Equilibrist —
in de» Senat trat, wobei er seitdem auch das Pferdabqeben mußte. Gemustert wurden sie bei demallgemeinen Census (roooAnitio) alle 5 Jahre,bei welcher Gelegenheit eventuell auch ihre Aus-stoßung erfolgte. Außerdem hielten die b). nochalle Jahre an den Iden des Julius einen feierlichenAuszug (transvootio), mit Ölzweigen bekränzt u.in der Trabea vom Tempel des Honos nach demCapitolium. Neben dieser alten Reiterei gab esseit 403 v. Chr. noch eine freiwillige beritteneSchaar mit dem Census der ersten Klasse, welcheihre eigenen Pferde hielt, aber weder den Rang,noch die Vorzüge der Staatsritter hatte. L) Un-ter den Gracchen wurden die ü. (Ritter), d. h.nunmehr: die reichen Capitalisten, ein besondererStand (oräo sgussbsr) mit besonderen politischenRechten, welcher zwischen dem Senat u. der Plebsein Mittelglied bildete. Dieser Stand, durch dengewachsenen Reichthnm Roms vorbereitet, wurde1 L 3 v. Chr. durch die Isx jnckioiarla geschaffen n.hier verordnet, daß alle, welche den damaligenRittercensus von 400,000 Sestertien und ein be-stimmtes Lebensalter hatten, die Fähigkeit zurBekleidung von Nichterstellen haben sollten; dieseBerechtigung schuf einen neuen Stand. Ihre Aus-zeichnung war bei Festlichkeiten die Trabea, einpurpurstreifiger Umwurf; der elavns anAnstms,ein schmaler Purpursaum, an der Tunica; deramüns aureus, ein goldener Ring; ein besondererEhrenplatz im Theater. Bald zählten sich alle,welche diesen Census hatten, zu dem Ritterstande;die Vornehmsten n. Reichsten derselben waren diepublicum. Da sie auch ans die Regierung Ein-fluß erlangten, entstand zwischen ihnen und demSenat eine Spannung, welche erst durch Augnstnsgeschlichtet wurde; dieser erkannte zwar die kll. alsStand an, sprach auch die Erblichkeit desselbenaus, entkleidete sie aber aller Auszeichnungen n.Vorrechte. Die Nichterstellen hatte Sulla 81 v.Chr. den Senatoren zuruckgegeben; seit 71 warensie dann unter verschiedenen Modificationen zwi-schen Senatoren und Rittern getheilt. Ihremilitärische Bedeutung hatten die kü. schon seitdem zweiten Pnnischen Kriege verloren, weilvou da an die meisten Kriege auswärts geführtwurden u. die Römer dazu Reiter von den Bun-desgenossen requirirten. Augnstns gab denjenigen,welche den Senatorencensus von 800,000 Sester-tieu hatten, einen besonderen Rang als oquitssillustrss; doch dies war eben bloß ein Rang, u.die oguitss illustros waren reiche Leute, die alsOffiziere in der Reiterei dienten od. aus denen dieKaiser mit Vorliebe ihre Räche, höheren Beam-ten, Statthalter rc. wählten. Sie theilten sich inder Kaiserzeit, da mit dem Aushören der Comi-üen auch die Centurien aufgehört hatten Bedeut-ung zu haben, in K Türmen, standen unter sovielu. dem xrinosxs jnvontntis und traten auch nochZuweilen zur Begehung alter ritterlicher saora zu-sammen, sowie zu der nun "bedeutungslosen undulle Jahre gehaltenen rooo§nltüo u. zur Feier von^«jtstagen der Kaiser u. anderen Gelegenheiten,o) Als unter Constantin d. Gr. die Residenz von. ^ uuch Byzanz verlegt wurde, wurden die L.^pEsche Corporation, welche zwischen Senat"> Zünften mitten inne stand, hatten auch einige
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Privilegien und wurden von manchen Kaisern be-günstigt; gegen Ende des Römischen Reiches aberhörte dieses Institut, ganz auf. Riese.*
Equilibrist, s. Äquilibrist.
Equipage (fr.), 1) Gerüche, Gepäck, Reise-geräth. 2) Reise- od. Galawagen sammt Pferden.3) Was zur persönlichen Ausrüstung des Soldaten,bes. des Offiziers für den Feldgebranch erforder-lich ist; daher sich equipiren und Eqnipir-ungsgelder, diese erhalten Osfiziere rc. imFalle einer Mobilmachung zur Beschaffung undVervollständigung ihrer Feldausrüstung (Mobil-machungsgelder); theilweise wird E. auch in derBedeutung von Train gebraucht, z. B. für Brücken-E. u. s. w. 4) Die gestimmte Besatzung einesSchiffes: Offiziere, Unteroffiziere und Gemeine,Matrosen, Artilleristen u. Seesoldaten (vgl. Mann-schaft). Daher E-meister (fr. Llaltro ck'ägni-papss), Ausrüstungsmeister, ein Oberoffizier imArsenale, welcher mit der Ausrüstung der Schiffebetraut ist.
Equipiren (v. Fr.), ausrüsten, ansstatten.
kquiseta, Klasse der Gefäßkryptogamen, mit dereinzigen Familie der lügnisstaosas (s. d.).
llquisetaooao, Schachtelhalme, Pflanzenfamilieaus der Reihe der Gefäßkryptogamen, zunächstverwandt mit den Farnen, sowie diese ausgezeich-net durch scharf ausgeprägten Generationswechsel.Die erste Generation stellt ein kleines, oberirdi-sches, grünes Prothallium dar, welches entwedermonöcisch od. diöcisch ist. Die männlichen Organe,Antheridien, befinden sich am Rande der größerenLappen des Prothalliums und bestehen aus einervon mehreren Zellen gebildeten Wand, welche dieinneren kugligen Zellen einschließt, deren proto-plasmatischer Inhalt sich in große, mit zahlreichenWimpern versehene Spermatozoiden verwandelt.Die weiblichen Organe, Archegonien, entstehenmeist am Vorderrande der dicken fleischigen Lap-pen des weiblichen Prothalliums u. haben großeÄhnlichkeit mit den Archegonien der Farne, nursind die oberen 4 Halszellen sehr lang u. vor derBefruchtung mit ihren Enden nach außen gekrümmt.Nach der Befruchtung der in dem Archegonimneingeschlossenen Eizelle durch die Spermatozoidenvergrößert sich die Banchwand des Archcgoninmsdurch wiederholte Zelltheilungen und aus der sichHeilenden Eizelle desselben geht nun die zweiteGeneration hervor. Diese stellt die allgemein alsSchachtelhalme bekannten Pflanzen dar. Der Sten-gel besteht ans einer Reihe hohler, an der Basisdurch eine dünne Querwand geschlossener Glieder,von denen jedes oben in eine das nächste Gliedumfassende Blattscheide übergeht, welche sich amoberen Rande in eine Anzahl Zähne spaltet, welcheebenso vielen quirlig gestellten Blättern entsprechen,die zur Scheide mit einander verwachsen sind. Znjedem Blatte gehört ein mit Treppengesäßen ver-sehener Fibrovasalstrang, welcher im Jnternodiumbis zum nächst älteren Knoten herablänft, um sichdaselbst in 2 kurze, abwärts gehende Schenkel zuspalten, welche sich mit den benachbarten, aus denBlattscheiden hinabstcigenden Strängen des nächst-untern Jnternodinms verbinden; es geht daraushervor, daß die Blätter der aufeinanderfolgendenKnoten mit einander abwechseln; dies ist auch der