Die Bereifung.
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Eine vcrvollkommnctc Art der Kisscnreifen, in der sichdie Vorzüge dieser mit denjenigen der Pneumatiks verbindensollen und welche von vielen Seiten ungemein gerühmtwird, stellt Brauns Dauerreifen vor, der, wie dieAbbildung zeigt, innerhalb der Laufdecke eine Einlage vonfestem Kork und elastischem Moosgummi hat, wodurch ereine große Widerstandsfähigkeit erhält. Dieser Reifen istnach Art der Cushion-Rcifeu mit der Felge fest verbunden.
Der eigentliche Typus des modernen Fahrrades aber ent-stand erst durch die Erfindung des Preßluftreifens, desPneumatiks. Zwar hatte schon ein gewisser Thomson anssolche ein englisches Patent genommen, doch ist erst der Ir-länder Dunlop als Erfinder des Preßluftreifens zu be-trachten, welcher geradezu eine Revolution auf dem Gebieteder Fahrrad-Industrie und der Verbreitung und Vervoll-kommnung des Fahrrades überhaupt hervorrief. Die Ideedes Preßlnftreifens wurde überall mit größter Begeisterungausgenommen und rief eine großartige Industrie hervor,wobei denn auch Deutschland nicht zurückblieb, wie die zahl-reichen großen Etablissements dieser Branche und der hoheGrad der Vollkommenheit, den die von ihnen fabriziertendeutschen Reifen erreicht haben, am besten beweisen.
War in der ersten Zeit seines Erscheinens der Preßluft-reifen oder Pneumatik wegen mangelnder Erfahrungen beiBezug und Behandlung des Rohmaterials und bei der Her-stellung noch vielfachem Versagen unterworfen, wobei be-sonders oft das Platzen des Luftschlauchs vorkam infolgezu dünnen oder minderwertigen Gummis und die nichtwiderstandsfähig genug gestaltete äußere Gummidecke leichtdurchbohrt wurde, so ist heute auf Grund der reichlich ge-sammelten Erfahrungen die Fabrikation des Pneumatiks eineso sorgfältige und gediegene, daß bei einer einigermaßensorgsamen Behandlung des Reifens durch den Fahrer einPneumatikdefekt, wenigstens was Touren-, Halbrenn- undNonslippingrcifen anbelangt, nur durch Eindringen einestückischen Nagels Vorkommen kann. Und selbst dies gehört