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Bd. 11 (1877) Jökul - Lainez
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$cmo — Äaitoit.

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gn bet Umgebung S*S ftnb bef. benterfenSmerth baSreigenb gelegene fönigl. SanbhauS Stofenftein, mitbeadjtensmerther Silbergaterie, bie töuigt. SStUain bet SBorjlabt Serg unb baS fönigliche Stift»fdflog SBilhelma, Bon Sonig Wilhelm im teinfteitntaurifcheit Stil erbaut, umgeben Bon pradjtöotteuißartanlagen mit reigenben ®emäd)§pufetn. Öftticf)oon bet ©tabt liegt bet Siothenberg (410 m),melier eljebem bie alte 33urg Württemberg trug,an bereu ©teile je(5t ein griec£)ifc^er Stempel mitber ©rabftütte Sönig Wilhelms u. feiner ergeit ©e=maljtin Katharina geht. Stuf bem Ufffirchhof liegtg. greiügrath begraben. S., baS roahrfcheinlichfdjon gur 3 e it ber Körner beftaitb, mirb gumerflen SJiale itt einer Urfunbe non 708 ermähntunb fdjeint gum fjergogthum Sllemannien gehörtgu haßen. Qur ©raffdfaft Württemberg gehörteS. aß einer ber älteften Seftanbtheile. gm 11.galjrlf. foll es SDiauerit erhalten ijaben; ©tabt«rechte erhielt es 1330 bnrdj beu Saifer Sttbtnigbeit 33aper; bis gur SJiitte beS 14. gahrf). marhier baS Sanbgeridft für bie ©raffdjaft Württem«berg. gm Sreigigjährigen Stiege mürbe es feljrhart mitgenommen, ebenfo bet beu Einfällen bergrangofen 1688, 1693 u. 1707. §icr 21. guti1796 ein blutiges Treffen groifhen beu grangofenunter SRoreait u. beu Ößerreichertt unter ©rgher«gog Sari, ©einen Sluffdjmitng in ben lebten ga^r«geljnten nerbanlt S. hauptfüd)lich bem Sönig Wit«heim. SBgl. SBeiel, Ser Sturort S. u. feine SDiine*ralquellen, Sannfi. 1875. ©■ ®«“S.

Sotto, 1) ißroBing beS geKatahreicheS ©ofoto(Stfrita), fruchtbar u. einer ber benöllertgen ©triebebeS gangen ©itban. 2) §auptftabt bafelbft, ehe-mals bie fefte fjauptgflbt beS §auffareidfeS, ineiner fumpfigen aber fruchtbaren ©bene, ijl um«geben mit holjre Sehtnmauer u. boppeltem ©ra»ben, treibt großen §anbet u. liefert ©ubanftoffe(blaue 33aumrooHeugeuge) in großer SJienge gurStuSfuhr, gefchmacf Bolle ©hülfe u. ©anbaleu, ge»ftidte Sebertafdien, Solche tc.; 30,000 ©in. ®renbt§.

Sattobttt (Sonnobin), SDorf u. eines ber galjl*reichen, im Slfal ber ^eiligen gelegenen SRaroni»tenlläger im Grjalet Beirut (Slßatifcbe Sürlei),Sießbeng beS ißatriarchen ber SJiaroniten. SaSSloßer fdfeint in ber Suft gu hängen; bie Sirche,SloßergeHen u. Sapellen ftnb in gelfen gehauene©rotten.

SottöhoS (a. ®eogr.), ©tabt im Selta beSStil, norböftl. non Stteyanbria, an bem nach ihrSanobifdfe ÜDliinbung benannten SluSfluffe beSSiil. Sie Sitten faljen bie Sanobifhe u. ißelufifchefälfchüch für bie $auptmünbungen an. gn $.berühmter Sempel u. Oralel beS ©erapis, norber ©rutibung StleyanbrienS michtige ©ee« unb§anbelsfiabt; nach ber griech- ©age nach bemhier begrabenen ©teuermanne beS ÜDieitelaoS, hochmol eigentlich non bem ©nltuS beS Inet als Sa»noboS, b. h» in Sntggeßalt nerehrten ©erapisbenannt. St. mar ber (Geburtsort beS Sid)terS©laubian. Sie Siuinen mejil. non Slbulit.

Sottobfd) (Sanaubßh, Sanoje, tunnouj), ©tabtim Sifir. garralhabab ber Sinifion Slgra berinbobrit. üitlßSprobinjen, unmeit beS ©angeS;17,093 ffim. k. ift baS alte Slanjatubbfd)a, imJllterthum u. früheren fKittelalter bie blühenbe

u. große §auptjiabt htbifcher Reiche (f. gubien,®efch.), bis es 1194 noit bem ©horiben ©chchab«ebbiit ÜJlohammeb geplünbert u. 1340 oon 3Jio*hantmeb Soghlu! non Setlji äerpört mürbe, gehtftnb nur fparlidje Sriimmer ber alten Prachtbau*ten norhanben. Sfiietemaim.

Sattoe, f. Sanot.

Slaitoit (gr.) 1) mörtlich: ein geraber ©tab,um etmaS barait aufäurichteit, fobaun um etroaSbaran ju meffen; baher 2) SJtggfiab, SDlaß, fftorm,SBlufter, ibealeS SSorbilb. 3) (Sfthet. u. ®unftgef<h.)auf bie menfhliche ®eftalt angemanbt: pofitineS,burch SDiaßnerhaltniffe jmifchen ben einzelnen Shei»leit (^Proportion) bejtimmbareS ÜJlnfterbilb menfch»lieber ©hönheit. gm Sllterthum mar es ber SBilb*hauer ißolplletoS, roelcher giterfi in feinem Sorppho»roS (Sanäentrager) u. fpäter in feinem Siabume«noS (einem bie 'Jiingerbiitbe ftä) aitlegeuben Slthie»ten) fold)e S£=S als ©attuugSibeale itt gönn non©tatuen auffteltte. 23eibe unterfhieben ftch, unbbarin liegt fhon ein Wiberfpruch gegen beu 33e*griff beS gbeatS als abfoluter ©hönheitSform,baburch, bag ber elftere als mannhafter $nabe,ber jroeite als roeicher gitngliug bargeftellt mar.©in britter mar ber ülpophomenoS beS SSiIb=hauerS SpfippoS. ©in anberer tieferer Wiberfprnchgegen bie 33ebentnng beS S»S als allgemeinen©attungSibealS liegt aber Jcffon barin, bag nurbie eine gornt menfhlicher ©honheit, nämlich biemännliche, barin berfo'rpert mürbe, mährenb bieroeibliche, bie einen nothmenbigen ©egenfah bagubilbet, babei ignorirt mirb. ©ine mtorgaitifche u.barum unüfthetifche SJerbittbung beiber führte jnm§ermaphrobitiSmuS, melier bie SBibertegung beSgbeals als einfeitiger SBermirlli^nng eines all»gemeinen gormprincips ift. ©pater h Q t manbenn auch für beibe gönnen befonbere SMagber»hültniffe aufängellen gefitcht; namentlich HbrechtSürer, ©. ©chabom, neuerbingS 3etgng u. 31.311S SJtageinheit mürbe babei meig ber menfchli^egug gu ©runbe gelegt. 4) u. ©ramm.)ein als giltig angenommener ©rnnbfalj. 5)(SWath.) eine allgemeine Sieget, roetche auf eineSieihe ähnlicher geometrifcher u. arithmetifherSlufgaben angemenbet merben !ann (mofür bieDieneren SMethobe, Sieget, SSonfchrift brauchen);baher eine Safet berechneter ©rügen, g. S. C. lo-garithniorum, fo B. m. Sogarithmifhe Safeltt. 6)(©htonotogie) §auptmomente ob. 3 e ttabfchnitte,melche als beftimmt angenommen mürben it. nachbenen man bie bagroifchen liegenben 3eiträumeberechnete, fo B. m. ©pochen; baher (Canöneschronologtci) ^rouotogifche Safelit beftimmterSlrt, g. S. bie ber gülbenen 3 a hh ber ©palten,ber Ogern tc. 7) (iß^ilol.) baS non beit Site«yanbriuifchen ©rammatifern aufgefteüte Sßergeich*nig ber älteren grie^if^en ©c|riftfteller, melcheals SOiuger gum ©tubium u. gur Siachahmungaufgegellt maren; es gab berfelben für jebe ©att>uitg ber f}5oefte u. fßrofa, f. u. ©riech. Siteratur;biefem SUeyanbrinifchen hatte bie ©dhulebeS States in ißergamon einen, non aitberen©rnnbfähen auSgehenben, ben ißergamenif^enS., entgegen aufgeftetlt. 8) (iPhitof.) feber ©runb«fap, in ber fritifc|en tph't°) 0 rtt e bie Sßiffenfchaftnon ber richtigen Slnmeubung beS ©rfeuntnigner»