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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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795
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Ferdinand. 795

Lombardei-Venedig gekrönt. Die Krönnngsfeier-lichkeiten benützte er zur Ertheilung von Amnestien,die dabei üblichen Dotationen wandte er den Armenzn. Die politischen Geschäfte meist seinem Kanz-ler, dem Fürsten Metternich und dem ErzherzogLudwig überlassend, sorgte er besonders für Heb-ung der Industrie, den Bau des Straßen- undEisenbahnnetzes. Am 2. Dec. 1848 legte er, daseine Ehe mit Anna, Tochter des Königs VictorEmanuel I. von Sardinien (seit 1831) kinderlosblieb und es ihm den revolutionären Ereignissengegenüber an Zuversicht u. Kraft gebrach, in Ol-mlttz zn Gunsten seines Neffen Franz Joseph dieKrone nieder n. hielt sich seitdem meist in Pragauf, wo er 29. Juni 1875 starb. Durch seinepersönliche Gutherzigkeit war er sehr beliebt, ja ergalt überall als der beste Vater der Armen.

6) Könige: n) von Aragon: 6) F. I., derGerechte, zweiter Sohn des Königs Johann I.von Castilien und Eleonorens von Aragon, Jnfantvon Castilien, geb. 27. Nov. 1380; schlug nachseines Bruders Heinrich des Kränklichen Tode 1400die ihm von den Ständen angetragene Krone ausu. theilte nur mit der Königin die Vormundschaftüber seinen Neffen Johann II.; er wurde nachdem Aussterben der Könige von Aragon mit Martin,als Sohn von dessen Schwester, 1412 nach zwei-jährigem Interregnum von den Ständen zumKönig von Aragonien gewählt u. starb 1416, eindurch Klugheit, Gerechtigkeit und frommen Sinnausgezeichneter Fürst. Er war vermählt mitLeo-nore d'Albnquerque. 7) F. II., der Katholi-sche, Sohn Johanns II. von Aragon, geb. 10.März 1452; seit 1466 Mitregent in Aragonien u.1468 König von Sicilien; vermählte sich 1469mit der Erbin von Castilien u. Leon, Isabelle, n.wurde nach ihres Bruders Heinrich IV. des Un-vermögenden Tode 1474 mit dieser als F. V.König beider Reiche, folgte nun auch 1479 seinemVater in Aragon u. bereitete so die spätere Ver-einigung Spaniens zu Einer Monarchie vor. SeineRegierung war wie wenige durch das Zusammen-treffen glücklicher Ereignisse eine der ruhmreichsten,wenn auch F. selbst mit den b esten Regenteneigen-schaften begabt, dieselben nur benutzte, um mitmacchiavellistischer Politik die Königsmacht zurhöchsten Stufe zu erheben. Unter ihm wurdeGranada erobert, die letzten Mauren aus Spanienvertrieben u. Amerika entdeckt, Neapel u. Navarrabis an die Pyrenäen erobert. F. st. 23. Januar1516 auf dem Schlosse Madrigalejo in Estrema-dura. Er war nach Jsabellas Tode (1504) zumzweiten Male vermählt mit Germaine Gräfin vonFoix, welche Ehe ohne Kinder blieb. Aus derersten Ehe hatte er einen Sohn, Johann, welchervor ihm starb, u 4 Töchter, von denen die zweite,Johanna, den Erzherzog Philipp von Österreichheirathete, dessen Sohn, Karl (als Kaiser Karl V.),F-s Nachfolger wurde; die jüngste, Katharina,war an Heinrich VIII. von England vermählt.Prescott, Geschichte F-s u. Jsabellas deutsch, Lpz.1842, 2 Bde. d) Von Böhmen: s. Ferdinand1)5). o) Von Castilien: 8) F. I., derGroße, Sohn Sanchos III. von Navarra; er-hielt 1035 als Erbe Castilien, eroberte Leon undeinen Theil von Portugal, nahm selbst den Titel

Kaiser an, als Bezeichnung seiner Oberherrschaftüber ganz Spanien; er st. 1065. F. war ver-mählt mit Donna Sanchia, Tochter des KönigsAlfons V. von Leon. 9) F. III., der Heilige,Sohn Alfons IX. von Leon und der Berengariavon Castilien, geb. 1199; er wurde nach der Re-signation seiner Mutter 1217 König von Castilien,1230 durch die Wahl der Stände als F. II. Nach-folger seines Vaters in Leon, das er mit Castilienvereinte zu einem einigen untheilbaren Königreich,und starb, nachdem er auch noch das KönigreichMurcia erobert, 1252 u. wurde 1671 canonisirt.Eiu Freund der Wissenschaften stiftete er die Uni-versität Salamanca. Er war mit Beatrice vonSchwaben und seit 1237 mit Johanna von Pon-thieu vermählt. Seine Regierungsgeschichte liefertesein Minister, der Erzbischof von Toledo, DonRodrigo Timenes (Orcmioa, cksl santo rsz? Von§. III. Lnoaäa äs In librsria äs 1a IZIesia äs8svII1a). 10)F.IV., der Vorgeladene, SohnSanchos IV., Königs von Leon u. Castilien, geb.1285 in Sevilla; folgte seinem Vater 1295, an-fangs bis 1305 unter Vormundschaft seiner Mut-ter Maria von Molina. Nach allen Seiten hinin Kriegen glücklich, starb er 1312 in Jaen, wieerzählt wird, von 2 Brüdern, die er wegen auge-schuldigten Mordes ungehört von der Stadtmauerhatte stürzen lassen, binnen 30 Tagen vor GottesRichterstuhl gefordert, die Nacht vor Ablauf diesesTermins (daher sein Beiname). Er war mit Con-stanze, Tochter des Königs Dionys von Portugal,vermählt, ä) Von Leon: II) F. I., Sohn Al-fons VIII., geb. 1135; folgte, schon 1152 zumKönig von Leon, Asturien und Galicien ernannt,1157 seinem Vater, während sein älterer BruderCastilien erhielt, ein Fürst, der nur den augen-blicklichen Eingebungen folgte. F. st. 1188. Nach-dem seine Ehe mit Donna Urraca, Tochter desKönigs Alfons I. von Portugal, 1175 getrenntworden war, vermählte er sich 1176 mit Therese,Tochter von Nunes de Lara, u. als Liese 1180starb, 1181 mit Urraca Lopez. 12) F. II., s.Ferdinand 9). s) Von Neapel: 13) F. I.,natürlicher Sohn von Alfons V. von Aragon, nahm1443, vom neapolitanischen Parlament zumjPrin-zen von Calabrien u. Thronfolger erklärt, u. mitJsabella von Clairmont, Nichte des Herzogs vonTarent, vermählt, nach dem Tode seines Vaters,1458, von Neapel Besitz und erhielt vom PapstePius II. die Belehuuug damit. Bei seiner Staats-klugheit u. Energie wußte er auch diesem gegen-über sich selbständig zu stellen u. hob die Königs-macht; er förderte die Wissenschaft, besonders dieRechtswissenschaft u. sorgte für materielle Hebungdes Landes. Er st. 1494. F. war vermahlt zu-erst mit Jsabella, Tochter Tristans von Clermout,u. seit 1476 in zweiter Ehe mit Johanna, Tochterdes Königs Johann II. von Aragon; ans ersterEhe stammte sein Nachfolger Alfons II. 14) F. II.,Enkel des Vorigen, Sohn von Alfons II., geb.1469; folgte 1495 seinem Vater, welcher die Kroneniederlegte; vor Karl VIII., König von Frank-reich, mußte er bald nach Jschia fliehen; er wurdezwar wieder eingesetzt, starb aber schon 1496 kin-derlos. F., ein eben so reich begabter als auchstrenger Herrscher, war vermählt mit seiner Tante,