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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Rs-

Ke- (lat.), 1) krasxositio iussparabills, bedeutetzurück, wieder, wiederholt, nochmals, erneuert. 2)Mus.) s. n. Solmisation.

Neaction(v. Lat.), Gegeubewegung,Gegendruck,Gegenwirkung, Rückwirkung; so des. die Wirkungdes Dampf- od. Wasserdruckes, welche sich bemerk»sich macht, wenn ein Gas, Dampf od. eine Flüssig-keit unter starkem Druck aus einem Gesäße nach einerSeite ansströmt; dann erfährt nämlich das Gesäßeinen Druck in der entgegengesetzten Richtung. DieUrsache ist folgende: So lauge Las Gefäß geschlossenist, drückt die Flüssigkeit od. daS Gas (Dampf) nachallen Seiten desselben mit gleicher Kraft; öffnet manaber auf der einen Seite ein Loch, so hört auf dieserSeite, wo die Flüssigkeit Herausströmen kann, derDruck auf und dauert nur auf der entgegengesetztenSeite fort. Auf diese Erscheinung gründet sich dieEinrichtung des vonDegner erfundenen N-srades(s. Turbine); ferner der Rückstoß beim Abfeuernines Schießgewehrs u. dgl. In der Chemie ver-steht man unter R. eine charakteristische Erscheinung,welche durch Einwirkung zweier Substanzen auf ein-ander hervorgerufen wird n. die zur Erkennung dereinen durch die andere (welche dann Reagens heißt)dienen kann. Insbesondere heißt die für Säurencharakteristische Eigenschaft, blaue Pflanzenfarben,bes. Lackmus, zu röthen, saure N.; in Wasser gelösteBasen färben den Lurch Säure gerötheten Lackmuswieder blau, Curcuma braun, violetten Malvenfarb-stoff u. a. grün; dies nennt man (basische oder ge-wöhnlich) alkalische R.; das Fehlen beider R-enwird als neutrale R. bezeichnet. Im Staats-leben bezeichnet man mit R. diejenigen Bestrebun-gen, durch welche früher gewaltsam zurückgedrängteoder in revolutionärer Weise umgestoßene Zuständen. Verhältnisse sich wieder geltend machen; als Wie-derherstellung dessen, was vorher gegolten hat, ist dieR. Restauration; als Zurückführung dessen, wassich als unzweckmäßig u. schädlich erwiesen hat, trifftste häufig der Tadel des Rückschritts.

ReactionsbcweguugenderPflanzensindsolcheBewegungen, welchenichtdurchdasWachsthumselbstyervorgerufen werden, sondern an ausgewachsenenOrganen infolge bestimmter Reize auftreten; ihremechanische Ursache dürste hauptsächlich darin zu su-chen sein, daß der Turgor der Gewebszellen durchZu- u. Abfluß von Zellsaft wächst. Die Organe, andenen bis jetzt R. beobachtet wurden, sind immerBlattorgane, deren Fibrovasalstränge von saftigemParenchym eingeschlossen sind. Sachs unterscheidetnach den Ursachen 3 Kategorien solcher Bewegungen,

1) spontane periodische Bewegung, hervorge-rufen durch innere Ursachen; so bei llsckz'sarumg/-raus, welches gedreite Blätter besitzt, deren kleineSeitenblättchen periodisch wenige Minuten lang hin-u. herschwanken, sowol bei Tage als bei Nacht. Auchdie Blätter vieler anderer Leguminosen, von Aümosa,L.IdiWia ioxUantira, IrlkoÜnm ino-rrnatum, l?tm-soolns, sowie von Oxalis zeigen autonome od. spon-tane periodische Bewegung, wenn man sie künstlichunter gleichem Licht u. unter gleicher Wärme erhält.

2) Bewegung, hervorgebracht durch Licht- undWärmereiz (Reizbewegungen); sie findet vorzugs-weise bei den zuletzt genannten Pflanzen statt undäußert sich darin, daß innerhalb gewisser Grenzenjede Steigerung derLichtintensität od. der Tempera-

tur diejenige Krümmung der Bewegungsorgane be-wirkt, welche den Blättern die ausgebreitete, die sog.Tagstellnng gibt, während bei Abnahme der Licht-intensität oder der Temperatur die Blättchen sich Zu-sammenlegen u. nun in.die sog. Nacht-od. Schlaf-stellung kommen. Eine Tag- u. Nachtstellung u.somit die Erscheinung des Pslanzenschlases zei-gen außer den erwähnten Laubblättern auch vieleBlumenblätter, z. B. bieder Tulpen, Crocus,Kar-toffel, Llsssmbr/antlrsmnm Lonvolvulus u. a. DerZustand, bei welchem die sonst reizbare Pflanze,die Fähigkeit, sich zu bewegen, nicht besitzt, wird alsStarreznstand bezeichnet; jenachdem Kälte,Wärme,Dunkelheit,Trockenheit, chein. Einflüsse die-senZustand Hervorrufen, unterscheidet man Kälte-,Wärme-,Dnnkel-Starrerc.DerdurchdauerndeBeleuchtung bei einer reizbaren Pflanze hergestellteZustand der Beweglichkeit aber wird als Phototo-nus bezeichnet; derselbe hält oft noch lange Zeit an,wenn die vorher beleuchtete Pflanze wieder in einendunkeln Raum gebracht wird. 3 ) Bewegung, her»vo''gebracht durch Berührung oder Erschütter-ung, wird beobachtet bei den auch für Lichtreizempfänglichen Blülhen vieler Oxnlis-Arten, bei denBlättern von Uobinia, I>8snck-^.oasis,, verschiedenerUiinosa-Arten u. anderer Leguminosen. Hier wirktder mechanische Reiz, wie verminderte Lichtintensität.Auch die Staubfäden von Lsrdsris vulgaris u. an-deren Arten sind bei Berührung reizbar, indem stesich nach innen biegen. Die vorher nach außen ge»krümmten Staubfäden vieler Compositen ans denUnterfamilien der Cynareen und Cichoriaceen wer-den nach erfolgtem Reiz gerade. Hier erfolgt derReiz nur, wenn der Griffel die Antherenröhre durch-wächst; mit den Reizbewegungen ist ein Vortheil fürdie Entleerung des Pollens verbunden. Auch dieNarbenlappen von Zlimulns, Nart/nia u. einigenAcanthaceen legen sich bei Berührung zusammen, sodaß unmittelbar nach Übertragung des Pollens durcheinen Jnsectenrüssel sich die Narbe schließt. Auch dasim nngereizten Zustande nach abwärts gebogeneGynostemium von LtMäinm richtet sich bei Be-rührung schnellend auf. Engler.

Reactionspropcller, s. u. Dampfschiff v 3.

Reactionsrad, s. Turbine.

Neaetionsschiff, s. u. Dampfschiff 6 3 u. L.

Neaetltlire» (v.Lat.), wieder inThätigkeitsetzen.

Read, 1) Nathan,s. Locomotive, S. 302, 2.SP.2 ) Thomas Buchau an, amerikan. Maler, Bild-hauer u. Dichter; geb. inder Grafschaft Chester (Penn-sylvanien) 12. März 1822, st. in New Jork 11. Mai1872, wollte seit 183S in Cincinnati sich dcrBildhaner-kunst widmen, ging aber baldzurMalerei über u. lebteals gesuchterPorträtmaler von 1841 inNewVork, sie-delte jedoch später nach Boston n. schließlich nach Phila-delphiaüber. 1850 ging er nach Europa u.lebte bald inRom, bald in Florenz, öftere Reisen in die Heimatabgerechnet. Hauptwerke im Porträt: Die Kinderdes Dichters Longfellow; Die Porträts George Pea-bodys u. Sheridans (zu Roß); in der Historie: Un-dine; Die verlorenePlejade; Der Stern von Bethle-hem. Er schr.: Lieder u. Balladen (1847) die ihmeinen Platz unter den ersten Dichtern Nordamerikassichern, dann: tlis 8stv kasborai u. tüs 80ms bz-tüs 80a. Sein bekanntes Gedicht ist Liwrickaiw Uiäs(Sheridans Ritt). 2> Regnet.