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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Europa (Volkswirtschaftliches).

wol das Reich der Labiaten genannt hat. Inzoologischer Hinsicht ist das Gebiet der Mittel-meerfauna od. das Reich der ungleichzehi-genKäfer (Heteromeren) ziemlich bemerkenswerth.An den felsigen Küsten Gibraltars erscheint der ge-meine Affe (Ivurw ooanäatms), Viverren (Ginster-katzen) treten theilweise an die Stelle der Marder;der Wolf ist selten, unser Fuchs durch seinen schwarz-bauchigen Gattungsgenossen vertreten; Sardiniensund Corsicas Gebirge beherbergen den Mufflon.Die Vögel sind theilweise weniger bedeutsam alsdie nordischen, da deren größere Arten mehrfachdurch kleinere ersetzt werden (so bei den Eulen),doch treten manche neue Formen auf. Reptiliensind zahlreich, namentlich Eidechsen u. Schlangen,von welch letzteren Italien 18 Arten beherbergt.Lurche n. Fische sind minder stark vertreten; letz-tere sind, wie in Mittel-E., vorwiegend karpfen-artige. Die Gliederthiere sind recht bemerkens-werth, namentlich Skorpion, Tarantel n. Tape-zierspinne; die ungleichzehigen Käfer (Blasenkäfer,Stachelkässr u. ach haben hier ihren Hauptsitz.Landmollusken sind sehr häufig, Süßwassermollus-ken bei dem Mangel an Strömen wenig zahlreich.Seidenraupen, Cochenillelaus, Blutegel u. Honig-bienen werden in hervorragender Weise gezüchtet.Wie die nordischen Meere namentlich ausgezeichnetsind durch die vielen Schellfische (Kabliau, Dorschu. Schellfisch), sowie durch die Häringe, wie dieWKüsten E-s namentlich Austern liefern, so istdas Mittelmeer reich durch seine Thunfische, Sar-dellen, Badeschwämme und Edelkorallen.

Zum Steppengebiete gehört von E. nur einkleiner Theil; in ihm herrscht ein einförmiger Wechselnur dreier Jahreszeiten: auf den strengen, langdau-ernden Winter folgt ein kurzer Frühling, diesein einregenloser, glühender Sommer, an den sich fast

unmittelbar die Schneefälle des Winters anschlie-ßen. Nur der Frühling gestattet das Wachsthumder Pflanzen. Daher bedürfen die Pflanzen derhierher gehörenden Donschen Platte, der Kirgise,i-u. Kalmücken-Steppe am Ausflusse der Wolga,sowie der Niederung zwischen dem Kaspischen mSchwarzen Meere, theils einer kürzeren Vegeta-tionszeit, theils besonderer Hilfsmittel, um derSommerdürre zu begegnen; elfteres ist der Fallbei den zahlreichen Zwiebelgewächsen, letztere fin-den sich in saftreichen Organen u. in „Bildungenvon Haaren, Dornen u. ätherischen Ölen. Diebesonderen Formen der Gras-, Salz- u. Sand-steppen bieten eigeuthümliche, aber arme Vegeta-tionsformationen; nur wo Wasserreichthum demPflanzenleben entgegenkommt, finden sich Bäumeu. häufiger Sträuchen. Von Kulturpflanzen ge-deihen selbst Baumwolle, Reis n. Sesam; dagegenmüssen die Obstbänme gegen Winterkälte geschütztwerden. In zoologischer Hinsicht sind diese kas-pischenSteppen das Reich der Saigaantilope,der Wurf- u. Wühlmäuse. Vor Allem indi-vidnenreich sind die Nagethiere, bes. an Ziesel,Springmäusen, Wühl- u. Wurfmäusen. Hirschefehlen u. sind durch die Saigaantilope u. ^nti-lops subAutlmrosa, vertreten. Große Ranbthierekommen nicht vor, von mittelgroßen ist der Korsak( 6 anis eorsao) bemerkenswerth. Reptilien sindzahlreicher als in Mittel-E., darunter 22 Eidechsen«u. 19 Schlangenarten. Die Fische des KaspischenSees sind meist Süßwasserfische, vorwaltend Störeund karpsenartige Fische. Die Jnsecten gehörenfast durchgehends verbreiteten europäischen Ge-schlechtern an. Unter den Spinnenthieren erschei-nen Skorpione, Tarantel u. Walzenspinnen. VonMollusken kennt man nur 9 Arten. Über dieProducts des Pflanzen- u. Thierreichs s. unter L.

X. Darstellung der volkswirthschaftlichen Verhältnisse rc.

1) Tabellarische Uebersicht der wichtigsten volkswirthschaftlichen Verhältnisse.

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Dänemark

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Deutschland .

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Frankreich

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Griechenland .

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Luxemburg.

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Norwegen

5,5

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?

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Schweden

9.6

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Oesterreich-Ungarn

S7,°

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Portuqal

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Ruffisches Reich

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Schweiz. . «.

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Spanien . .

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Türkei . . .

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32

14

230

Die Gesammt-Production an Getreide beträgtjährlich etwa 1804 Mill. bl. Unter den sonstigenlandwirthschaftlichen Producten sei hier noch kurzder Kartoffel, des Weines u. des Tabaks gedacht.An Kartoffeln werden jährlich über 642 Mill. blgewonnen. Es kommen auf den Kopf: im Deut-schen Reich 6,g bl, in Belgien 6, in Schweden u.

den Niederlanden 4,g, in Norwegen 4,z, in derSchweiz 3,g, in Frankreich 2,«, in Österreich-Un-garn 2,g, in Rußland 1,^, in Italien 0,, bl. DieWeinproduction übersteigt jährl. 140 Mill. KI.;daran ist betheiligt: Frankreich mit 39,i°/°, Ita-lien mit 21,g, Österreich-Ungarn mit 16,^, Spa-nien mit 14,2, Portugal mit 3 , 5 , Deutschland mit