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Bd. 11 (1877) Jökul - Lainez
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ßnofilcmtfj

laus, greiljr. Bon, geb.17. gebr. 1697; trat inpreuß. SriegSbienße, nahm als .fjauptmann feinenAßfchieb, um fid; Per SJMevet uub Saufunß gumibmen, bilbete fic^ in Italien unb granlreid;,mürbe 1710 Dberauffeljer aller löitigl. ©ebäubeu. ©eljeimer ginangratl). ©ein ©iitn für Antifemar }o mastig, baß er felbß burd) feine fpäterenSlococoftubieu nicfjt üevbrängt werben fonnte.Übrigens pflegte ft. ben Siococoftil mit gleicher©enialität. (Sr Baute baS ©dßoß gu ©anSfouciin IfSotSbam, baS Opernhaus in Serliit (fein.fjauptreevt), ben neuen giügel beS ©djloffeS inE^arlottenburg u. baS ©c|loß in ©effait, Beräit*bette ben IßotSbamer Suftgarten unb legte benTiergarten bei Serliit an. Er ßarb 16. ©ept.1753 gu Serliu. 2) Alepanber griebrich,greihr. bon, geb. 1723 bei Stoffen; bilbete fidjin ben ©c^lefrfdEjen Stiegen u. befehligte im Stiegegegen granfveich 1793 u. 94, mürbe bann gelb*inarfdjatl u. ©ounerneut Bon Süftrin, u. ft. 1799ja ©teubal. 3) griebrid) Sßilhelm Bon,geb. 1752 gu Serliit; trat früh in bie ©arbe u.tourbe als ©tabSofßgier gu mehreren biplontati*fegen ©enbungen gebraucht, fo nad) Eonftantinopel,1804 gut Saifertrömtug nach IfSariS, erhielt 1805baS ©eneralspatent, löfte 1806 Sucdjefini ab unbmürbe mährenb beS SriegeS Bon 1806—1807 fort*mährenb gu Unterhanblungen gebraucht. 1813—14mar er als Eomnüffär bei bem ftönige B. ©adjfenin griebrichSfelbe bei Serlin, nahm bann feinenAbfcgieb als ©enerallieutenant u. ftarb 1820 guBerlin. !) («egnet.

Sttoblaucl) (Allium sativum L.), im {üblichenEuropa einljeimifche u. Bielfach angebaute eirunbegmiebel, aus mehreren länglichen, Bon trocfen«häutigen ©d)alen umgebenen gmiebelchen (Sehen)gufammengefegt. ©er S. hat Bon allen Stniebel*arten ben eigentümlich fdjarf * aromatifdjen ©e*fdjntad unb ben unangenehmen, burdjbringenben©erud) am ftärfften, gilt als bie SBerbauung be<förbernb unb magenjtärlenb, mirb namentlich inSiußlanb, bem (üblichen Europa u. Bon ben gubenhäufig genoffen. Sei ben Alten ftanb er in hohemAnfeljen als SJtittel gegen Bielerlei Sranlljeiten,bie Aegppter erzeigten ihm göttliche Eh re , ben©riechen mar er Berljaßt n. bie Stömer gaben ihnben ©olbaten gur Seförbmtng beS SJhttljeS; fegtwirb er faft nur noch gu Slpftieren gegen SBürmer,gut Steigung ber §aut u. 3eitigung ber ©efdjroüreangemenbet. — ©er S. gebeifjt am beften inloderem, Jräftigem, etwas lehmigem, nicht feuchtem'.flohen ohne frifche ©üuguug; bie eingeliten Stnie*beleben werben int §erbft ober geitig im griihjahr15 cm bon einauber gepflangt, gegen ben §erbßnad) bem 216fierben ber (ßßangen bie Smiebelitgleich ausgenommen u. troden aufberoahrt. SBoibe.

Snoblnitd), 1) Sbuarb, Saumeißer, geb. 25.©ept. 1801 gu Serlin, ft. baf. 29. ÜDtai 1865;ein ©cfjüler ©djittfels u. greuttb ©tülerS, mit bemer Biele ©tubieitreifen machte. §auptmerfe: ®ieneue ©pnagoge gu (Berlin (1866), baS Calais beSSaiferS Bon Siußlanb bafelbft; Biele fßribathäitferin Serlin u. gahtreiche ©d)löffer auf bem £anbe.S. mar ©rünber beS Serliner AnhiteftenOereinS,(flaurath u. 2 lfabemi!er. 2) §erntann, Iflhhft^igeh. 11 . Stpril 1820 gu (Berlin; habilitirte ftd;

— Snocfjett.

baf. 1848, 1849 gu (Bonn, folgte im felben Qahte ■einem Stufe nad) (Marburg, mürbe 1852 bafelbftu. 1853 gu §atte orbentl. tfJrofeffor. Son feinenmiffeufdjaftlichen Unterfuchuitgen finb bie auf bie jfirahlenbe SBärnte begüglichen Bott heroorragenberSebentung; fte finben fich in ben (Monatsberichtenber Serl. Alab. u. in ißoggenb. Ann. i) Stegnet. 2 ) r. |

fittoblaudjöl, Attplfulßb, C a H 10 S, §aupt 6 e*ftanbtheil beS burd) ©eftiHatiou Bon Suoblauch(ben Smiebeln Bon Allium sativum) mit SBaffeterhaltenen braunen ätherifchen DIS; auch in BielenErneueren enthalten. Sünit’lich bargeftettt bucchErwärmen Bon SHttjIjobib mit ©chtnefelfalium inalfoholifcher Söfiutg. Sitbet rein ein farblofes 6lBon unerträglichem ftnoblauchgerud). ©iebepunft140° C. Srogtie.

SttobloutfjSIr«ut (fhtobtaudjsheberich), ijtSisymbrium Alliaria Seop. j

ffitto 6 Ioutf)fd)e (Rinne, eine nach ihrem Gr*finber benannte ©achrinnenart, roeldje fidj bei ®e<bäuben, roo eine hohe 2 ltti!a bie Anbringung ge* Iwohnlicher Dachrinnen nicht guläfjt, empfiehlt,©ie liegt ca. 1 m tief im ©ebäube, hinter bem i|jauptgejtmS; groifdjen je gmei 2 cm Bon einanbet Ientfernten (Blechen mirb baS Stegenmaffer bem !Sache in biefe Stinne geleitet, bet man ein großes .©efätte geben tann, maS Bon Slottljeil ift. ®et©achraum, fomie baS Abfattrofjr müffen jebochfrojtfrei gehalten werben, ba for.jt ein UeberlaufenbeS SBafferS herbeigeführt werben !ann. Söhne, i

Snoblcdier, 3 fgnag, Afritareifenber, geb. 5 . :Suli 1819 gu ©t. Eautian (Untertrain), ©eneral*Bicar ber Eentral*Eomniiffton für 3nner*Afrifa,refibirte feit 1848 in ©hartum unb brang guEnbe 1849 auf bem 53ahr*el*Abiab bis gum©orfe Sogwc! am linlen ©tromufer unter 4° IO 1nörbl. SSreite Bor, wo bie Borgerüdte ^ya^reSgeit iihn gur Umfeljr nöthigte. Um neue ©elbmittelgu erhalten, begab er fich 1850 nach ©eutfdjlanb,lehrte bann auf feinen (ßoften nach Afrita gurüd,u. ft. auf ber SJüdfefjt in feine §eimath 13. April1858 gu Steapet. ©eine reichen ethnographifhenSammlungen erhielt tfjeitS baS Siaturalien*Eabinetin SBien, theils bie ©tabt Saibad). Er fchr.: Steife .auf bem (Beißen Stil, 2 . Stuft., Saib. 1852. Süfflet.

Sttödiel, am $anb* u. gußgelenl bie innen u.außen bid)t unter ber .fjaut liegeitben SJorfprüngeber finochen beS Unterarms u. UnterfchenlelS.

Shtodjcn (Ossa), bie oornehmtich aus leim* 1gebeuber ©ubßang u. Satffatgen befteheitben fefltn©h^ils beS SörperS ber SBirbetthiere. SOtan theiltfte ber [form nach ein in lange ober Stühren*®.,furge unb in platte S. .gebet S. befleljt, grobaitatomifch betrachtet, aus einem fibröfen Übergug,ber Seinhaut (ijlerioft), bie nur an ben ©teilen |fehlt, an benen ber S. üöerlnorpett ift, ber eigent«liehen S=fubftang u. bem S*marf, einem gellen* ju. fettreichen ©ewebe, baS baS gnnere beS MauSfüHt. — ©ie Seinhaut ift eine mehr ober 15weniger burdjfcheinenbe, weiße, gefäßreiche $ant,bie bider iß an ben ©teilen, an benen ber S.bloß Bon §aut bebedt iß, ober an benen ftd) iSänber, Sehnen ob. fyafeien an ben anfegen,an ben anbeten ©teüeu, namentlich an ben ©ia<phpfen ber ®., bünner. gm erftereu gatte hängtfte inniger, im legteren lofer mit bem ft. gufatn*