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beg (ßietro Eljiari aug 23regcia tu (Beliebig, ihrerQcit ©eifall faubeit, je(3t aber Dergeffeu ftnb. Sie'Setzungen aller feiner Vorgänger Derbmtfelte aberEarlo ©olbotti (ft. 1792), ber eiugig maljre Homilet^talieng. Er wollte in ber 2lrt (ÜRoliereg fdjreibenu. bitrd) ebtere ©ittenloniöbie bie Commedia dell’arte Derbrängen. Seßtereg gelang ilpn grnar nidjt,bod) fiat er itt Dielen feiner jafylreidjeu ©tikfe treue©djilbernngcn ed)t italienifdjer Eljaraftere u. Sit-ten itt natürlicher, oft feibft nad)läfßg*populäcer©prad)e gegeben, mag iljn gitm Sieblinggbidjter fei-neg (Bolte'g madjte. Er befjerrfd;tc mit feinen ©tüdenDon 1740—50 in (Bettebig bie (Bühne, obgleich ereine geit fang gegen ben Einfluß beg Eljiari gufämpfen Ijatte, big fic^ Earlo ©oggi (ft. 1806)gegen ffieibe ert)ob u. fte burd) feine bramatiftrtenÜRärdjen (Fiabe teatrali) überflügelte, ©egenSfuggang bc§ 18. Saljrh. fdjmantte man gmifdjenfrangößfdjeti u. auch beutfcijen SSorbilbern (Soßebueu. Qfjlaub); bod) mürbe meber Don 2lnt. SlDelfouiu. ©ualgetti aug Neapel, ltod) Don ©reppi attg(Bologna u. 21. (Bebeuteitbeg barin geleiftet. ©ierceinerlidje i'omöbie mürbe eilte gelt fang ttidjtol)ue Erfofg bitrd) Eatn. geberici aug ©uriu Der-treten, Saleiit befunbetett aud^ ©tjerarbo be’ (Rofft,grattc. Sllbergati SapaceHi, STiapoli ©igitoretii,Slteffanbro fpepoli, (Mario fßagaiio u. ber S5enetianer©ografi. Sie Oper, bag Sieblinggfdjattfpiel berItaliener, eutioicfelte im 17. fjahrij. gmar großenSitpig ßctreffg tljeatralifdjer 2fugftattung u. (Mußt,ließ aber in poetifdjer $inftd;t Sfffcg gu toüitfd)eitübrig. Eiuenfjortfdjritt mad)te fiebarin, baßfeitetma1613, Dorgüglid) infolge ber (Bemühungen g-ttlDio©eftig, bie (Monotonie ber (Recitatioe burd) bie 2friemehr u. mehr unterbrochen mürbe. Sagegen er-reichte bie Dperitbidjtuitg ihren ©ipfel im 18.Qaf)rl). u. erlangte eine foId;e Selebrität, baß ftean Diele §öfe beg Slttglaitbeg Derpßangt mürbe.@ie Derbanft bieg gmei nod) jeljt in Italien f)od)geachteten Sichtern, betn eruftett u. gelehrten 2lpo«ftolo geno aug (Beitebig (fl. 1750) u. bent (ßietroSrapaffi ((Metaftafio, ft. 1782). SBeitiger bebeutenbfinb ihre geitgeuoffen (Rolli, gntgoui, (Migliabacca,Dlibieri, Eigna, Santiaiti, gattiboni, Eoltetlieri,SÜogati, (Reggoitico uub Eaifabigi. (Bott jüngerenftnb Se Eriftoforig u. geüce (Romani gu nennen.Sie fomifdjen Opern Don ©ioo. ©herarbini ftnbnie aufgeführt morben.
V. Sie fünfte Sßeriobe ber ©efdjidjte ber g»nS. bilbet bie neuere u. neuefte geit. ©urch biegemaltigen politifdjen Ereigitiffe ber lebten Secen-ttien beg 18. 3al)rl)., bcf. burd) bie frangöf. (Re-Dolntion, mürbe eine fhiftg Deranlaßt, bie nichtbloß eine (Regeneration ber @pradje tt. Siteratur,fonbern beg SBolfggeifteg ber Italiener überhauptherbeiführte. SBäfjreub ftd) ber ©rang nach natio-naler ©elbßänbigteit lt. freien mürbigen politifdjcitfynßitutionen in Derßhtebenen fReDolutioneit biefeggahrhutibertg Suft machte, entmidelten fid) in 33e»gug auf Sprache n. Siteratur gmei £auptgegen-fäße: ber eine auf bem ©ebiete ber ©pradje, beraubere tiefere unb ttmfaffenbere auf bem ©ebieteber literarifdjett Sritif. gn ber ©prache geigteftd) bag ©treben, bie maffenhaft eittgebrungenen©allicigmen gu belämpfen unb auf bie befferenSllten, namentlich auf Sante u. (f3etrarca, fomie
Siteratur.
auf bie Sidjter u. (ßrofaißen beg Treoeuto gurüd»gumeifen. ©g fehlte nicht au (Männern, bereuSiorliebe für bag Trecento big gut Slffectationfid) Derftieg. 2113 mid)tigfter ©erfechtet biefer pe=baittifdjen ©d)ule, ber fogenaitnteuSt ecentißen,ift ber fouft atlerbingg um bie gtalienifdje ©pracheIjodjDcrbiente 2lnt. Sefari aitg (Beroita (ft. 1828)gu nennen, ber uuermüblich eifrig geittebeng burd)bie §erauggabe alter italieit. Elafftter, bitreh Über-fehungcit aug bem Sateinifd)en, burch eine roeit«läufige ©djrift gur Erläuterung ber ©prachfdjcm*heiten beg ©ante, Dorgüglid) aber burd) eine mitgahttofeu Deraltcten Sßörtent bereicherte Sluggabebeg SBörterbudjg ber Erugca für bie (Reinheit ber©prache nach (Maßgabe beg golbeneit Trecentogu mitten fudjte. Obgleich oft mit ©pott, gurnalDom Sichter (Mouti, behanbelt, iß er bod) biehauptfäd)lichfte Sjeranlaffung gemefen, baß fid»feitbent alle befferen ©chriftftellet einer echt ita-(ienifd)en, Don frentber Seimifchung ntöglid)ftfreien ©prache beßeißigt hoben, it. bie fßurißeugaitg entfehieben bie ©allicißeit Derbrängten. Einentreuen Sladhfolger erhielt Eefari an (ßeüegrinogarini (ft. 1848). (Roch 6ig auf bie ©egenmavtnicht gu Doller Eutfcheibung getommet; ift ber obenermähnte gmeite©egeufahgmif^en ben Elaffifentu. Dtomantiteru ober ben Slnhängent ber älte-ren poetifdjen ©d)iile u. betten, meld)c ben freieren2lnfichten ber Euglättber uub Seutfchen hulbigen.Unter beit (Männern, bie fid) überhaupt um bieijßiebergebnrt ber g-nS. oerbient machten, ßel)tobenan ©uifeppe (ßarini (ß. 1799), ber alg Sichterguerß einen befferen, männlicheren Soit anfdßugu. in feinem ^jauptmerle II giorno mit hödjßerElegaug ber ©pradje bie (Ridjtigleit beg Sebeitgber höheren ©taube feiner Qeit geißelte. gh utßeljt miirbig gut ©eite gppolito (ßinbemonte augSöerona (ft. 1828), ber iit feilten Epistole biel-fältig bie Serroüßmigcn feiiteg ffiatertanbeg be-sagte uub überhaupt in faß allen feinen (Berteneine bem gtaliener fonß frembe melancholifcheStimmung geigte. Unenblich mehr mirtte auffeine geit tßittorio SCtfieri (ß. 1803), beffenfRuhmDorgüglich burdi feilte Sragöbien begrünbet mürbe.(Segen lefcterer Dereljrt man ihn attgemein algben (Reftaurator beg italieuifdjen Sljraterg u. alg§aupt einer bebentenben ©chule. Ein geiitb beropentartigeu SBeichlit^lcit ber italien. Sramen, mieber oft mibrigen Siebfchaften unb SRaiüetäten berfrangöf. Sragöbie, Derßel er in bag entgegenge*fefjte Eptrem: er oerlaugte hödjße Seibenßhaftüd)-feit auf ber einen unb möglichste Einfachheit ber§anblung auf ber anberen ©eite. Santit erreichteer jeboch ßatt Eiufadjheit unb Matur nur §ärte,fomie eine oott aller Socalfarbe u. aller Eharalte-rüßit entblößte Slbgtraction. Semmel) mürbe bieneue Er[d)einung Don ben (Befferen im SBolfe mitgreube aufgettommen. gu ber ©chule Sllßeriggehört gnnächß auch ber an SI)araf'ter in maitdheu(Begehungen ähnliche llgo gogeolo (geß. in Sottbon1827), ber jebod) meniger burch feine Sramen u.anberen (jSoefien, alg Dielmehr burch feine Ultimelettere di Jaoopo Ortis, eine in bag SPolitifdjen. ffanatifdje übertragene (Radjahnutng Don @oetl)eg2Sertl)er, berüljmt gemorben iß. Ohne gmeifetben bebeutettbßen Eiußuß auf bie (Reugeßaltung