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Bd. 11 (1877) Jökul - Lainez
Entstehung
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747
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Ä'urfiivften.

e_eetores prinoipes, b. i. ltad; bcra Surfürftenfieigelegt wirb, Son größter Scbeutuug für bieÄeimttiiß Don ber ©utroideliutg beS Surfürften*iijiimS ift bann bie 3miefur (Soppeltualjl) $t)ilippsBon ©cproaben u. DttoS (IV.) Boit Srauufchroeig.S3ci biefer ©elegeuljeit entfdjeibet ßd) nämlich 'ipapftpnoceng III. für Otto (roie er felbft angibt),weif bie dJfeljrgahl ber dürften, benen bte 9Bal)l»prärogatiBe bem .fjerfommen nad) (ex antiquo) 311«fiept, Otto geroüplt Ratten. ®ie 3dpi biefer ntiteinem Sorgttge bei ber SöitigStoahl auSgerüftetengiirften belief ftd) fdjon früh auf fieben, nämlich:bie brei rfjeimfdjen ©rgbifdjöfc Boit üftaing, ®rier,töln (bie früher fogar gefouberte SerhanblutigenBon betten ber Saienfiirften gepflogen patten) uttbbie brei ^ergoge oott ©djinaben, Snperit, ©adjfenu. beit fßfalggrafett bom fRpeiit. ®ie herföntnt»(icpe, auf Slttfe^en ihres 2IittteS bernpeitbe bfSrä»rogatiüe fiüpte fid) bei bett brei @räbifd)ö;eit bar»auf, baß fie bie erften ißrätateit beS fReicpS roarett,u. grcar ber ©rgbißpof Boit 5DIaiti3 als UtadjfolgerbeS peil. SoiiifacinS, ber bou ®rier roegen beSpopeit SltterS feiner Sircpe, bereit ®rabitioneu bisauf einen ©djiiler beS SüpoftelS $etruS gttrüd*reichten, ber non Sollt, toeil in feiner ®iöcefeberalte Sarolittgerfiß Sladjen lag u. iljnt beSpalb bieSröitung beS SönigS gufarn. ®ie brei gergogeboit ©dpoaben, Sapertt tt. ©adjfeit roaren (fo 31tlagen) SflatiDnalfjergnge tt. Bertraten bei ber Sor*beratpitng ipreit ©tamm (barttm rooflten bei berffiapl SotparS Bon©ad)fen bie batjerifdjen Sifdjöfe,beaor fie guftimmten, crft mit ihrem fjergoge 3iüd*jpradje nehmen). ®cr fßfalggraf B0111 9tpeiit aberlaut auf folgeube SBeife 311 ber fßrärogatioe: berStamm ber graulen mar mol feit früher geitooitbent falifdjen ©eßpledße Bertreten; bie ©eben biefeS©efdßecfjts u. foniit bie fRepräfentaiitcn grattleitSwaren bann bie ©taufer. ©er ißfalggraf amHinein patte and) als fold)er fdjon früh 31t benatigefepeiteren giirfieu gehört, unb als 1155 biefßfalg mit beit falifcpcn Erbgütern ber.popenftaufenBereinigt mürbe, erpob fiep baburd) ber s 33falggrafüber alle roeltitdjett giirften als nunmehriger 9te=präfeittant ber grauten (baS beutfepe 9ieid) giltals gortfepuiig beS alten gratifeitreid)S unb bergratiEenftamm beSpalb als ber erfte). ©omit lagbie Seredjtigmtg biefer fieben giirften in ihrerfölacpt, bie ihnen als ben erften Sifdjöfen ittib©tammeShäuptern(9fatioitalhergogeit) 3uftanb; bieübrigen gürfteit mären aber meber Bon ber Se=rathnng über bie SBatjl noch Bon ber Sur aus*gefdßoffen. SBäprettb bie ©taufer ben Sh 1 ' 0 ! 1 inne*hatten, ruhte bie ©timnte Bon ©cproaben (ba eSbem regierenbett $aitfe augehörte). ®iefeSalte©aplfpßein mürbe baburd) fdproanfenb, baß grie»brid) I. bie gergogtpümer Sapern u. ©adjfen 3er*fplitterte; fo fehlte eS Ijiev au ben natürlichenStimmführern unb bie 2Kaßitapme mürbe für bieSntroidelung beS SMljumS Bon ber größten Se=beutung (maS fiep beiberSCBapl 1198 fei^on geigte).Slicben ben in ihrer 3J£ad)t gefchmächten .Vjergogengelangten in ber golge eingelne giirften 3U grö*ferer fKacpt nnb machten nun ben 'ilnfprudö,ebenfalls an bem Borgüglidjeren SBahlrecpte tpeil»gunepnten, menn ihnen auch ein Siecht gur Se=gritnbung folgen Slnfprucps nicht gur ©eite ftaub;

eS roarett bieS: ber Saitbgraf 001t ®hürittgeit(beffen ©efdilecht aber 1247 auSftarb), ber feinembeutfcheit ©tamme attgehörige, Bon beit ©tauferugroßge3ogeite SBöhmeithergog, ber Bon 'f3hi[ipp Bon©d)toabeu ben SönigStitcl erhalten u. auch nod>bie öfterreichifhe Erbfchaft ermorben h a tte (bie^ergoge Bon Öfterreich gehörten opnebieS 311 benmächtigften gürfteit im beutfehen Sicidje) unb beriDiarfgraf Bott SBranbenburg, beffen befoitbereS§erBortreteit bei ber SönigSioahl aber erft in ber'Uiitte beS 13. fjahrlj. (im ©achfenfpiegel) ermahntmirb tt. 3toar in feiner ©igenfehaft als beS SieicheSSämmerer. Qu ben Oueüen beS 13. gahrp.mirb nämlich änerft bie SBerbinbuitg ber Sur»ftimmen mit ben'JieichSämtern ermähnt, jebochleiten ße bie 93ercchtiguitg gttr Sur nur bei benBier Saieiifiirfteit Bon bem 3ieich§aiitte her. ©Släßt fid) tiachroeifeit, baß in bett ätteften ßeiteitbie SleidjSäutter an bie§et3oge Berlieheit mürben,ohne baß jeboch ein beftimmteS SieichSamt an einbeftimmteS §er3ogthum gebunbeit geroefett märe,ebeitfo and), baß in älterer 3 e ü bte §et3oge alsfjergoge baS i8orred)t bei ber äöahl hatten, nichtals fjupaber ber 3teid)§ämter. SBie nun grie»brich S3ar6aroffa bie ^etgogthümer Saperit unb©aepfen gertrümmerte/fo ließ er auch bieSteidjS*ämter Bon aitberett als Bon ^etgogen Bermalteu,tt. fo fiubett mir aus jener 3 e it als ®tuchfeßbenijlfalägrafen Boit Siheiit, als iDIarfchatt ben §er3ogBon ©adjfen, als Sämmerer beit üUarfgrafeu Bou93ranbenbnrg u. als ©d)enf ben Sönig Bon Söhnten.®iefe roaren aber nid)t Surfürfteit burd) ihr 3tmt,bemt (ttad) bem @ad)fenfpiegel) Berhalf bem Königebou Söhnten baS ©djeiifenamt niept 311t Sur,fonberit biefe mar @ad)e ber beutfehen gürjteu.@rft in fpäterer 3eit, in melcher mau bie richtigenSlnhaltSpunfte für bie auf altem £erfotitmeit be»rithettbe ißrärogatiBe eittgelitcr gürfteit Berlorettpatte, griff man nach ben s Jteid)Sämtern als nacheinem theoretifdjeu Diothbehelfe, u. biefe ®he°rießieß bann ©chtoaben tt. Saperit ans ltadjmeiSsbaren ©rünbeit aus ber 9teil)e ber beBorsugteitgiirften attS 11. führte Sranbenburg tt. Söhnteneilt. ®iefe SßeichSämtertheorie, bie ipreu Urfprmtgroahrfd)eütlid) bem Serfaffer beS ©achfeitfpiegelsBerbanft, mnrbe ®attf ber fchnetleu u. ailgeuteiiteitSerbreituitg jenes Spiegels foroie feiner großenälutorität fdpon in ber groeiten §>ätfte beS 13.^Ja£)rh;bie herrfdjettbe tt. nachträglich meiter Beroollftäitbigt.infolge biefer SleichSämtertheorie erfannte enblichSKuboif Bou§abSburg 1290 nach längerem Streite3roifcheit Sapent u. Söhmeit bie böhmi)d)e Sur»ftimnte beßnitio an, u. 3tnar lag ber entjd)eibenbe©raub für ipit in bem ©djenfeiiamte. SurchbieSroicfpältigeu Sahlen u. bei ber Serioirritug imSeiche in biefer Qnt ftetlte ftch and) bie 3tnS»fchließlichfeit ber fieben gürfteit mit faft factifcher(nicht theoretifeper) Sefeitigung beS SESahlrechtS bermiitber Sötächtigeu feft. ®ie uttgerabe 3apl ßeben(peißt eS int ©d)roabeitfpiegel) mar beSpalb fo mich»tig toeil bie Stimmenmehrheit eBeittucü entfd)eibenmußte. ®a bie S. 3U Stnfaitg beS 14. gaffr!).auch bie Inhaber ber größeren gefchloffetten Terri-torien roaren, fo fuchten bie Sönige mit ihnen inengere Serbiitbttng gu treten, u. bieS mar befon«berS ber gaü, fo lange ber fßapft bie poütifche