. die Wiedereroberungdesselben durch die Reserven erleichtern. Da R»s inFestungswerken selten so gelegt werden können, daßsie mit den jetzigen Waffen der Artillerie nicht zugleichmit dem Hauptwall zu breschiren sind, womit ihrZweck verloren geht, so hat man in neueren Fest-ungen von ihrer Anlage meist Abstand genommen, l.
Redundanz, Überfluß, Überschwenglichkeit.
Rednplication(Doppelung),WiederholungderAnfangssilbe eines Wortes oder auch des ganzenWortes selbst, ein in vielen Sprachen verkommenderlautlicher Vorgang, zum Theil als bloße Lautge-wohnheit, zum größeren aber um ModificationenderBedeutung des Wortes zum Ausdrucke zu bringen.Im ursprünglichen Zustand der Sprache jedenfallsdas Mittel der Steigerung, hat sie sich in der Flexionvieler Sprachen eingebürgert, so bei den Indoger-manischen zur Bildung desPerfectums (durchgängigim Sanskrit n. Griechischen, z. B. tmboäa. von tnä,von ll«A, vereinzelt noch im Lateinischenund Gothischen, z. B. oooini von oano, kaikalr von
kairan) erhalten, u. bei einzelnen zur Bildung einesPräsentstammes (sanskrit. äaäanü, griech. ck/ckwztc— lat. äo), Anderwärts dient sie der Steigerungdes Adjectivs zum Superlativ (Polynesisch), der Bild-ung .von Intensiven und Iterativen, der Bildungdes Plurals (so in der afrikanischen Haussa-Sprache).Reiches Material darüber gibt Pott, Doppelung alseines der wichtigsten Bildungsmittel der Sprache,Detmold 1862. Thielemann.
Rcdntkale(bei den Türken Kemhal), kleine Fest-ung am Schwarzen Meer nördlich von Poti, an derMündung des Chopi, welche einen guten Hafen ab»gibt, im russisch.Gonv.Kutais, im alten Mingrelien;ward im Mai 1854 von dem engl. Admiral Lyonsgenommen, 1855 von den Türken u. im Aug. 1856wieder von den Russen besetzt.
Redntna (lat.), so v. w. Nietnagel, s. Nieten.
Redwing, Hauptort des Goodhue County imNordamerika!!. Unionsstaate Minnesota am PcpinLake, einer Erweiterung des Mississippi, Eisenbahn-station, Hameline University; lebhafter Getreidehan-dcl; 4200 Ew.
Nedtvitz, Marktflecken im Bez.-Amt Wunsiedeldes bayer. Regbez. Obcrfranken, an der Kößein;Fabrik chemischer Maaren, Kupferhammer, Glas-hütte, Spiegelschleife, Leinen-, Baumwollen- undWollenwcberei, Leimfabrik,Fabrikation von verzinn-ten Kochgeschirren; 1875: 2001 Ew.
Ncdwiy, Oskar, Freih. v., Dichter, geb. 28.Juni 1823 zu Lichtenan bei Ansbach, besuchte dieSchulen zu Speyer, Weißenbnrg u. Zweibrücken u.studirte dann die Rechte u. Philosophie zu Münchenund Erlangen. Von 1846—49 war er als Rechts-praktikant zu Speyer n. Kaiserslautern thätig, lernteauf dem benachbarten Gute Schellenbcrg in Ma-thilde Hoscher seine spätere Braut kennen u. dichtetebei derselben: Amaranth, romantisches Epos, Mainz
1849, 31. A. 1877, ein Cyclus von lyrisch-epischenVersen, die durch ihre sentimentale Frömmelei Modeund berühmt geworden sind. Folgen ließ er: DasMärchen vom Waldbächlein und Tannenbaum, das.
1850, 5 A. 1854, Die Wiener Universität würdigteihn infolge dessen 1851 eines Rufes als außerord.Professor der Ästhetik u. Literaturgeschichte, was erjedoch nur ein Jahr lang blieb; er zog sich danachauf das Gut Schellenberg zurück. Es erschienen dannvon ihm: Gedichte, Mainz 1852, 3. A., 1854. Dieganz im Stil der Amaranth gehaltene Tragödie:Siglinde, daselbst 1853; ihr folgte Thomas Morus,das. 1856, 2. A. 1857, so wie die über die meistendeutschen Bühnen gegangenen: Philippine Welser,Mainz 1859; Der Zunftmeister von Nürnberg,das.1860, letztere besondere Fortschritte aufweisend. R.war inzwischen auf ein anderes Gnt in Franken über-gesiedelt u. ließ weiter eine wenig bekannt gewordeneTragödie: Der Doge von Venedig, Mainz 1863 fol-gen. Auch im Roman versuchte er sich: HermannStark, Deutsches Leben, Stuttg. 1868, 3 Bde., 2.A.1873, der seines Verfassers wegen viel commentirtund gelesen wurde. Der Deutsch-französische Kriegfand in R. ganz den Deutschen Dichter, mit: DasLied vom neuen Deutschen Reich, Berl. 1871,11. A.1876, in der für dieses Thema absonderlichen So-nettenform. Gegenwärtig lebt R. in Meran. Stelkr.
Ree (Longh R.), Landsee in Irland, auf derGrenze der Provinzen Connanght u. Leinster, wird
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