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Ä'urfiivften.
e_eetores prinoipes, b. i. ltad; bcra Surfürftenfieigelegt wirb, Son größter Scbeutuug für bieÄeimttiiß Don ber ©utroideliutg beS Surfürften*iijiimS ift bann bie 3miefur (Soppeltualjl) $t)ilippsBon ©cproaben u. DttoS (IV.) Boit Srauufchroeig.S3ci biefer ©elegeuljeit entfdjeibet ßd) nämlich 'ipapftpnoceng III. für Otto (roie er felbft angibt),weif bie dJfeljrgahl ber dürften, benen bte 9Bal)l»prärogatiBe bem .fjerfommen nad) (ex antiquo) 311«fiept, Otto geroüplt Ratten. ®ie 3dpi biefer ntiteinem Sorgttge bei ber SöitigStoahl auSgerüftetengiirften belief ftd) fdjon früh auf fieben, nämlich:bie brei rfjeimfdjen ©rgbifdjöfc Boit üftaing, ®rier,töln (bie früher fogar gefouberte SerhanblutigenBon betten ber Saienfiirften gepflogen patten) uttbbie brei ^ergoge oott ©djinaben, Snperit, ©adjfenu. beit fßfalggrafett bom fRpeiit. ®ie herföntnt»(icpe, auf Slttfe^en ihres 2IittteS bernpeitbe bfSrä»rogatiüe fiüpte fid) bei bett brei @räbifd)ö;eit bar»auf, baß fie bie erften ißrätateit beS fReicpS roarett,u. grcar ber ©rgbißpof Boit 5DIaiti3 als UtadjfolgerbeS peil. SoiiifacinS, ber bou ®rier roegen beSpopeit SltterS feiner Sircpe, bereit ®rabitioneu bisauf einen ©djiiler beS SüpoftelS $etruS gttrüd*reichten, ber non Sollt, toeil in feiner ®iöcefeberalte Sarolittgerfiß Sladjen lag u. iljnt beSpalb bieSröitung beS SönigS gufarn. ®ie brei gergogeboit ©dpoaben, Sapertt tt. ©adjfeit roaren (fo 31tlagen) SflatiDnalfjergnge tt. Bertraten bei ber Sor*beratpitng ipreit ©tamm (barttm rooflten bei berffiapl SotparS Bon©ad)fen bie batjerifdjen Sifdjöfe,beaor fie guftimmten, crft mit ihrem fjergoge 3iüd*jpradje nehmen). ®cr fßfalggraf B0111 9tpeiit aberlaut auf folgeube SBeife 311 ber fßrärogatioe: berStamm ber graulen mar mol feit früher geitooitbent falifdjen ©eßpledße Bertreten; bie ©eben biefeS©efdßecfjts u. foniit bie fRepräfentaiitcn grattleitSwaren bann bie ©taufer. ©er ißfalggraf amHinein patte and) als fold)er fdjon früh 31t benatigefepeiteren giirfieu gehört, unb als 1155 biefßfalg mit beit falifcpcn Erbgütern ber.popenftaufenBereinigt mürbe, erpob fiep baburd) ber s 33falggrafüber alle roeltitdjett giirften als nunmehriger 9te=präfeittant ber grauten (baS beutfepe 9ieid) giltals gortfepuiig beS alten gratifeitreid)S unb bergratiEenftamm beSpalb als ber erfte). ©omit lagbie Seredjtigmtg biefer fieben giirften in ihrerfölacpt, bie ihnen als ben erften Sifdjöfen ittib©tammeShäuptern(9fatioitalhergogeit) 3uftanb; bieübrigen gürfteit mären aber meber Bon ber Se=rathnng über bie SBatjl noch Bon ber Sur aus*gefdßoffen. SBäprettb bie ©taufer ben Sh 1 ' 0 ! 1 inne*hatten, ruhte bie ©timnte Bon ©cproaben (ba eSbem regierenbett $aitfe augehörte). — ®iefeSalte©aplfpßein mürbe baburd) fdproanfenb, baß grie»brid) I. bie gergogtpümer Sapern u. ©adjfen 3er*fplitterte; fo fehlte eS Ijiev au ben natürlichenStimmführern unb bie 2Kaßitapme mürbe für bieSntroidelung beS SMljumS Bon ber größten Se=beutung (maS fiep beiberSCBapl 1198 fei^on geigte).Slicben ben in ihrer 3J£ad)t gefchmächten .Vjergogengelangten in ber golge eingelne giirften 3U grö*ferer fKacpt nnb machten nun ben 'ilnfprudö,ebenfalls an bem Borgüglidjeren SBahlrecpte tpeil»gunepnten, menn ihnen auch ein Siecht gur Se=gritnbung folgen Slnfprucps nicht gur ©eite ftaub;
eS roarett bieS: ber Saitbgraf 001t ®hürittgeit(beffen ©efdilecht aber 1247 auSftarb), ber feinembeutfcheit ©tamme attgehörige, Bon beit ©tauferugroßge3ogeite SBöhmeithergog, ber Bon 'f3hi[ipp Bon©d)toabeu ben SönigStitcl erhalten u. auch nod>bie öfterreichifhe Erbfchaft ermorben h a tte (bie^ergoge Bon Öfterreich gehörten opnebieS 311 benmächtigften gürfteit im beutfehen Sicidje) unb beriDiarfgraf Bott SBranbenburg, beffen befoitbereS§erBortreteit bei ber SönigSioahl aber erft in ber'Uiitte beS 13. fjahrlj. (im ©achfenfpiegel) ermahntmirb tt. 3toar in feiner ©igenfehaft als beS SieicheSSämmerer. — Qu ben Oueüen beS 13. gahrp.mirb nämlich änerft bie SBerbinbuitg ber Sur»ftimmen mit ben'JieichSämtern ermähnt, jebochleiten ße bie 93ercchtiguitg gttr Sur nur bei benBier Saieiifiirfteit Bon bem 3ieich§aiitte her. ©Släßt fid) tiachroeifeit, baß in bett ätteften ßeiteitbie SleidjSäutter an bie§et3oge Berlieheit mürben,ohne baß jeboch ein beftimmteS SieichSamt an einbeftimmteS §er3ogthum gebunbeit geroefett märe,ebeitfo and), baß in älterer 3 e ü bte §et3oge alsfjergoge baS i8orred)t bei ber äöahl hatten, nichtals fjupaber ber 3teid)§ämter. SBie nun grie»brich S3ar6aroffa bie ^etgogthümer Saperit unb©aepfen gertrümmerte/fo ließ er auch bieSteidjS*ämter Bon aitberett als Bon ^etgogen Bermalteu,tt. fo fiubett mir aus jener 3 e it als ®tuchfeßbenijlfalägrafen Boit Siheiit, als iDIarfchatt ben §er3ogBon ©adjfen, als Sämmerer beit üUarfgrafeu Bou93ranbenbnrg u. als ©d)enf ben Sönig Bon Söhnten.®iefe roaren aber nid)t Surfürfteit burd) ihr 3tmt,bemt (ttad) bem @ad)fenfpiegel) Berhalf bem Königebou Söhnten baS ©djeiifenamt niept 311t Sur,fonberit biefe mar @ad)e ber beutfehen gürjteu.@rft in fpäterer 3eit, in melcher mau bie richtigenSlnhaltSpunfte für bie auf altem £erfotitmeit be»rithettbe ißrärogatiBe eittgelitcr gürfteit Berlorettpatte, griff man nach ben s Jteid)Sämtern als nacheinem theoretifdjeu Diothbehelfe, u. biefe ®he°rießieß bann ©chtoaben tt. Saperit ans ltadjmeiSsbaren ©rünbeit aus ber 9teil)e ber beBorsugteitgiirften attS 11. führte Sranbenburg tt. Söhnteneilt. ®iefe SßeichSämtertheorie, bie ipreu Urfprmtgroahrfd)eütlid) bem Serfaffer beS ©achfeitfpiegelsBerbanft, mnrbe ®attf ber fchnetleu u. ailgeuteiiteitSerbreituitg jenes Spiegels foroie feiner großenälutorität fdpon in ber groeiten §>ätfte beS 13.^Ja£)rh;bie herrfdjettbe tt. nachträglich meiter Beroollftäitbigt.infolge biefer SleichSämtertheorie erfannte enblichSKuboif Bou§abSburg 1290 nach längerem Streite3roifcheit Sapent u. Söhmeit bie böhmi)d)e Sur»ftimnte beßnitio an, u. 3tnar lag ber entjd)eibenbe©raub für ipit in bem ©djenfeiiamte. SurchbieSroicfpältigeu Sahlen u. bei ber Serioirritug imSeiche in biefer Qnt ftetlte ftch and) bie 3tnS»fchließlichfeit ber fieben gürfteit mit faft factifcher(nicht theoretifeper) Sefeitigung beS SESahlrechtS bermiitber Sötächtigeu feft. ®ie uttgerabe 3apl ßeben(peißt eS int ©d)roabeitfpiegel) mar beSpalb fo mich»tig toeil bie Stimmenmehrheit eBeittucü entfd)eibenmußte. — ®a bie S. 3U Stnfaitg beS 14. gaffr!).auch bie Inhaber ber größeren gefchloffetten Terri-torien roaren, fo fuchten bie Sönige mit ihnen inengere Serbiitbttng gu treten, u. bieS mar befon«berS ber gaü, fo lange ber fßapft bie poütifche