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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Ekphcintos -

verlassen ». dem Lustspiel zuerst attische Urbanitätgegeben zu haben.

Ekphantos, Pythagoräer (ob 2 Männer diesesNamens, ein Syraknsier u. ein Krotoniate zu un-terscheiden sind, oder ob nicht nur ein E. ans Sy-rakus zu statniren ist, steht dahin). E. war keinreiner Pythagoräer mehr, weil er sich der atomi-stischen Naturphilosophie znwendete und zuerst diepythagorischen Monaden als Atome aufzufassen ver-suchte. Hertzberg.

Ekron (hebr. Ausrottung), die nördlichste der5 Philister-Bundesstädte, einst Sitz des Orakelsvon Baal Sebnb, von den Propheten oft mit demgöttlichen Strafgericht (Ausrottung) bedroht; imMittelalter Akkaron, jetzt Akir; von Alterthümernkaum noch Spuren.

Eksjö, Stadt im schwed. Län Jönköping, aufeiner fruchtbaren Hochebene, Station der Nässjö-Oskarshamn-Eisenbahn; ansehnlicher Viehhandel;Ackerbau; 2400 Ew.

Ekstase (v. gr. s-c, ans, u. arämr, Stellung),auch Verzückung, höherer Grad der Begeisterung,in welchem das Gemüth, dem betr. Gegenständesich ganz hingebend, für die Außenwelt fast ganzunempfänglich„wird, die Thätigkeit des Verstandesausgehoben, Überlegung u. Urtheils- n. Willens-kraft beeinträchtigt sind. Es ist also im Wesent-lichen ein leidender (pathologischer) Zustand, dersich häufig auch zu krankhaften Ausbrüchen stei-gert. In der christlichen Mystik wird die E. alsein Zustand der Trennung von Leib und Seeleaufgefaßt, in welchem, während elfterer scheinbarunempfindlich, oder im Starrkrampf liegt, dieSeele zu freier Thätigkeit gelangt, u., in Verkehrmit dem Himmel tretend, Prophezeiungen ausspricht.Die Bewegungen, die der Körper dabei macht,werden als von diesem himmlischen Verkehre her-rührend aufgefaßt, und der Zustand der E. halteso lange an, als der Verkehr mit dem Himmeldauere; er könne aber auch durch Delegation, d. h.durch den Zuruf eines von einem höheren Geist-lichen dazu Beauftragten, unterbrochen werden.Gewöhnlich findet sich die E. bei solchen Personen,welche mit der Stigmatisation (s. d.) begnadigtsind. Schroot.

Ektasie, Erweiterung von röhrenförmigen Or-ganen. Namentlich bezeichnet man die nach einerRichtung hin erfolgende Erweiterung mit diesemNamen, so Phlebektasie, die Ausbuchtung einerBlutader (Vene), eine Veränderung, die man häufigam After n. an den Unterschenkeln beobachtet n.an diesen Stellen mit dem Namen Hämorrhoidal-knoten resp Krampfadern gemeinhin bezeichnet.Bei den Luftröhren spricht man von Bronchek-tasie (s. Bronchenerweiternng.) Kunze.

Ektäsis (gr.), 1) Ausdehnung, Erweiterung,Anspannung. 2) (Metr.) Verlängerung einer pro-sodisch kurzen Endsilbe m der Arsis, z. B. cko-sins j plnra, xn 1 Zr! et s gnock nnno s instat

» s ANINNS.

Ektenie (v. Gr.), in der Morgenländisch-Grie-chischen Kirche das durch eingeschaltene Gebete u.Ceremonien sich Lurch den ganzen Gottesdiensthindurchziehende, von dem Diacon gesprochene Ge-bet für die Kirche n. ihre Diener, für den Kaiser,das kaiserliche Hans, das Land, Lessen Bewohner

— Ekzema.

rc. Nach jeder einzelnen Bitte fällt der Chor mitden Worten ein: Herr, erbarme Dich!

Ekthesis (gr.), 1) Ausstellung; 2) Auseinan-dersetzung; 3) Edict; bes. 4) die 638 n. Ehr. vomKaiser Heraklios gegebene, vom Patriarchen Ser-gius verfaßte Verordnung, durch welche die mo-nothcletische Lehre als allein zulässig sestgestellt wer-den sollte; s. Monotheisten.

Ekthiipsis (gr.), 1) in der lateinischen Metrikdie Unterdrückung des Schlnß-rn sammt dem vor-hergehenden Vocale, wenn das folgende Wort miteinem Vocale oder k beginnt, z. B. gnonä(am)otiam viotls rsckit in prasoorckia virtns; 2) sov. w. Elision.

Ekthyma (gr.), ein Hautansschlag, welcher anszchnpfennigstück- u. darüber großen, mit blutigemEiter gestillten, ans entzündeter Basis stehendenBlasen besteht, die zu dicken braunen Krusten ein-trocknen. Nach dem Abhcilen der Krusten bleibteine blaurothe Narbe mit seichtem Snbstanzveclnstder Haut zurück. Ursachen des E. können seinstarke Hautreize (L. ickiopatüioum), z. B. Ein-reibungen von Brechweinsteinsalbe (H.antimonials),ferner schlechte Blutbeschaffenheit (lü. oaodsotionM)u. Syphilis (8. axptnlitüonm). Bisweilen ist dieUrsache nicht zu ermitteln. Das ü. iälopatllionmbedarf zur Heilung nur Reinlichkeit (Bäder) undEntfernung des schädlichen Reizes, während das8. oaeirsotnonin stärkende Mittel (Milch, weicheEier, Fleischbrühe, Wein), das D. szcpkMtionmeine antisyphilitische Kur erfordert. Kunze.

Ektome (gr.), das Ausschneiden eines TheileS,bes. von dem Ausschneiden der Hoden gebraucht;so v. w. Castration; daher Ektomias, Castrat.

Ektopia (v. gr. Ektopismus), Lageveränder-nng, Lageabweichnng. Alle jene, gewöhnlich an-geborenen fehlerhaften Lagen, bei denen ein Or-gan des Körpers seine natürliche Lage nicht ein-genommen hat, u. z. B. nicht in der dafür be-stimmten Körperhöhle, sondern außerhalb derselbenan der Körperoberfläche oder in einer anderenKörperhöhle liegt. So spricht man von E. derHoden (Kryptorchismus), wenn dieselben nicht inden Hoden hinabgestiegen sind, sondern noch inder Bauchhöhle liegen, von E. des Herzens, derHarnblase rc. Ebenso spricht man von E. derKnochen n. Blutgefäße, wenn dieselben eine von dernatürlichen abweichende Lage inne haben. E. Berus.

Ektropinm, Auswärtskehrung der Augenlider,Folge von acuter oder chronischer Entzündung derBindehaut, sowie nach Erschlaffung des Schließ-muskels der Lider (so das E. des unteren Lides beiälteren Personen od. nach Lähmung), ferner Folgevon narbiger Schrumpfung der äußeren Lidhanr,z. B. nach Verbrennungen, kann in vielen Fällennur auf operativem Wege beseitigt werden.

Ektypogräphie (v. Gr.), der Hochdruck, s. d.

Ekzema (gr., Med.), ein ans einer Masse klei-ner Bläschen bestehender Hautansschlag, meist chro-nischer Natur, der sich ans einfacher Hantröthung,ans Knötchen, aus sich abschuppenden, stark ge-rötheten Hautstellen heraus entwickeln kann, späterentweder eine nässende oder mit Borken bedeckteFläche bildet u. immer mit heftigem Jucken ver-bunden ist. Man trifft das E. im Gesicht, auffider behaarten Kopfhaut, an den Brustwarzen, an