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Englische Gärten —
z Englische Gärten, s. n. Park.
Englische Gesellschaftsinscln (Lvglisfi-Oomxanz- Islancks), Inselgruppe im IndischenOcean an der Küste von Arnhemsland (N. Au-stralien), vor der Bnckingham-Bai u. Arnhem-Bai.
Englisches Horn (Alt-Oboe, franz. vor an-xlais, ital. oorno in^lsas, früher odos äa oaeeia),Holzblasinstrument der Oboengattung, wird wiedie Oboe gehandhabt, steht aber eine Quinte tie-fer u. hat ein gebogenes Rohr, damit der Spie-ler die unteren Töne leichter erreicht. Wegen derBiegung kann die Röhre nicht gebohrt werden;sie wird ans zwei ansgestochenen Theilen zusam-inengeleimt u. mit Leder überzogen. Dadurch er-hält das Instrument seine eigenthümliche, düstereKlangfarbe; cs eignet sich mehr zum Vortrag vonlangsamen, getragenen Melodien, als für schnellei Gänge. Umfang vom kleinen t bis dreigestrichenen
. o, aber die Töne über dem zweigestrichenen a sind
I wenig brauchbar; Notirung im Violinschlüssel, es
I klingt eine Quinte tiefer. Die klassische Zeit sei-
I ner Verwendung fällt kurz nach der Mitte des
I 18. Jahrh. Bei I. S. Bach kommt es als
I! odos cla onoora. vor. Nachdem es gegen Ende
8 des vorigen Jahrh. außer Gebranch gekommen
8 war, haben es Rossini, Berlioz, Meyerbeer, Ha-
levy, R. Wagner in vervollkommneter Art wieder^ eingesiihrt. Brambach.
I Englische Kirche, so v. w. Anglikanische K.
! Englische Krankheit (Rimofiibio), eine Krank-! heit der Knochen, bei welcher dieselben bei ihremU Wachsthum die znm Verknöchern nöthigcn Kalk-s salze nicht erhalten, sondern weich, biegsam undW auf den Vorstufen ihrer Entwickelung stehen blei-W be». Die Krankheit wurde zuerst von Glisson,I einem englischen Arzte, 1660 genau beschriebenI u. hat daher ihren Namen. Ihre Entwickelung
- fällt stets in die ersten Lebensjahre u. gehört nachdem 4. Lebensjahre zu den Seltenheiten. Ineinzelnen Fällen beobachtete man die Rhachitisschon bei Früchten von 4—5 Monaten. Am häu-figsten tritt sie während der ersten ZahnpeAodeauf, und hält man außer Erblichkeit eine unzweck-mäßige, besonders aus mehligen Substanzen be-stehende Kost u. die Entziehung von Milch für die
- Ursachen. Natürlich befördern noch weiter die' Entziehung von Licht und Luft, wie wir dies bei
Keller-Bewohnern finden, Unreinltchkeit, Verdau-I ungsstörnngen rc. die Ausbildung der Krankheit.I In exquisiten Fällen nimmt das ganze Knochen-I system an der Erkrankung Theil, in einzelnen» Fällen sieht man die rhachitischen Veränderungen! nur an den Extremitäten oder an den Schädel-knochen oder an den Brustknochen, ja bisweilenzeigt sich bloß eine Körperhälfte rhachitisch. DerVerlauf u. die Entwickelung der Rhachitis findetbis aus Ausnahmen in folgender Weise statt. Dasi in der Zeit des Zahnens befindliche Kind zeigtzunächst allerhand Verdauungsstörungen, es hatDiarrhöe, erbricht öfters, n. wollen diese Erschein-! ungen selbst nach Wochen nicht wieder anfhören.Bald fällt der Mutter auf, daß das Kind amKopse auffallend schwitzt; jedesmal, wenn das Kindvom Bette aufgenommen wird, ist das Kopfkissenvöllig durchnäßt. Das Kind schwitzt besonders amHinterhaupte u. an der Stirn. Einer ausmerk-
Englische Krankheit.
samen Mutter fällt ferner auf, daß die Windelnvon dem Urin auffallend gefärbt werden und na-mentlich sind die Ränder der Dnrchnässnngcnscharf landkartenartig contourirt. Kann vom Säug-linge etwas Urin in einem Glase aufgefangenwerden, so bemerkt man, daß der Urin stark ge-trübt ist und einen Niederschlag macht, den diechemische Untersuchung als ans phosphorsauremKalke bestehend nachweist. Die eben angeführtenErscheinungen sind die sich zuerst entwickelnden u.müssen auf das Leiden aufmerksam machen. Sehrhäufig aber übersieht man dieselben und erst dienachfolgenden erregen Sorge. Nach einiger Zeitnämlich fällt es auf, daß die Kinder trotz vorge-rückten Alters nicht lausen lernen, ja wenn mansie auf die Erde stellt, schreien sie u. fürchten sichanfzutreten; Kinder, die schon laufen konnten, ver-lernen das Lausen wieder u. wollen beständig ge-tragen werden. Nunmehr wird meist ein Arztzngezogen, u. findet derselbe nicht selten schon dievöllig ausgebildete Krankheit. Am Kopfe ist diegroße Fontanelle weit, weich und zeigt noch kein-Spur sich zu schließen; auch die Hinterhauptsfonetanellen sind häufig noch offen n. von biegsamenKnochen umgeben; die Stirn hat eine annäherndviereckige Form n. tritt stark hervor; der ganzeKopf ist groß, schwer und sinkt nicht selten hintenins Genick über. An den Röhrenknochen, nament-lich der Unterextremitäten, findet man die Endenverdickt, geschwollen, bei Druck empfindlich (dop-pelte Glieder, Zwiewnchs), ebenso die Ansatzendcnder Rippen an das Brustbein, so daß vorn zubeiden Seiten des Brustbeins die Rippenendcnzwei von oben nach unten verlaufende rosenkranz-ähnliche Knotenlinien bilden, während sich die Sei-ten des Brustkastens abflachen u. eindrücken. Da-durch entsteht eine eigenthümliche Form des Brust-korbes, die sog. Hühnerbrust. Bei längerem Be-stehen der Rhachitis nehmen auch die Wirbelsäuleu. die Beckenknochen an der Krankheit Theil undes entwickeln sich Verbiegklngen der ersteren nachhinten (Kyphose) u. zu den Seiten (Skoliose), beiden letzteren eine eigenthümliche, für Entbindun-gen gefährliche Verunstaltung. Kommt es zurHeilung, d. h. Verknöcherung der weichen rhachi-tischen Knochen, so resultirt schließlich ein Zwerg-wuchs, bei welchem der Stamm des Körpers mitseiner Größe auffällig mit den kurzen, säbelartigausgeschweiften Extremitäten contrastirt. Außeran den Knochen findet man bei der Rhachitisauch noch in anderen Organen mehrfache Stör-ungen. So ist eine konstante Erscheinung einhartnäckiger, mit viel Schlcimsecretion verbundenerLnftröhrenkatarrh u. hat derselbe in der Umänderungder Athmnng (rhachitisches Flankenschlagen) durchdie seitliche EinLrücknng der Brust u. in der Ver-schiebung des Herzens n. dadurch bedingte Circu-lationsstörung im kleinen Kreisläufe seine Ursache.Auch die Verdauung ist nur selten in Ordnung.Ferner entsteht infolge der Weichheit der Hinter-hanptsschnppe u. des Druckes der Kopfkissen aufdas weiche Hinterhaupt beim Liegen des Kindeseine Compression des Athmungscentrums u. da-durch die berüchtigten Stimmritzkrämpfe, an denenbekanntlich sehr viele Kinder zu Grunde gehen.Endlich kann es nicht Wunder nehmen, Laß auch